Das Eidg. Volkswirtschaftsdepartement hat den Bericht "Bildung Pflegeberufe" veröffentlicht. Er zeigt den bildungspolitischen Handlungsbedarf in den Pflegeberufen auf. Ein vordringliches Ziel sind mehr Ausbildungsabschlüsse, da gemäss Prognosen der Bedarf an Pflegefachpersonen in den nächsten Jahren massiv zunehmen wird.
Die Bilanz zur Reform der Gesundheitsausbildungen fällt grundsätzlich positiv aus. Klärungsbedarf besteht noch bei einzelnen Ausbildungsprofilen, die gezielt auf die Aufgabenteilung in der Arbeitswelt auszurichten sind. Für die Koordination und Umsetzung der Massnahmen soll eine Steuergruppe mit allen beteiligten Partnern unter Leitung des BBT eingesetzt werden.
Communiqué
Siehe auch Meldung "GR: Mehr Berufsausbildungen in der Pflege"
PANORAMA.aktuell 2010-06
Die grafisch gestaltete PDF-Version von PANORAMA aktuell finden Sie unter http://panorama.ch/pdf/2010-06DE.pdf, den aktuellen Veranstaltungskalender unter panorama.ch/pdf/Veranstaltungen.pdf
24. 03. 2010
Bildungspolitik
Berufliche Grundbildung
Eine von der Bündner Regierung in Auftrag gegebene Studie kommt zum Schluss, dass, bedingt durch den steigenden Pflegebedarf in Graubünden, schon bald mit einem Pflegepersonalmangel gerechnet werden muss. Als Gegenmassnahme wird unter anderem ab dem nächsten Jahr eine zweijährige berufliche Grundbildung für den Pflegeberuf eingeführt. Die Betriebe sollen mehr Ausbildungsplätze für Fachangestellte Gesundheit anbieten. Weitergehende Massnahmen sollen an einem "runden Tisch" mit Vertretungen der Arbeitgeberverbände und der Berufsverbände beraten werden. Medienmitteilung
Siehe auch Meldung "EVD publiziert Bericht Bildung Pflegeberufe".
Übergänge
Das Schweizerische Arbeiterhilfswerk in Genf (Oeuvre suisse d'entraide ouvrière, OSEO) hat 2007 ein Mentoring-Programm entwickelt, das auf einer Umfrage bei Jugendlichen, Betrieben und beruflichen Eingliederungs-Spezialisten basiert. Die Studie hatte Verständnis-Defizite zwischen Jugendlichen und der Arbeitswelt sowie deren unterschiedliche Forderungen und Erwartungen aufgezeigt. Der Mentor - eine erwachsene Person mit Berufserfahrung - unterstützt einen Jugendlichen zwischen 16 und 25 Jahren während der Ausbildung oder beim Einstieg in die Berufswelt. Zurzeit unterstützen rund 60 freiwillige Mentoren das Programm. Gemäss Christian Lopez, Direktor des OSEO leben die meisten Familien der teilnehmenden Jugendlichen am Rande der Gesellschaft und können kaum von sozialen Netzwerken profitieren.
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Höhere Berufsbildung
Der Verband für Gewässerschutz und Tanksicherheit Citec Suisse hat einen Entwurf für eine Prüfungsordnung über die Berufsprüfung Spezialist/in für Tanksicherheit mit eidg. Fachausweis, Fachrichtung Tankkontrolle oder Fachrichtung apparartiver Gewässerschutz, beim BBT eingereicht.
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Das BBT hat in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Berufsbildungsämter-Konferenz SBBK und der eidgenössischen Kommission für höhere Fachschulen den "Leitfaden Aufsicht und Rechtsmittelweg bei höheren Fachschulen" (1. März 2010) erarbeitet. Im Leitfaden wird erläutert, wie die verschiedenen Verfahren zusammenwirken: Die Anerkennung von Bildungsgängen höherer Fachschulen (HF), die Aufsicht der Kantone über die Anbieter anerkannter Bildungsgänge HF und der Rechtsmittelweg bei Entscheiden von Anbietern von anerkannten Bildungsgängen HF.
Download hier (Website des BBT)
Arbeitsmarkt
Flexible Arbeitszeiten haben im Jahr 2009 die Wucht der Wirtschaftskrise am deutschen Arbeitsmarkt grösstenteils abgefangen. Dies geht aus einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor. Die durchschnittliche Jahresarbeitszeit der einzelnen Arbeitnehmer ging um 3,2 Prozent zurück, Kurzarbeit und der Abbau der Guthaben auf Arbeitszeitkonten miteingerechnet. "Dieser Rückgang entspricht rechnerisch rund 1,2 Millionen Jobs, die gesichert wurden", so die Arbeitsmarktforscher Eugen Spitznagel und Susanne Wanger.
Pressemittelung
Laut der Expertengruppe Konjunkturprognosen des Bundes hat sich die konjunkturelle Erholung in der Schweiz seit Herbst 2009 gefestigt. Zudem präsentieren sich die kurzfristigen Aussichten wieder freundlicher. Allerdings dürfte der neue Schwung im Jahresverlauf aufgrund der sich zusehends verlangsamenden Inlandnachfrage und der erwarten mässigen Impulse aus dem Ausland wieder nachlassen. Für 2010 rechnet der Bund neu mit einem Wachstum der Schweizer Wirtschaft von 1,4 Prozent gegenüber der bisherigen Prognose von 0,7 Prozent. Mit einer spürbaren Entspannung auf dem Arbeitsmarkt ist allerdings erst ab kommendem Jahr zu rechnen.
Medienmitteilung
Die Schweiz erbringt weltweit die höchste Innovationsleistung. Allerdings dürfte die anhaltend schwache Konjunkturentwicklung die Innovationstätigkeit erheblich schwächen, was negative Folgen für das mittelfristige Wachstumspotenzial zur Folge hat. Dies zeigt die jüngste Erhebung zur Innovationstätigkeit in der Schweizer Wirtschaft vom Herbst 2008, basierend auf 6'000 Firmen. Im Auftrag des Staatssekretariates für Wirtschaft Seco führt die Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) seit 1990 diese Erhebungen durch.
Medienmittelung
Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 5. März 2010 die Höchstdauer zum Bezug von Kurzarbeitsentschädigung (KAE) von 18 auf 24 Monate erhöht. Zudem hat er beschlossen, die verkürzte Karenzfrist beizubehalten. Durch die KAE soll verhindert werden, dass Unternehmen in konjunkturell schwierigen Phasen wegen Auftragsmangel Personal abbauen. Dadurch soll Arbeitslosigkeit vermieden werden und den Betrieben das Know-how der Mitarbeitenden erhalten bleiben. Die Verordnungsänderung wird auf den 1. April 2010 in Kraft gesetzt und gilt bis 31. Dezember 2011.
Medienmitteilung
Berufliche Integration
Vom 22. bis 26. März 2010 können in Frankreich Tausende von Stellensuchenden ohne Hindernisse oder Vermittlungspersonen direkt mit Vertretern der wichtigsten Personaldienstleister (Carrefour, Axa, Mc Donald's, Club Med, Accor, KPMG usw.) Kontakt aufnehmen. Die von der Internetplattform für Personalrekrutierung "En ligne pour l'Emploi" initiierte Aktion bietet auch Chatrooms an, in denen man sich über die Beschäftigung, Bewerbungstipps, Laufbahnwechsel oder den Aufbau eines persönlichen Beziehungsnetzes unterhalten kann.
Pressemitteilung (nur französisch)
Aufgrund der hohen Arbeitslosigkeit in der Region Moutier wird die maximale Anzahl Taggelder für die Zeitspanne vom 1. April bis zum 30. September 2010 von 400 auf 520 Tage erhöht. Dies hat der Bundesrat in seiner Sitzung vom 5. März 2010 beschlossen. Die Erhöhung kommt arbeitslosen Personen über 30 Jahren zu Gute, weil diese ein grösseres Langzeitarbeitslosigkeitsrisiko aufweisen.
Pressemitteilung
Bestimmte Gruppen von Stellensuchenden
Die Personenfreizügigkeit bringt den Bürgerinnen und Bürgern sowie der Wirtschaft grossen Nutzen. Die Zahl der erteilten Jahresaufenthaltsbewilligungen hat 2009 gegenüber 2008 um 32,1 Prozent abgenommen. Die Ventil-Klausel wird voraussichtlich nicht angewendet. Dessen ungeachtet hat das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement dem Bundesrat ein Massnahmenpaket zur Bekämpfung möglicher Missbräuche unterbreitet. Im Vordergrund stehen Massnahmen gegen Lohn- und Sozialdumping sowie gegen unberechtigte Sozialleistungsbezüge, insbesondere bei der Arbeitslosenversicherung.
Pressemitteilung
Integration von Behinderten und sozial Schwachen
Die 4. und 5. IV-Revision haben die Entwicklung der Neurenten positiv beeinflusst. Gegenüber 2003 ist 2009 mit insgesamt 15'900 Neurenten ein Rückgang von 44 Prozent zu verzeichnen. Die Gesamtzahl der Renten sinkt hingegen nur langsam.
Der erste Teil der 6. Revision sieht deshalb vor, behinderte Menschen so weit als möglich in Erwerbsleben und in die Gesellschaft einzugliedern, statt ihnen eine Rente auszurichten. Der Bundesrat hat die entsprechende Botschaft Ende Februar 2010 angenommen.
Medizinische Gutachten erhalten immer mehr Gewicht in IV-Verfahren. Die Organisationen Procap, Pro Mente Sana, Integration Handicap, Schweizer Paraplegiker-Vereinigung, Behindertenforum und Schweizerischer Gehörlosenbund fordern nun umfassende Regeln für medizinische Gutachten für IV-Abklärungen. Die Unabhängigkeit der Gutacher/innen, die einen grossen Teil ihres Einkommens mit den Aufträgen der IV-Stellen erzielen, ist aus der Sicht der betroffenen Organisationen nicht garantiert.
Positionspapier "IV-Gutachten"
Über die Hälfte aller Sozialhilfe-Bezüger/innen hat keine nachobligatorische Ausbildung absolviert. Fehlende Bildung ist somit klar ein Armutsrisiko. Im Europäischen Jahr zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung 2010 stehen Bildungsfragen deshalb bei der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe (Skos) zuoberst auf der politischen Agenda. Ein besonderes Augenmerk gilt für einmal nicht den Jungen, sondern den Erwachsenen in der Sozialhilfe. Die Skos stellt das Thema in den Mittelpunkt ihrer diesjährigen Mitgliederversammlung, die am 27. Mai in Bern stattfindet.
Arbeitsgestaltung Arbeitszufriedenheit
Der Drehmaschinenhersteller Tornos aus Moutier hat sich als erstes Unternehmen in der Schweiz für den Lohngleichheitsdialog registriert. Diesen haben die Sozialpartner zusammen mit dem Bund vor einem Jahr lanciert. Ziel des fünfjährigen Projektes ist es, dass möglichst viele Betriebe freiwillig ihre Löhne überprüfen und allfällige Ungleichheiten aufheben. Auf diesem Weg soll das Bewusstsein der Lohngleichheit zwischen Frauen und Männern gefördert werden.
Mit der finanziellen Unterstützung des eidg. Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann EGB wurden schon mehrere Westschweizer Unternehmen mit dem Label "Equal Salary" ausgezeichnet.
Print- und Online-Angebote
Das Portal der grössten Community Deutschlands für die beruflichen Aus- und Weiterbildung, das "Forum für Ausbilder/innen" des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), wurde komplett überarbeitet. Neu stehen den deutschen Berufsbildner/innen vielfältige Möglichkeiten für Diskussionen, Recherche und Erfahrungsaustausch zur Verfügung. Zu den kostenlosen Angeboten gehören u.a. moderierte Online-Seminare im "virtuellen Klassenzimmer", ein direkter Zugang zu Weiterbildungsdatenbanken, ein elektronisches Nachrichten-Abonnement, neue Schwerpunktthemen, umfassende Service-Angebote und das neue Themenforum "Qualifizierung digital".
Die in den Gesamtarbeitsverträgen (GAV) verankerten Mindestlöhne stiegen 2009 im Mittel um 3,2 Prozent. Ein derart kräftiger Anstieg hat die Statistik des Bundesamts für Statistik bisher noch nie verzeichnet. Bei den effektiv ausbezahlten Löhnen betrug der durchschnittliche Zuwachs 2,6 Prozent. Etwas mehr als eine Million Arbeitnehmende sind einem GAV mit Tariflohnanpassungen unterstellt. Diese und viele weitere Angaben finden sich in der zweisprachigen Publikation des BFS "Gesamtarbeitsvertragliche Lohnabschlüsse für 2009".
Personen und Institutionen
Der Staatsrat des Kantons Waadt hat Chantal Ostorero zur Directrice générale de l'enseignement supérieur ernannt. Ostorero, zurzeit persönliche Mitarbeiterin der Vorsteherin des Kultur- und Bildungsdepartementes Anne-Catherine Lyon, beginnt ihre Tätigkeit am 1. Juni 2010. Sie folgt auf Michel Rochat, der die Leitung der Lausanner Hotelfachschule übernimmt. Rochat leitete von 2003 bis 2008 die Waadtländer Fachhochschule.
Pressemitteilung (französisch)
Stelleninserate
Am Berufsbildungszentrum Wirtschaft, Informatik und Technik übernehmen Sie die Leitung des Gewerblichen Bildungsbereiches mit rund 700 Lernenden und 34 Lehrpersonen am Standort in Willisau. Im Idealfall haben Sie bereits in leitender Funktion bewiesen, wie engagiert und erfolgreich Sie Führungsaufgaben angehen, Strategien umsetzen und wie positiv Ihre integrative Art auf das Schulklima wirkt.
Mehr Informationen im Inserat oder unter www.stellen.lu.ch.
La Direzione del lavoro della Seco cerca un/una consulente del personale per i paesi dell'UE/AELS 40- 60%.
L'attività prevede da un lato l'informazione delle persone in cerca di un impiego nell'Unione europea e nell'AELS sulle condizioni di vita e di lavoro, e dall'altro la consulenza fornita ai datori di lavoro che intendono effettuare assunzioni in questi Paesi.
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