Meldungen aktuell_de
Prüfungsordnungen in Vernehmlassung
Die verantwortlichen Organisationen haben dem Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) die Entwürfe der Prüfungsordnungen über die Berufsprüfung und die Höhere Fachprüfung in folgenden Berufen eingereicht:
- Schweissfachfrau/-mann mit eidg. Fachausweis
- Geschäftsführer/in mit eidg. Diplom
Bundesblatt vom 31. Januar 2012
Nationale Lehrstellenkonferenz: Mobilität als Schlüsselfaktor
Die berufliche Mobilität entwickelt sich zu einem Schlüsselfaktor für die Arbeitsmarktfähigkeit von Arbeitnehmenden und für die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Unternehmen. Die Verbundpartner haben an der 7. Lehrstellenkonferenz den gemeinsamen Willen zum Ausdruck gebracht, den Lernenden bereits während der beruflichen Grundbildung die berufliche Mobilität zu erleichtern und sie so noch besser auf den Arbeitsmarkt vorzubereiten. Konkret angesetzt wird bei den Rahmenbedingungen für Branchen, Unternehmen und Bildungsinstitutionen sowie beim Fremdsprachenunterricht.
Verbessert hat sich der Lehrstellenmarkt: Im Vergleich zum Vorjahr wurden sowohl mehr Lehrstellen angeboten (plus 3500) als auch vergeben (plus 4000). Die Zahl der offen gebliebenen Lehrstellen ist leicht gesunken.
Medienmitteilung und ergänzende Berichte
Newsletter Qualität: Mobilitätsfördernde Aktivitäten
Die berufliche Mobilität ist Schwerpunkt des vierten BBT-Newsletters Qualität in diesem Jahr. Die Ausgabe vom 28. November 2011 gibt einen Einblick in mobilitätsfördernde Aktivitäten in der Berufsbildung. Insbesondere wird über die interkantonale CH-Stiftung informiert, welche die Verständigung zwischen den Sprachgemeinschaften und Kulturen fördert. Beispiele aus der Praxis aller Verbundpartner zeigen, wie sich die Mobilität in der Berufsbildungspraxis umsetzen lässt.
Vollkostenrechnung der kantonalen Berufsbildung 2010
Das BBT publiziert die Vollkostenrechnung der kantonalen Berufsbildung für das Jahr 2010. Die Nettokosten aller Kantone belaufen sich auf 3,4 Milliarden Franken (+1,2% gegenüber 2009). Bei der höheren Berufsbildung ist im Vorjahresvergleich ein leichter Kostenrückgang zu verzeichnen. Dieser ist auf buchhalterische Umstellungen und das Auslaufen altrechtlicher Bildungsgänge im Gesundheitsbereich respektive der Schliessung der altrechtlichen Gesundheitsschulen zurückzuführen. Die Erhebung wird seit 2004 jährlich durchgeführt und dient als Bemessungsgrundlage für die Bundesbeiträge.
ICT: Auszeichnung der besten Abschlussarbeiten
Im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie bedeutet die individuelle praktische Arbeit (IPA) die berufliche Visitenkarte für die neuen Inhaber des Eidgenössischen Fähigkeitszeugnisses EFZ in den Berufen Informatik und Mediamatik. Mit der IPA am Ende ihrer beruflichen Grundbildung beweisen die Absolventen ihre Fachkenntnisse. Die "ICT-Berufsbildung Schweiz" hat kürzlich die besten Abschlussarbeiten der Informatiker mit den Schwerpunkten Applikationsentwicklung, Systemtechnik und Support sowie der Mediamatiker ausgezeichnet.
Rangfolge und Präsentation der IPA
Berufsbildungsfonds "Musikhandel Schweiz"
Der Verband Suissmusic beantragt, seinen Berufsbildungsfonds vom Bundesrat für die gesamte Branche allgemein verbindlich erklären zu lassen. Die Vorprüfung durch das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) hat ergeben, dass die Voraussetzungen gemäss Art. 60 Abs. 4 BBG erfüllt sind. Am 10. November 2011 wurde der Antrag im Schweizerischen Handelsamtsblatt (SHAB) publiziert. Im Rahmen des Verfahrens sind die Kantone und Organisationen der Arbeitswelt zur Stellungnahme eingeladen. Allfällige Rückmeldung sind dem BBT bis zum 9. Dezember 2011 zuzustellen.
SHAB
Uhrenbranche: öffentliche und private Berufsbildung
In den meisten Berufen der Uhrenbranche kann die berufliche Grundbildung entweder in einer Berufslehre im Betrieb oder in einer schulischen Vollzeitausbildung absolviert werden. Erwachsene können Abendkurse belegen, die vom Arbeitgeberverband der Schweizer Uhrenindustrie (CP) organisiert werden, und so ihr Fähigkeitszeugnis als Uhrmacher erlangen. Die Branche hat kürzlich das 20-jährige Bestehen der "Ecole de réglage" gefeiert. Sie wird von den Unternehmen finanziert und steht für die Rückkehr der mechanischen Uhr. Die "Regulierer", eine in den 1960er Jahren aufgegebene Berufsrichtung, als die Quarzuhr die mechanische Uhr überflügelte, haben sich neu formiert. Seit 1991 haben sich ungefähr 100 junge Menschen als Uhrmacher "Fertigstellen, Regulieren" ausgebildet, einem Schwerpunkt, der für die mechanische Zeitmessung unerlässlich ist. Zurzeit sind acht Jugendliche in Ausbildung.
Pressemitteilung (französisch)
Kaufmännische Ausbildung für Landwirte
Das "Institut agricole" in Grangeneuve (FR) startet im Herbst 2012 eine 20 Wochen dauernde kaufmännische Ausbildung. Der Studiengang ergibt sich zum Teil aus der Verkürzung der Landwirtschaftslehre von vier auf drei Jahre, die eine Reduktion der Stundenzahl im Bereich Geschäftskunde/Buchhaltung zur Folge hatte. Nun aber brauchen die Landwirte diese Kompetenzen für die Bewirtschaftung ihrer Betriebe. Der neue Ausbildungszweig ist vorwiegend für Inhaber des EFZ in den grünen Berufen ausgerichtet, zugunsten eines Praxisjahrs oder Sprachaufenthalts nach dem EFZ. Die Ausbildung, die nur in der Romandie angeboten wird, wird mit einem Zertifikat abgeschlossen. Sie beinhaltet die Kompetenzbereiche Projektführung, Nationalökonomie, Landwirtschaftspolitik, Marketing und Versicherungen.
Weitere Informationen
ZH: Programm zur Förderung der ICT-Berufe
Im Bereich Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT) wird ab 2017 ein Mangel von 32'000 Fachkräften befürchtet, ein Viertel davon im Kanton Zürich. Um dem entgegenzuwirken, hat der Regierungsrat des Kantons Zürich ein 3-Punkte-Programm von Politik, Verwaltung, Bildung und OdA gemeinsam verabschiedet: Der Verband "ICT-Berufsbildung Schweiz", "eZurich" und der Zürcher Lehrbetriebsverband ICT werden bei der Lehrstellenförderung unterstützt; Die ICT soll in der Schule fassbar und erfahrbar gemacht werden. Dafür werden Aus- und Weiterbildungen für Lehrpersonen angeboten; Zürcher ICT-Vorbilder sollen mit ihren Produkten und Leistungen sichtbar gemacht werden. Im weiteren soll der Quereinstieg von geeigneten Personen gefördert und vereinfacht werden.
NE: Akkreditierung der Validierung von Bildungsleistungen
Der Kanton Neuenburg hat vom Bund die Zustimmung erhalten, ein Zertifizierungsverfahren für die Validierung von Bildungsleistungen einzusetzen. Der "Service des formations postobligatoires et de l'orientation" hat diesen Sommer einer Delegation des Bundesamtes für Berufsbildung und Technologie (BBT) das Projekt und die Resultate seiner Pilotversuche vorgestellt. Während der Pilotphase wurden 33 EFZ ausgehändigt, davon 25 im Beruf Fachfrau/Fachmann Betreuung und acht im Beruf Kauffrau/Kaufmann. Dank der Anerkennung des Bundes wird der Kt. Neuenburg sein Angebot zur Validierung von Bildungsleistungen in den nächsten Monaten ausbauen.
Weitere Informationen
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