In der Wintersession wurden 16 Vorstösse zur Berufs- und Weiterbildung zu folgenden Themen eingereicht:
- Eidg. Fähigkeitszeugnis für Busfahrer/innen im öffentlichen Verkehr (Geschäftsnummer 09.4032)
- Weiterbildungsgutscheine für Freiwilligenarbeit (09.4075)
- Weiterbildungs- und Ausbildungsoffensive im Pflegebereich zur Integration arbeitsloser Personen (09.4076)
- Vermeidung von Wettbewerbsverzerrungen zugunsten privater Bildungsanbieter (09.4186 und 09.4196)
- Qualifizierung von zugewanderten Arbeitnehmenden durch die Arbeitgebenden (09.4205)
- Kampf gegen die Arbeitslosigkeit: Requalifizierung von 100'000 Personen in 10 Jahren (09.4214)
- Lohnabzug zur Weiterbildungsfinanzierung (09.4243)
- Qualitätssicherung in der häuslichen Pflege (09.4251)
- Junge Arbeitslose ohne Grundbildung. Schaffung von zusätzlichen Ausbildungsplätzen (09.4255)
- Einen neuen Beruf lernen und so gegen die Arbeitslosigkeit kämpfen (09.4257)
- Berufsbildung und Arbeitslosigkeit. Ungenügende Anstrengungen für die Validierung von Bildungsleistungen? (09.4258)
- Projekt Cambia. Weiterbildung während der Arbeitslosigkeit und berufliche Neuorientierung ermöglichen (09.4281)
- Die Möglichkeiten des Berufsbildungsgesetzes im Rahmen des Arbeitslosenversicherungsgesetzes besser ausnützen (09.4284)
- Ausbau der Ausbildungszuschüsse in der Arbeitslosenversicherung (09.4285)
- Vom Bund geförderte berufsorientierte Weiterbildung mit dem AVIG. Stand der Koordination (09.4287)
PANORAMA.aktuell 2010-04
Die grafisch gestaltete PDF-Version von PANORAMA aktuell finden Sie unter http://panorama.ch/pdf/2010-04DE.pdf, den aktuellen Veranstaltungskalender unter panorama.ch/pdf/Veranstaltungen.pdf
24. 02. 2010
Bildungspolitik
Im November 2009 wurde dem Schweizer Team des Projekts Observal (Aufbau eines europäischen Observatoriums im Bereich Validierung von Bildungsleistungen) im schwedischen Jönköping der Preis für die beste Fallstudie verliehen.
Mehr zum Projekt Observal
Am 15. Februar hat Bundesrat Didier Burkhalter in Brüssel ein bilaterales Bildungsabkommen zwischen der Schweiz und der EU unterzeichnet. Das Abkommen eröffnet der Schweiz die offizielle Teilnahme an den Bildungs-, Berufsbildungs- und Jugendprogrammen der EU. Die EU-Programme "Lebenslanges Lernen" für die Bereiche Bildung und Berufsbildung sowie "Jugend in Aktion" für ausserschulische Jugendaktivitäten fördern die Mobilität von Studierenden zu Ausbildungszwecken, den Austausch von Personen vor oder während dem Erwerbsleben für Berufspraktika sowie Auslandaufenthalte von Jugendlichen für interkulturelle Erfahrungen. Wichtige Massnahmen sind aber auch der Austausch von Informationen und Expertenwissen zur Verbesserung der Aus- und Weiterbildung oder zur verstärkten Zusammenarbeit von schulischen Institutionen und Unternehmen.
Das Abkommen ermöglicht Schweizerinnen und Schweizern einen gleichberechtigten Zugang zu allen Mobilitäts- und Zusammenarbeitsprojekten im Rahmen dieser Programme. Dies beinhaltet auch, dass Projekte von Schweizer Institutionen lanciert und geleitet werden können. Zudem kann die Schweiz die strategische Ausrichtung der Programme in den dafür zuständigen Gremien mitgestalten.
Pressemitteilung
Berufliche Grundbildung
Das BBT hat kürzlich die Verbundpartner über die nächsten Schritte im Projekt "Erarbeitung des Rahmenlehrplans für die Berufsmaturität" informiert: Das Pflichtenheft für die Projektleitung wurde am 2. Februar im Informationssystem über das öffentliche Beschaffungswesen in der Schweiz (Simap) unter der Nr. 445131 publiziert. Spätestens im Mai soll eine Projektleitung eingesetzt sein. Das BBT hat zudem fünf Institutionen eingeladen, bis am 26. März Offerten für das Verfassen eines Gutachtens einzureichen, in dem die aktuellen Erkenntnisse über die Rahmenlehrplan-Reformen ermittelt werden. Schliesslich wird das BBT in den nächsten Wochen die Verbundpartner und die Fachhochschulen bitten, Personen für die geplante 15-köpfige Steuergruppe vorzuschlagen. Die Besetzung wird vom BBT und von der EDK gemeinsam festgelegt.
Ende 2009 ist das nationale Projekt "Validierung von Bildungsleistungen" abgeschlossen worden. Der Leitfaden mit seinen Zusatzdokumenten wurde im Hinblick auf den Regelbetrieb verbundpartnerschaftlich erarbeitet und durch den Steuerungsausschuss als Projektabschluss verabschiedet. Durch die nationale Vernehmlassung (15. Februar bis 14. Mai 2010) sollen nun der überarbeitete Leitfaden und die Zusatzdokumente verifiziert werden. Den Leitfaden und die Zusatzdokumente sowie die Unterlagen zur Vernehmlassung finden Sie hier.
Der Freiburger Lehrbetriebsverbund Fribap wurde vor zweieinhalb Jahren ins Leben gerufen und umfasst heute 27 Lehrbetriebe mit 34 Lernenden in 18 Berufen im Handwerks- und Dienstleistungssektor. Fribap hilft Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Schwierigkeiten bei der Lehrstellensuche und begleitet sie mit gezielten Massnahmen während der ganzen Lehre bis zum erfolgreichen Lehrabschluss. Zudem entlastet Fribap die beteiligten Lehrbetriebe von der Lehrvertragsverantwortung und allen administrativen Arbeiten im Zusammenhang mit der Lehre. Der Verbund wird von Bund und Kanton finanziell unterstützt.
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Hochschulen
Der Bundesrat hat den Konkordatsentwurf der Westschweizer Fachhochschule (Haute école spécialisée de Suisse occidentale HES-SO) genehmigt. Die Genehmigung erfolgte im zweiten Anlauf und war mit einer Auflage verknüpft worden, weil die Führungs- und Organisationsstruktur der HES-SO zuerst nur unzureichend den gesetzlichen Vorgaben entsprach. Der Bundesrat ist nun zum Schluss gekommen, dass die HES-SO mit dem Konkordatsentwurf 2009 erstmals eine neue Richtung in Bezug auf ihre Organisations- und Führungsstruktur einschlägt. Der Bundesrat erwartet nun von der HES-SO bis Ende 2012 einen Bericht über die Implementierung.
Medienmitteilung
Arbeitsmarkt
Nahezu 12 Milliarden Franken haben private Unternehmen in der Schweiz im Jahr 2008 für Forschung und Entwicklung (F+E) im Inland aufgewendet. Dies bedeutet gegenüber dem letzten Erhebungsjahr 2004 eine Zunahme von 2,3 Milliarden oder 24 Prozent. Damit gehört die Schweiz weiterhin zur weltweiten Spitze bei der F+E. Ausserdem hat die schweizerische Privatwirtschaft die Internationalisierung ihres Forschungssystems weiter vorangetrieben. Dies sind die wichtigsten Resultate einer Erhebung, die das Bundesamt für Statistik (BFS) zusammen mit Economiesuisse durchgeführt hat.
Medienmitteilung
Drei Phasen prägen den Schweizer Arbeitsmarkt seit 1920. Die Jahre 1920-1945 sind geprägt durch zwei grosse Wirtschaftskrisen, die die Arbeitslosigkeit emporschnellen liessen. Im Boom zwischen 1946 und 1973 wurde die Arbeitslosigkeit in der Schweiz gleichsam zum Fremdwort. Seit 1974 erlebt die Wirtschaft einen strukturellen Umbruch mit einem stetigen Anstieg der Sockelarbeitslosigkeit. Dieser zeitliche Längsschnitt und seine Hintergründe finden sich in einem Beitrag des Basler Arbeitsmarktfachmanns George Sheldon in der neusten Ausgabe der Zeitschrift "Die Volkswirtschaft".
Ganzer Artikel
175'765 Arbeitslose waren Ende Januar 2010 bei den regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) eingeschrieben, 3'025 mehr als im Dezember 2009. Bezogen auf die Arbeitslosenquote bedeutet dies eine Steigung von 4,4% im Dezember 2009 auf 4,5% im Januar. Gegenüber Januar 2009 erhöhte sich die Arbeitslosigkeit um 47'335 Personen (+36,9%).
Die Jugendarbeitslosigkeit (15- bis 24-Jährige) erhöhte sich um 307 Personen (+1%) auf 29'979, was einen Anstieg um 40,3% gegenüber Januar 2009 entspricht. Die Anzahl Stellensuchende stieg um 1'958 auf 236'317 Personen und fällt damit um 31,1% höher aus als in der Vorjahresperiode.
Medienmitteilung
Anfang Februar sind in Brüssel die Resultate einer mehrjährigen, paneuropäischen Studie zum Fachkräftebedarf vorgestellt worden. Demnach werden in Europa bis ins Jahr 2020 rund 7 Millionen neue Stellen geschaffen werden, wobei vor allem in hochqualifizierten und wissensintensiven Berufen ein Wachstum zu erwarten sei. Die Studie entstand aus dem Projekt Skillsnet unter der Leitung der EU-Berufsbildungsagentur CEDEFOP. Aus Schweizer Sicht wurden die Arbeiten von Ökonomen des Eidgenössischen Hochschulinstituts für Berufsbildung EHB begleitet. Der vollständige Bericht mit länderspezifischen Resultaten wird im Frühling 2010 veröffentlicht.
Informationen zu den Resultaten auf der Webseite des CEDEFOP
Berufliche Integration
Zwischen dem 1. März und dem 31. August 2010 wird die maximale Anzahl Taggelder für den gesamten Kanton Neuenburg von 400 auf 520 erhöht. Dies beschloss kürzlich der Bundesrat, weil die Arbeitslosigkeit in Neuenburg überdurchschnittlich hoch ist. Bisher galt diese Ausnahmeregelung erst für die Bezirke Montagnes neuchâteloises und Val de Travers. Sie betrifft die über 30-jährigen Arbeitslosen, da diese eher Gefahr laufen, langzeitarbeitslos zu werden.
Medienmitteilung
Bestimmte Gruppen von Stellensuchenden
Der Kanton Wallis hat ein Pilotprojekt für die Vermittlung von Langzeitarbeitslosen entwickelt. Beteiligt sind die Dienststelle für Industrie, Handel und Arbeit, die regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) und der Personaldienstleister Adecco. Das Projekt "Neue Chance“ richtet sich an Stellensuchende, die in absehbarer Zeit nicht vermittelt werden können. Während sechs Monaten werden Persönlichkeitsbildung, Coaching bei der Stellensuche, Zugang zu wichtigen Netzwerken und aktive Vermittlung angeboten.
Für mehr Informationen: Martin Kalbermatter, Leiter LAM, 027 606 73 43
Integration von Behinderten und sozial Schwachen
Anfang April 2010 wird in Freiburg ein ungewöhnlicher Schnellimbiss, die "Crêperie Sucrésalé", eröffnet. Sie bietet Menschen mit psychischen Problemen die Möglichkeit, im Berufsleben neu Fuss zu fassen. Die Jugendlichen bereiten sich schrittweise während mindestens drei Monaten auf eine geregelte Tätigkeit vor. Das Projekt basiert auf einer Initiative von Thierry Bourquenod, Direktor der Stiftung St. Louis für psychisch behinderte Erwachsene. Die kantonale IV-Stelle hat mit der Genossenschaft "Sucrésalé" im Rahmen der beruflichen Wiedereingliederung eine Konvention unterzeichnet.
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Arbeitsgestaltung Arbeitszufriedenheit
Gemäss einer kürzlich durchgeführten Umfrage der elektronischen Stellenbörse Monster.ch können sich in der Schweiz 88% der befragten Personen in ihrer Arbeit nicht oder nur beschränkt entfalten. 60% der Befragten wären sogar bereit, für den Traumberuf ihre aktuelle Stelle zu verlassen.... wenn dies die Finanzen erlauben würden. Zudem fehlt einer von fünf Personen die Zeit, die für den Traumberuf erforderlichen Kenntnisse zu erwerben.
7'382 Milliarden Arbeitsstunden sind 2008 in der Schweiz gearbeitet worden, schreibt das Bundesamt für Statistik BFS. das sind 1,8% mehr als im Vorjahr. Sowohl die Zahl der Anstellungen (+2,2%) als auch jene der Arbeitstage (+0,3%) haben zu diesem Wachstum beigetragen. Zwischen 2003 und 2008 hat die tatsächliche wöchentliche Arbeitszeit der Vollzeitbeschäftigten um 11 Minuten auf durchschnittlich 42 Stunden und 4 Minuten zugenommen. Im selben Zeitraum ist die Arbeitsproduktivität je Stunde im Jahresmittel um 1,2% gewachsen. Zwischen 2007 und 2008 stagnierte sie allerdings.
Medienmitteilung
Print- und Online-Angebote
Ein neues Handbuch mit dem Titel "Quels conseils donner aux apprentis allergiques?" (Was ist Lernenden mit Allergien zu raten?) gibt Hausärzten Informationen über das Allergierisiko von Berufen. Sie sollen dadurch besser in der Lage sein, Jugendliche in der Berufswahl oder während der Lehre zu beraten.
Das Schwestermedium des Newsletters PANORAMA.aktuell, die Fachzeitschrift PANORAMA Bildung Beratung Arbeitsmarkt, erscheint am Freitag, 26. Februar, erstmals in neuem Layout und mit erweitertem Inhaltskonzept. Sie wird stärker als bisher einen journalistischen Ansatz verfolgen. Die modulare Heftarchitektur, die verbesserte Leserführung und der Vierfarbendruck sorgen für neue räumliche Verhältnisse und mehr Abwechslung bei der Lektüre.
Eine zentrale Rolle spielt weiterhin der "Fokus-Teil" der Zeitschrift, in dem bereichsübergreifende Themen behandelt werden, und die Ausrichtung als Autorenzeitschrift. PANORAMA ist stolz auf die Beiträge der Experten und Expertinnen in den Fachbereichen und bietet diesen eine Plattform für die Diskussion der Entwicklungen wie auch ihrer Erkenntnisse und Ideen an.
Themenschwerpunkt von PANORAMA 1/2010 (online ab 26. Februar) sind konzeptionelle Veränderungen bei der Beratungsarbeit. Weitere Highlights sind eine Analyse des Bildungsberichts Schweiz 2010 aus Sicht der Berufsbildung, ein Artikel zum Thema Statusvererbung und eine kontroverse Darstelllung des Nutzens von Kurzarbeit. PANORAMA erscheint 6x pro Jahr in deutscher und in französischer Sprache und kostet CHF 92.-.
Mediadaten
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Der Webauftritt des österreichischen Bundesministeriums für Wirtschaft, Familie und Jugend wurde neu gestaltet. Dabei wurden auch die Informationen zum Thema Berufsausbildung ausgeweitet und die Navigation zur Lehrberufsinformation, insbesondere zu den Ausbildungs- und Prüfungsordnungen geändert.
Inserate
Dieses Jahr findet zum dritten Mal die erfolgreiche Begegnungsveranstaltung mit Autorinnen und Autoren des hep verlags statt. Lehrpersonen können aus dem Angebot an Referaten und Workshops auswählen und den kostenlosen Begegnungstag als berufliche Weiterbildung anrechnen lassen. Auf www.hep-verlag.ch finden neben dem detaillierten Programm die Möglichkeit, sich online anzumelden.
Stelleninserate
Das Institut für Berufsfindung, als ein Bereich des Schweizer Paraplegiker-Zentrums (SPZ), hat den Auftrag die berufliche Neuorientierung der Querschnittgelähmten zu fördern und zu unterstützen und sie während der gesamten Rehabilitationszeit in ihrer beruflichen Situation zu beraten und Realisierungsmassnahmen einzuleiten. Wir suchen für diesen Bereich eine/n engagierte/n Berufs- und Laufbahnberater/in (80-100%). Weitere Informationen im Inserat.
Im S&B Institut für Berufs- und Lebensgestaltung übernehmen Sie die Leitung des Bereiches Berufs- und Laufbahnberatung sowie die administrative Leitung des Instituts. Sie beraten und begleiten Jugendliche und Erwachsene bei beruflichen und schulischen Fragestellungen. Dazu bringen Sie eine anerkannte Beratungsausbildung mit und verfügen über Erfahrungen im Bereich Geschäftsführung und Beratung.
Mehr Informationen finden Sie im Inserat oder unter www.s-b-institut.ch
Am Berufsbildungszentrum Wirtschaft, Informatik und Technik leiten Sie ein Team von Fachlehrpersonen und sind am Standort in Willisau verantwortlich für die Führung und Weiterentwicklung des kaufmännischen Bildungs- und Fachbereiches mit 180 Lernenden. Hochschulstudium sowie Lehrdiplom der Sekundarstufe II sind Voraussetzung. Mehr Informationen im Inserat, unter www.stellen.lu.ch oder im Kantonsblatt vom 20.02.2010.
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