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Im letzten Newsletter publiziert


01. 09. 2010

Bildungspolitik

Erwachsene sollen im Kanton Bern den Berufsabschluss auch ohne Lehre nachholen können. Der Regierungsrat des Kantons Bern hat einem Kredit in der Höhe von 1,2 Millionen Franken für die Umsetzung eines Verfahrens zur Validierung der im Berufsleben erworbenen Bildungsleistungen zugestimmt. Das Verfahren wurde im Rahmen eines gesamtschweizerischen Pilotprojekts entwickelt und wird vorerst in vier Berufen durchgeführt.
Medienmitteilung

Das Bonner Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) und das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg haben gemeinsam Modellrechnungen zur Entwicklung des Arbeitsmarkts bis zum Jahr 2025 angestellt und unter dem Titel "Beruf und Qualifikation in der Zukunft" als Buch veröffentlicht. Insbesondere bei den Fachkräften auf der mittleren Qualifikationsebene droht ein Engpass. Dem nahezu gleichbleibenden Bedarf an Beschäftigten bis 2025 steht zunächst bis 2015 ein leicht, danach aber rasanter Rückgang der Erwerbspersonen mit entsprechenden Qualifikationen gegenüber. Zudem scheidet ab dem Jahr 2020 eine steigende Zahl von Fachkräften aus dem Erwerbsleben aus. Parallel zu dieser Entwicklung wird festgestellt, dass es den Erwerbstätigen ohne Berufsabschluss zunehmend schwieriger fallen wird, eine Beschäftigung zu finden.
Weitere Informationen

Der Conseil interprofessionnel pour la formation (CIF) des Kantons Genf erarbeitet einen computergestützten Test für die Evaluation der Kenntnisse in Französisch und Mathematik am Ende der obligatorischen Schulzeit. Das von Berufs- und Schulfachleuten entwickelte Hilfsmittel ermöglicht es, auf kostenpflichtige Eignungstests wie Multicheck oder Basis-Check zu verzichten. Die Anwärter/innen für eine Lehrstelle können den Test ab diesem Herbst gratis am Genfer Informations- und Beratungszentrum, der Cité des métiers et de la formation, absolvieren.
Auskunft: Grégoire Evéquoz, directeur général de l'OFPC, 022 388 44 25, gregoire.evequoz@etat.ge.ch

Übergänge

Das Berufsbildungsamt des Kantons Tessin hat alle Lernenden vor dem Abschluss im Rahmen des Projekts ARI (Apprendisti Ricerca Impiego) brieflich über die Unterstützungsmöglichkeiten bei der Stellensuche informiert. Das Projekt erfreut sich zunehmender Beliebtheit und weist den Erfolg in Zahlen aus. Während 2005 von 434 Unterstützung suchenden Jugendlichen 256 vermittelt werden konnten, waren es 2009 bei 984 Unterstützung Suchenden deren 821.
Das Tessiner Berufsbildungsamt hat in Zusammenarbeit mit dem Eidgenössischen Hochschulinstitut für Berufsbildung (EHB) auch eine Informations-DVD über das ARI-Projekt entwickelt, die an alle Berufsschulen verteilt wurde.
Das EHB seinerseits hat im Tessin eine Umfrage über die Situation der frischgebackenen Berufsleute durchgeführt: Gemäss der Umfrage hatten im Mai 54,3% der Jugendlichen bereits eine neue Stelle gefunden oder eine Ausbildung in Sicht (2009, 50,8%) . 93,1% derjenigen, die eine Stelle gefunden haben, fanden sie auf dem erlernten Beruf, 84,1% im Lehrbetrieb selbst. 41,3% aller Befragten wünschten sich Unterstützung bei der Arbeitssuche.

Höhere Berufsbildung

Der Schweizerische Verband für Materialwirtschaft und Einkauf (SVME) hat den Entwurf zu einer Änderung der Prüfungsordnung über die Berufsprüfung Einkaufsfachmann/Einkaufsfachfrau mit eidgenössischem Fachausweis eingereicht.
Meldung des BBT

Erster Arbeitsmarkt

Am 26. September wird über die 4. Revision der Arbeitslosenversicherung (ALV) abgestimmt. Der Bundesrat empfiehlt, die Revision anzunehmen, um die Finanzierung der ALV langfristig zu gewährleisten. Durch Leistungskürzungen und Mehreinnahmen über höhere Lohnabzüge sollen die ALV finanziell wieder ins Gleichgewicht gebracht und Schulden in der Höhe von 7 Milliarden Franken abgebaut werden.
Medienmitteilung EVD

Die Arbeitslosenquote ist im Juli 2010 im Vergleich zum Vormonat von 3,7 auf 3,6 Prozent gesunken. Somit sank die Arbeitslosigkeit den sechsten Monat in Folge. Im Juli 2010 waren 142'000 Personen bei den RAV gemeldet, 2000 weniger als im Juni. Im Vergleich zum Vorjahr hat die Arbeitslosigkeit um 2,1 Prozent abgenommen. Die Jugendarbeitslosigkeit (15-24-Jährige) ist dagegen wie erwartet gestiegen (von 3,8 auf 4,1 Prozent), da viele Junge im Sommer ihre Ausbildung beenden. Im Juli 2010 waren 22'500 Jugendliche ohne Job. Doch gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Rückgang um 12,4 Prozent.
Medienmitteilung Seco

Im Jahr 2008 wurden in der Schweiz 11'600 neue Unternehmen gegründet, das sind 3,2 Prozent weniger als 2007. Ebenfalls zurückgegangen ist die Zahl der neu geschaffenen Arbeitsplätze, nämlich von 23'100 auf 21'800. Ein neu gegründetes Unternehmen schafft im Durchschnitt 1,9 Arbeitsplätze und gehört hauptsächlich zum Dienstleistungssektor. Dies und anderes geht aus der Statistik zu den Neugründungen 2008 des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervor.
Medienmitteilung

Im Rückblick auf die Jahre 2004 bis 2009 stellen die vom Bundesamt für Statistik publizierten Arbeitsmarktindikatoren zwei völlig unterschiedliche Perioden fest. Bis zum 2. Quartal 2008 stieg die Zahl der Erwerbstätigen, der Stellen und der geleisteten Arbeitsstunden kräftig an, die Arbeitslosigkeit sank. Ab dem 3. Quartal 2008 ging als Folge der Finanzmarktkrise die Beschäftigung zurück, die Zahl der Arbeitslosen nahm wieder zu.
Zwischen 2004 und 2009 stiegen die Löhne real um 3,1 Prozent. Eine starke Zunahme verzeichnete die Teilzeitarbeit (plus 14 Prozent). Weniger ausgeprägt stieg die Zahl der Vollzeitbeschäftigten (plus 6 Prozent).
Arbeitsmarktindikatoren 2010

Arbeitsmarktmassnahmen

Im Jahr 2009 hat die Arbeitslosenversicherung (ALV) mehr als 400 Millionen Franken für Arbeitsmarktmassnahmen (AMM) ausgegeben. Die AMM sind im Lauf der letzten dreissig Jahre zu einem integralen Bestandteil bei der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit geworden, schreibt Tony Erb, Leiter Arbeitsmarktmassnahmen beim Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco), in einem Beitrag in der Zeitschrift "Die Volkswirtschaft". Diese würden systematisch geplant und regelmässig evaluiert. Gegenwärtig werden gemäss Erb neue Angebote für Jugendliche, Arbeitslose im fortgeschrittenen Alter und gering qualifizierte Personen entwickelt.
Artikel

Integration von Behinderten und sozial Schwachen

Die Revision des Arbeitslosenversicherungsgesetzes (AVIG) sieht Leistungskürzungen vor. Diese können dazu führen, dass kurzfristig mehr Sozialhilfe beansprucht werden muss. Laut Berechnungen des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) belaufen sich die entsprechenden Mehrkosten auf maximal 98,5 Millionen Franken. Die Belastung sollte aber mittelfristig wieder abnehmen, weil die Arbeitslosenversicherung Langzeitarbeitslose bei der Stellensuche noch intensiver unterstützen will.
Bericht des Bundesrats

Arbeitsgestaltung Arbeitszufriedenheit

Die Finanzkrise hat sowohl bei den Einnahmen und Ausgaben als auch bei den Vermögensanlagen der Sozialversicherungen tiefe Spuren hinterlassen, wie das Jahrbuch "Sozialversicherungen 2009" feststellt. Die Leistungen der Arbeitslosenversicherung sind dabei besonders von der Konjunktur abhängig. Nachdem die Leistungen 2008 mit 3,5 Milliarden Franken einen Tiefstand erreicht hatten, kletterten sie 2009 rasant in die Höhe und erreichten 6 Milliarden Franken. Die Finanzmarktkrise hatte auch deutliche Auswirkungen auf den Kapitalwert und die Entwicklung des Kapitalertrags vor allem bei der beruflichen Vorsorge und der Unfallversicherung.
Jahresbericht Sozialversicherungen 2009

Die Sozialpartner der wichtigsten Gesamtarbeitsverträge (GAV) haben für 2010 eine nominale Effektivlohnerhöhung um 0,7% vereinbart. Davon werden 0,3% generell und 0,4% individuell zugesichert. Nach einem regelmässigen Anstieg von 2004 (1,1%) bis 2009 (2,6%) beträgt die Lohnanpassung in Folge der Finanzkrise von 2008 und der Verlangsamung der Wirtschaftstätigkeit im Jahr 2009 für 2010 moderate 0,7%. Wird die erwartete Teuerung für das Jahr 2010 (1,1%) berücksichtigt, dürften die Reallöhne, die auf einem GAV beruhen, in diesem Jahr um 0,4% sinken.
Medienmitteilung BFS

Print- und Online-Angebote

Die Resultate der schweizerischen Erhebung zur aktiven Bevölkerung 2009 haben eine Aktualisierung der Weiterbildungsindikatoren ermöglicht.
Zudem sind weitere aktualisierte Unterlagen erhältlich:
- Indikatoren zu den Abschlüssen an Schweizerischen Fachhochschulen und der Berufsbildung
- Indikatoren zu den Ausgaben für die öffentliche Bildung
- detaillierte Zahlen zu Hochschulen und Universitäten (Studierende, Studienabschlüsse, Lehrkörper, Finanzen).
Weitere aktualisierte Unterlagen

Im Rahmen der Szenarien der Bevölkerungsentwicklung in der Schweiz 2010-2060 hat das Bundesamt für Statistik (BFS) die Szenarien des Bildungssystems aktualisiert. Diese Szenarien berücksichtigen die internen Prozesse in der Schweiz so umfassend als möglich, ebenso die Bevölkerungsbewegung im Zusammenhang mit der Migration. Sie zeigen auch Prognosen auf über die künftige Entwicklung der Bildung der eingewanderten Bevölkerung.
Szenarien für das Bildungssystem

Der Dachverband Weiterbildung SVEB sammelt Daten zur Situation und Entwicklung des Weiterbildungsmarkts und publiziert diese in einer jährlichen Anbieterstatitstik.
Statistik der Weiterbildungsanbieter 2009

Das "Handbuch für Prüfungsexpertinnen und Prüfungsexperten in Qualifikationsverfahren der beruflichen Grundbildung" ist vom Eidgenössischen Hochschulinstitut für Berufsbildung EHB in Zusammenarbeit mit dem SDBB in einer neuen Ausgabe aktualisiert worden. Es enthält Hinweise und Instrumente für die Praxis und ist die zentrale Grundlage für die Durchführung der Qualifikationsverfahren in allen Berufen der Grundbildung. Das Handbuch ist in Deutsch, Französisch und Italienisch erhältlich und kann beim SDBB-Onlineshop bezogen werden.
Zu einem späteren Zeitpunkt wird es auch in elektronischer Form auf der Website www.qv.berufsbildung.ch zur Verfügung gestellt.

Inserate

Das Ostschweizer Kompetenzzentrum für Berufsbildung (OKB) mit den Kooperationspartnern PHSG/ IWP-UniSG/ ZbW lädt alle Berufsbildungsverantwortlichen zum 1. Symposium "berufsbildung-ost.ch" am 19. November 2010 in St.Gallen ein. Hier werden das OKB offiziell gestartet, das aktuelle Thema "Berufsbildung vs. Gymnasiale Bildung" mit Referaten von Prof. Dr. Walther Zimmerli (Autor Weissbuch) und Hans-Ulrich Bigler (Direktor SGV) erörtert, sowie Perlen der ostschweizerischen Berufsbildung präsentiert. Anmeldung unter www.berufsbildung-ost.ch.

Kompetente Fachleute in den Gesundheitsberufen sind auch in Zukunft gefragt. Informationen zu den Bachelor-Studiengängen Ergotherapie, Hebamme, Pflege und Physiotherapie an der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften (zhaw) in Winterthur finden Sie hier. Weitere Angaben zu unseren Studiengängen und Weiterbildungen sowie Daten von Infoveranstaltungen erhalten Sie unter www.gesundheit.zhaw.ch. Gerne stehen wir ihnen auch unter Telefon 058 934 63 02 zur Verfügung oder senden Ihnen Infomaterial zu.

Stelleninserate

Die Höhere Fachschule Gesundheit Zentralschweiz bildet in den Bereichen Pflege HF, biomedizinische Analytik HF und in Anästhesie- und Intensivpflege NDS HF derzeit rund 550 Studierende aus. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, den Weiterbildungsbereich weiter auszubauen und suchen für die Leitung dieses Bereichs eine innovative Bildungsfachperson. Es erwartet Sie eine herausfordernde, interessante und selbständige Tätigkeit.
Weitere Informationen unter www.hfgz.ch oder im Inserat.

Die Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) ist die Plattform der Kantone für die nationale Koordination der Bildungs- und Schulfragen. Das Generalsekretariat der EDK sucht zur Ergänzung des Teams im Koordinationsbereich Sekundarstufe II (Berufsbildung, Fachmittelschule und Gymnasium) per 1. November 2010 oder nach Vereinbarung eine/einen Sekretärin/Sekretär 80%.
Weitere Informationen zum Stellenangebot finden Sie hier. Weitere Informationen über die EDK: www.edk.ch
Auskünfte: Martin Leuenberger, Tel. 031 309 51 65