Am 27. Mai 2010 hat die Conférence intercantonale de l'instruction publique de la Suisse romande et du Tessin (CIIP) die definitive Fassung des gemeinsamen Lehrplans für die obligatorische Schule in der Westschweiz (PER) für gültig erklärt. Nach einer einjährigen Schulung der Lehrpersonen wird der Lehrplan in den Westschweizer Schulen ab dem Schuljahr 2011/12 schrittweise eingeführt. Das Abkommen ist ein wichtiger Teil des Prozesses zur Harmonisierung der Schule.
Medienmitteilung (französisch)
In der Deutschschweiz trägt das Projekt Lehrplan 21 zur Harmonisierung der Schule bei.
PANORAMA.aktuell 2010-12
Die grafisch gestaltete PDF-Version von PANORAMA aktuell finden Sie unter http://panorama.ch/pdf/2010-12DE.pdf, den aktuellen Veranstaltungskalender unter panorama.ch/pdf/Veranstaltungen.pdf
16. 06. 2010
Bildungspolitik
Bundespräsidentin Doris Leuthard hat eine Reise nach Berlin genutzt, um sich auch mit der deutschen Bundesministerin für Bildung und Forschung, Annette Schavan, zu treffen. Im Zentrum der Gespräche stand die Zusammenarbeit im Bereich Bildung und Forschung, insbesondere im Rahmen des europäischen Netzwerks für marktorientierte industrielle Forschung und Entwicklung EUREKA. Für beide Regierungsmitglieder ist zudem wichtig, dass die duale Berufsbildung gestärkt und deren internationale Anerkennung verbessert wird.
Medienmitteilung EVD
Berufliche Grundbildung
Die vom Kanton Bern für ihre kaufmännische Grundausbildung subventionierte Wirtschafts- und Kaderschule (WKS) des Kaufmännischen Verbandes Bern hat von der Erziehungsdirektion die Bewilligung erhalten, ab August 2010 eine Handelsschule anzubieten.
Weitere Informationen zur WKS
Im August startet am Feusi-Bildungszentrum in Bern die erste, neu geschaffene Kombinationsausbildung "Gymnasiale Maturität mit integrierter kaufmännischer Grundbildung Kaufmann/Kauffrau". Die gymnasiale Ausbildung dauert 3 Jahre und wird während des letzten Gymnasiumsjahrs durch die kaufmännische Ausbildung inhaltlich ergänzt. Direkt im Anschluss an diese Ausbildung erfolgt ein einjähriges Berufspraktikum.
Pressemitteilung
Ab 2011 bietet der Kanton Bern die neue zweijährige Ausbildung Assistentin/Assistent Gesundheit und Soziales mit Eidgenössischem Berufsattest an. Der Bildungsgang löst die einjährige Ausbildung Pflegeassistentin/Pflegeassistent ab. Vor kurzem hat das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) grünes Licht dafür gegeben. Damit schliesst der Kanton Bern die letzte Lücke im Bildungsbereich Gesundheit-Soziales.
Pressemitteilung
Dies sind die weiteren Pilotkantone: BL/BS (ab 2011), LU (ab 2011), AG (ab 2010), SH (ab 2011), NE (ab 2011), JU (ab 2011) und ZH (ab 2011).
Die in der Ostschweiz aktive Hans Huber Stiftung lancierte einen Berufswahl-Wettbewerb zum Thema "Traumlehre", an dem sich Schulklassen aus den Kantonen St. Gallen, Appenzell und Thurgau sowie dem Fürstentum Liechtenstein und dem Bundesland Vorarlberg beteiligten. Als Aufgabe mussten sich die Schülerinnen und Schüler aktiv mit der Lehre als interessante Möglichkeit für die Berufsbildung auseinandersetzen und ihre Ergebnisse in einem Internetauftritt publizieren. Die besten Webseiten wurden prämiert.
Gemäss der monatlichen Umfrage des Bundesamts für Berufsbildung und Technologie (BBT) bei den Kantonen bleibt die Lehrstellensituation in der Schweiz stabil. Folgende Tendenzen zeichnen sich ab:
- Für Anbieter von Ausbildungsplätzen mit hohen Anforderungsprofilen gestaltet sich die Rekrutierung von geeigneten Bewerberinnen und Bewerbern zunehmend schwieriger.
- Trotz ausgeglichener Lehrstellensituation entspricht das Lehrstellenangebot in verschiedenen Berufsbereichen nicht immer der Nachfrage.
- Jugendliche mit sozialen oder schulischen Defiziten haben nach wie vor Mühe, einen Ausbildungsplatz zu finden.
Pressemitteilung
Der Schweizerisch-Liechtensteinische Gebäudetechnikverband Suissetec lanciert eine Werbekampagne, um Lernende für das Berufsfeld Gebäudetechnik zu gewinnen. Auf dem Internetportal www.toplehrstellen.ch werden die Lehrberufe Spenlger/in, Sanitärinstallateur/in, Heizungsinstallateur/in, Gebäudetechnikplaner/in, Lüftungsanlagenbauer/in und Haustechnikpraktiker/in (EBA) inklusive den später möglichen Weiterbildungen vorgestellt. Ebenfalls abrufbar sind auf der Website offene Lehrstellenangebote aus der ganzen Schweiz und Liechtenstein. Die Werbeoffensive wird ergänzt mit Zeitungsinseraten, einem Auftritt auf Facebook und einem TV-Spot.
Die Lage auf dem Lehrstellenmarkt im April 2010 ist mit derjenigen vom April des Vorjahres vergleichbar. Das Verhältnis zwischen dem Lehrstellenangebot seitens Unternehmen und der Nachfrage bei den Jugendlichen ist trotz angespannter Wirtschaftslage konstant geblieben. Das zeigen die Hochrechnungen des Lehrstellenbarometers, die das LINK-Institut seit 1997 im Auftrag des Bundesamts für Berufsbildung und Technologie (BBT) erhebt.
Pressemitteilung
Übergänge
Die Zeitschrift PANORAMA, Schwestermedium dieses Newsletters, hat die Genfer Cité des métiers besucht und berichtet in der aktuellen Ausgabe vom 18. Juni über das bereichsübergreifende, Beratungsstellen vernetzende Konzept. Ein Artikel untersucht zudem die Frage, wie sich das Konzept auf die Arbeit der Beratenden auswirkt.
Ein weiterer Schwerpunkt beleuchtet Massnahmen und Forderungen zur Förderung von Menschen mit Behinderungen: Drei Beiträge widmen sich der praktischen Ausbildung von INSOS, dem Fähigkeitsnachweis ohne Lehrabschluss und dem Nachteilausgleich bei Prüfungen.
Höhere Berufsbildung
Die drei Technikerschulen Höhere Fachschule für Technik des Kantons Solothurn (HFT Grenchen), die Höhere Fachschule Technik in Biel (HFT Biel) und die Höhere Fachschule Elektrotechnik in Biel (HFE Biel) werden fusioniert. Darauf haben sich die Kantonsregierungen von Solothurn und Bern geeinigt. Die drei Schulen kämpfen seit längerem mit zu geringen Studierendenzahlen. Mit der Konzentration an zwei Standorten sollten Einsparungen von jährlich zwischen CHF 150'000 und 200'000 möglich werden. Für die neue Institution ist eine private Trägerschaft vorgesehen, in der vor allem Unternehmen vertreten sein sollen.
Quelle: Kurzinformation aus dem Regierungsrat des Kantons Bern vom 27. Mai 2010.
Weiterbildung
Im Auftrag des BBT hat das Institut GFS Bern eine Marktanalyse zu den Angeboten, die den beruflichen Wiedereinstieg erleichtern, durchgeführt. Es hat sich gezeigt, dass schweizweit bereits eine breite und diversifizierte Palette von Kursen und anderen Angeboten existiert, und dass diese einer überwiegenden Mehrheit der individuellen Bedürfnisse entsprechen.
Die Resultate stützen auch die bestehende Praxis des BBT, Initiativen zu unterstützen, die auf folgende Ziele ausgerichtet sind: Koordination, Qualitätssicherung, Information und Erfahrungsaustausch auf nationaler Ebene.
Bericht
Arbeitsmarkt
Gemäss dem Bundesamt für Statistik (BFS) war die Beschäftigung zu Beginn des Jahres 2010 stabil. Ende des ersten Quartals wurden in unserem Land 4,535 Millionen Erwerbstätige gezählt. Davon waren 3,289 Millionen Schweizer (0,1% weniger als im ersten Quartal des Vorjahres) und 1,246 Millionen ausländischer Nationalität (+ 1,3%). Gesamthaft wuchs die Beschäftigung innerhalb eines Jahres um 0,1%, wobei die Entwicklung je nach Sektoren unterschiedlich ist. Im zweiten Sektor ist ein Rückgang von 20'000 Stellen (-1,9%) zu verzeichnen, während der erste Sektor um 24'000 Stellen (+0,8%) wuchs. In den nächsten Quartalen könnte sich beim sekundären Sektor eine Verbesserung abzeichnen.
Pressemitteilung
Die Importkonkurrenz hat keinen Einfluss auf Löhne und Arbeitslosigkeit in den betreffenden Branchen. Zu diesem Schluss gelangen Rolf Weder und Simone Wyss in einer Studie, die im Auftrag des Staatssekretariates für Wirtschaft (Seco) verfasst worden ist.
Eine weitere Studie von Michael Gerfin und Boris Kaiser weist nach, dass durch die Einwanderung kein Lohndruck entsteht. Die hoch qualifizierte Zuwanderung der letzten Jahre hat zudem zu einer grösseren Lohngleichheit beigetragen.
Pressemitteilung
Im Mai 2010 hat sich die Arbeitslosenquote von 4,0 auf 3,8 Prozent verringert. Doch im Vorjahr war die Quote deutlich tiefer (3,4%). Wie das Seco meldet, waren Ende Mai 51'000 Personen bei einem RAV eingeschrieben, 7500 weniger als im Vormonat. Von diesem Rückgang der Arbeitslosigkeit profitierten alle Altersgruppen und fast alle Branchen. Die Konjunkturprognosen des Bundes halten an einer langsamen Erholung der Schweizer Wirtschaft fest. Die Aussichten für den Arbeitsmarkt haben sich weiter aufgehellt, der Rückgang der Arbeitslosigkeit dürfte aber langsam verlaufen.
Medienmitteilung Lage auf dem Arbeitsmarkt
Medienmitteilung Konjunkturprognosen
Berufliche Integration
Die Arbeitslosenversicherung und mit ihr die öffentliche Arbeitsvermittlung zeigen für das Jahr 2009 gute Ergebnisse. Trotz der Wirtschaftskrise konnte ein allzu starker Anstieg der Aussteuerungen und Langzeitarbeitslosen vermieden werden. Die die durchschnittliche Dauer der Stellensuche lag mit 145 Tagen sechs Tage sogar tiefer als ein Jahr zuvor. Die kantonalen Vollzugsstellen haben ihren Personalbestand im 2009 dem Arbeitsmarktgeschehen angepasst und in den 132 RAV der Schweiz 266 zusätzliche Stellen geschaffen.
Medienmitteilung
Die Schulden der Arbeitslosenkasse haben die kritische Grenze bereits überschritten. In diesem Fall sieht das Arbeitslosenversicherungsgesetz (AVIG) vor, dass der Beitragssatz um 0,5 Prozentpunkte erhöht und für hohe Einkommen ein Solidaritätsprozent eingeführt wird. Falls nun die AVIG-Revision scheitern sollte, hätte das auf der Beitragsseite stärkere Anpassungen zur Folge als die Revision es vorsieht (+0,2%). Das restliche Geld würde über Leistungskürzungen eingespart. Bereits ein Monat vor Ende der Sammelfrist ist klar, dass das Referendum gegen die Revision der ALV zustande kommt und weit über den geforderten 50'000 Unterschriften eingereicht werden.
Bericht im "Bund" vom 3.6.2010.
Bestimmte Gruppen von Stellensuchenden
Die Tatsache, dass bestimmte Gruppen der ausländischen Bevölkerung häufiger eine IV-Rente erhalten, lässt sich nicht darauf zurückführen, dass deren Rentengesuche weniger gründlich geprüft würden. Die höhere Quote an Neuberentungen hängt vielmehr mit der gesundheitliche und sozialen Situation der betreffenden Bevölkerungsgruppen zusammen. Zu diesem Schluss gelangen zwei Studien des Bundesamts für Sozialversicherungen.
Pressemitteilung
Integration von Behinderten und sozial Schwachen
"Welche Aussichten haben erwachsene Sozialhilfebeziehende, die keine abgeschlossene Ausbildung haben?" Diese Frage stand im Zentrum der Mitgliederversammlung der SKOS, die am 27. Mai in Bern stattgefunden hat. SKOS-Geschäftsführerin Dorothee Guggisberg präsentierte Zahlen und Fakten, Alt-Nationalrat Rudolf Strahm referierte über das Thema Berufsbildung und Armutsrisiko und Stefan Wolter, Professor für Bildungsökonomie, zeigte Massnahmen für bildungsferne Menschen auf. Die Veranstaltung wurde von über 200 Personen besucht.
Referate der SKOS-Mitgliederversammlung
Arbeitsgestaltung Arbeitszufriedenheit
Mehr als zwei Drittel der Beschäftigten mit einem Fachhochschulausweis sind ein Jahr nach dem Abschluss ihrer Ausbildung beruflich erfolgreich. 90 Prozent der befragten Personen sind mit ihren Arbeitsbedingungen zufrieden. In einer prekären Situation leben hingegen 6,4 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie über den Berufserfolg von Hochschulabsolvent/innen des Bundesamts für Statistik. Die Analyse des beruflichen Erfolges basiert sowohl auf objektiven Kriterien wie Einkommen oder Sicherheit des Arbeitsplatzes als auch auf subjektiven Faktoren wie angemessenes Einkommen oder Arbeitszufriedenheit.
Die Publikation greift weitere aktuelle Themen aus dem Hochschulbereich auf, so die Bologna-Reform, die Internationalität der Hochschulen, die Finanzen der Hochschulen sowie die Mobilität der Studierenden.
Bericht
Print- und Online-Angebote
Berufliche Grundbildung: Statistik der beruflichen Grundbildung
Höhere Berufsbildung:
- Diplomstatistik 2009 eidgenössische Fachausweise und Diplome
- Diplomstatistik 2009 Höhere Fachschulen (FS)
Weiterbildung: Erste Ergebnisse des Moduls "Weiterbildung" der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung 2009
Sekundarstufe II: Übersichtstabellen Abschlüsse 2009
Am 28. April 2010 fand in der Hochschule für Heilpädagogik in Zürich die Tagung "Berufsbidlung für Schwächere - eine bildungspolitische Herausforderung". Die Tagungsunterlagen (Handouts, Materialien) stehen jetzt zur Verfügung.
Dank staatlichen Hilfsmassnahmen finden junge ausländische Erwachsene vermehrt Lehrstellen und Arbeitsplätze, freilich oft unten in der sozialen Hierarchie. Dazu kommen Stigmatisierungen im Alltag. Auch aufstiegswillige Secondos ziehen sich in der Folge enttäuscht in ihre private Lebenswelt zurück und wenden sich von der Schweiz ab. Zu diesem Ergebnis kommt eine vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) unterstützte Längsschnittstudie, die in Emmen (LU) durchgeführt wurde.
Medienmitteilung SNF
Ab 30. Juni 2010 werden die INFObildung&beruf für die Berufs- und Laufbahnberatung (aktuelle Informationen über Berufe, Ausbildungen, Weiterbildungen, Schulen und Studiengänge) mit einem eigenständigen kostenlosen SDBB-Newsletter und nicht mehr mit PANORAMA.aktuell verschickt. Der Newsletter richtet sich an Fachleute aus der Berufs- und Laufbahnberatung sowie an weitere interessierte Fachpersonen und beinhaltet recherchierte und aufbereitete Informationen. Er erscheint ca. neun Mal jährlich. Damit Sie keine wichtigen Informationen verpassen, empfehlen wir Ihnen, die NEWSbildung&beruf jetzt gleich zu abonnieren.
Anmeldung hier
Kontakt: info-doku@sdbb.ch
Inserate
Das "Lexikon Allgemeinbildung" wurde vollständig überarbeitet und aktualisiert, die Begriffe neu von A bis Z geordnet. Das unverzichtbare Nachschlagewerk für Lernende an Berufsfachschulen wurde von ausgewiesenen Fachpersonen aus Berufsfachschulen und der Lehrerbildung konzipiert und geschrieben. Es definiert auf rund 400 Seiten die für das Fach "Allgemeinbildung" relevanten Begriffe.
Weitere Informationen (Website hep-Verlag)
Fördern Sie Ihre Karriere mit einem Abschluss CAS Führung in der Berufsbildung (15 ECTS), DAS Führung und Entwicklung in der Berufsbildung (30 ECTS) oder MAS EHB in Berufsbildungsmanagement (60 ECTS). Das Eidgenössische Hochschulinstitut für Berufsbildung EHB bietet ein berufsbegleitendes Weiterbildungsstudium für Berufsbildungsverantwortliche und Schulleiter/innen an. Weitere Informationen finden sie hier oder auf www.mas.ehb-schweiz.ch.
Kontakt: mas@ehb-schweiz.ch; Telefon 031 910 37 57
Stelleninserate
Der Geschäftsbereich "Berufsbildung" von Swissmem ist mit seinen 21 Mitarbeitenden führend in der Weiterentwicklung der Berufe der Schweizerischen Maschinen-, Elektro und Metallindustrie (MEM). Wir suchen auf den 1. Oktober 2010 ein/e Ingenieur/in FH, die/der das Team der Maschinenbauberufe führt. Eine spannende und vielseitige Aufgabe mit grossem Wirkungskreis wartet auf Sie!
Mehr Informationen im vollständigen Inserat und unter www.swissmem-berufsbildung.ch.
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