Das Projekt, berufliche und berufsübergreifende Kompetenzen junger Erwachsener zu messen und international zu vergleichen (VET-LSA), ist vorerst gescheitert. Das "Berufsbildungs-PISA" genannte Projekt fand nach Auskunft von Gudrun Steeger, Referentin für den Bereich Berufsbildung im deutschen Bundesministerium für Bildung und Forschung BMBF, nur gerade in Deutschland und der Schweiz Zustimmung. Die weiteren interessierten Länder (Dänemark, Finnland, Norwegen, Österreich, Schweden und Slowenien) sähen sich zur Finanzierung nicht in der Lage. Das Projekt hatte zum Ziel, vergleichende Daten in den Berufsfeldern Automobil Mechatronik, Elektrik, Soziales und Gesundheit, Kaufmännisches zu erheben.
Obwohl die angefragten Schweizer Verbände zur Teilnahme bereit gewesen wären, hat sich die Schweiz aufgrund der Situation vom Projekt zurückgezogen. Die Verbände wurden vom BBT informiert. Dieses prüft nun das weitere Vorgehen und wird über allfällige nächste Schritte informieren.
Vgl. dazu die Meldung in bbaktuell vom 11.12.2007.
PANORAMA.aktuell 2009-21
Die grafisch gestaltete PDF-Version von PANORAMA aktuell finden Sie unter http://panorama.ch/pdf/2009-21DE.pdf, den aktuellen Veranstaltungskalender unter panorama.ch/pdf/Veranstaltungen.pdf
24. 11. 2009
Bildungspolitik
An der Sitzung vom 11. November verabschiedete der Bundesrat die Anpassungen in der Verordnung des Eidgenössischen Hochschulinstituts für Berufsbildung EHB. Die Anpassungen erfolgten als Reaktion auf einen Corporate Governance-Bericht, der die rechtliche Konzeption sowie die Steuerung und Beaufsichtigung von Organisationen und Unternehmungen des Bundes untersuchte. Die Änderungen betreffen in erster Linie Bestimmungen über die Unabhängigkeit der einzelnen Organe, die Berichterstattung, die Verwendung der Reserven und die Beaufsichtigung des Instituts durch den Bundesrat.
Weitere Informationen
Der Grosse Rat des Kantons Basel-Stadt hat am 11. November diversen Änderungen im kantonalen Berufsbildungsgesetz zugestimmt. Neu im Gesetz verankert sind die Beratung von Nichtlehrbetrieben auf dem Weg zum Lehrbetrieb, die Einrichtung einer Fachstelle Lehrstellenförderung, die Förderung von Lehrbetriebsverbünden und Lehrwerkstätten und die Durchführung von Lehrstellenkampagnen. Ein jährlicher Lehrstellenbericht soll die aktuelle Situation festhalten. Zudem sollen die Lehrbetriebe finanziell durch den Kanton entlastet werden: durch die Verdoppelung der Beiträge an überbetriebliche Kurse (ÜK) sowie die Übernahme der Material- und Mietkosten bei Lehrabschlussprüfungen. Mit dem Beschluss will der Grosse Rat die Initianten einer Lehrstelleninitiative dazu bewegen, ihren Vorstoss zurückzuziehen. Mit einer Ausnahme wurden alle Forderungen berücksichtigt: Nicht berücksichtigt wurde die Forderung nach einer Arbeitgeberabgabe zur Äufnung eines Berufsbildungsfonds.
Mehr
Berufliche Grundbildung
Parlamentarier/innen aus neun Kantonen fordern in behördlichen Vorstössen eine umfassende Umsetzung des Rechts auf Bildung für Jugendliche ohne geregelten Aufenthaltsstatus. Auch junge Sans-Papiers sollen nach der obligatorischen Schulzeit eine Berufsausbildung absolvieren können. In der Schweiz leben mehrere Tausend Kinder und Jugendliche ohne geregelten Aufenthaltsstatus. Die Schweiz hat mit der Unterzeichnung und späteren Ratifizierung der UN-Kinderrechtskonvention das Recht auf Bildung für alle Kinder anerkannt. Dies schreibt der Verein "Für die Rechte illegalisierter Kinder" in einer Pressemeldung.
Regierungsrat Christoph Eymann und Gewerbeverbandsdirektor Peter Malama ziehen eine positive Bilanz über die Kampagne "Lehrstellen - Basels Zukunft". Von August 2008 bis Oktober 2009 wurden insgesamt 232 neue Ausbildungsbewilligungen erteilt, davon 96 an Firmen, die erstmals ausbilden. Mit 5'452 Lehrstellen wurde ein Höchststand für die letzten 20 Jahre erreicht. Ein Schwergewicht der Kampagne lag auf der Schaffung von Attest-Lehrstellen, von denen in der Stadt nun 401 zur Verfügung stehen. Die Integration aller Jugendlichen in eine nachobligatorische Bildung, auch derjenigen ausländischer Herkunft, wird als Ziel weiterverfolgt. In einer künftigen Kampagne wird der Fokus auf diese Jugendlichen und ihre Eltern sowie auf die Lehrpersonen an der Volksschule gelegt.
Medienmitteilung
2009 haben geringfügig weniger Lernende eine Ausbildung in der Uhrenbranche begonnen. Mit 386 Personen lag die Zahl um 15 tiefer als im Vorjahr. Gleichzeitig wurden im laufenden Jahr deutlich mehr Fähigkeitszeugnisse ausgestellt. Von 206 im Jahr 2008 stieg die Zahl auf 270 (+31 Prozent).
Pressemitteilung mit Statistiken (in Französisch)
Die Verordnungen über die berufliche Grundbildung für Keramiker/in, Plattenleger/in EFZ und Plattenlegerpraktiker/in EBA sind bis am 19. bzw 26. Februar 2010 in der Vernehmlassung. Die entsprechenden Unterlagen finden sich auf der Website des BBT.
Der Kanton Genf lanciert ein Programm, mit dem Lehrbetriebe von administrativen und organisatorischen Aufgaben entlastet werden. Externe Verantwortliche des "Interface Entreprises" kümmern sich um Rekrutierung, Anstellung und Integration der Lernenden, um die Beziehungen zur Schule, zu Behörden, zu den Eltern und zu psychosozialen Anlaufstellen. Einzig die praktische Ausbildung liegt in der Verantwortung des Betriebs. Das Programm richtet sich vorerst an rund 50 Betriebe, die zweijährige Lehren (EBA) anbieten.
Für weitere Informationen: Grégoire Evéquoz, Generaldirektor des OFPC, 022 388 44 25, gregoire.evequoz@etat.ge.ch
Am 12. November hat der Lehrbetriebsverbund Centre d'apprentissage de l'Arc jurassien (CAAJ) neue Räumlichkeiten in La Chaux-de-Fonds eröffnet. Der CAAJ bezweckt, das Angebot der Lehrstellen für Mechanikerberufe zu vergrössern. Bisher beteiligen sich zehn Betriebe aus dem Kanton Neuenburg am Netzwerk, das den Beteiligten administrative und finanzielle Erleichterungen bietet. Seit August 2009 werden im Rahmen des Verbunds 37 Lernende ausgebildet. 2011 sollen mindestens 48 Lehrstellen angeboten werden.
Mehr (in Französisch)
Weiterbildung
Der Vorstand der EDK hat Ende Oktober ein "Profil für Zusatzausbildungen Schulleitung" verabschiedet. Darin werden Mindestanforderungen für die Ausbildung zur/zum "Schulleiter/in EDK" festgelegt (Zulassungsbedingungen, Inhalte, Umfang). Am EHB, das als einzige Schule eine auf Berufsfachschulen zugeschnittene Ausbildung anbietet, reagiert man gemäss Susann Siegfried, Regionale Leiterin Weiterbildung, mit Interesse auf das neue Profil. Der EHB-Schulleiter (Diploma of Advanced Studies im Rahmen von 30 ECTS) entspreche aber bereits heute weitgehend dem geforderten Profil.
Mehr
Erwerbstätige und Arbeitgeber geben in der Schweiz jährlich etwas mehr als 5,3 Milliarden Franken für Weiterbildungen aus. Das zeigt eine Hochrechnung, die auf Daten der Schweizerischen Arbeitskräfte-Erhebung (SAKE) und einer Umfrage bei Weiterbildungsanbietern beruht. Je nach Branche, Firmengrösse, Hierarchiestufe und Geschlecht werden die Erwerbstätigen vom Arbeitgeber in unterschiedlichem Mass bei ihrer Weiterbildung unterstützt. Die Zeitschrift "Schweizer Arbeitgeber" hat in einem Beitrag von Prof. Stefan Wolter weitere Details zur Studie publiziert.
Eine andere, an der Fachhochschule St. Gallen verfasste Studie von Prof. Lukas Andreas Scherer, weist eine stabile Weiterbildungsnachfrage trotz Wirtschaftsflaute nach.
Mehr
Erster Arbeitsmarkt
Die im November 2007 lancierte Kampagne des Bundes gegen Schwarzarbeit zeigt Wirkung. Es ist gelungen, das Wissen über Schwarzarbeit bei den anvisierten Zielgruppen zu verbessern und die Meinungen in der Bevölkerung über die Konsequenzen von Schwarzarbeit zu beeinflussen. Das zeigt eine kürzlich publizierte Evaluationsstudie des Forschungsinstituts GFS Bern. Ein Erfolgsausweis sind auch die über 12'000 neuen Anmeldungen im vereinfachten Abrechnungsverfahren bei den kantonalen AHV-Stellen. Zudem sind in den bald zwei Jahren seit der Einführung des Bundesgesetzes über Massnahmen zur Bekämpfung der Schwarzarbeit (BGSA) in allen Kantonen insgesamt mehr als 35'000 Arbeitgebende und Arbeitnehmende durch rund 60 Inspektoren überprüft worden.
Medienmitteilung
5823 Franken - so viel betrug 2008 der Medianlohn in der Schweiz. Konkret heisst dies: Die Hälfte der Beschäftigten verdiente mehr, die andere Hälfte weniger als diese Summe. Dabei hat das Lohngefälle zwischen den Branchen gegenüber 2006 zugenommen. Am höchsten waren die Saläre bei den Bankangestellten (9127 Franken). Am unteren Ende der Lohnskala finden sich die persönlichen Dienstleistungen (3683 Franken). Dies geht aus der schweizerischen Lohnstrukturerhebung 2008 des Bundesamtes für Statistik hervor. Unter den Wirtschaftsregionen liegt Zürich an der Spitze, der Kanton Tessin am Ende der Lohnhierarchie.
Medienmitteilung
Eine Umfrage der Fachhochschule Westschweiz (HES-SO) bei über 1700 Institutionen aus dem Sozialbereich in der Romandie ergab, dass die Nachfrage nach qualifiziertem Personal das Angebot übersteigt. Das gilt für alle Abschlussniveaus, einschliesslich der ersten Fachleute Betreuung EFZ, die zur Zeit der Umfrage neu in den Arbeitsmarkt eintraten. Die Arbeitgeber sehen voraus, dass die Zahl der Stellen im Jahr 2010 weiter ansteigt.
Pressemitteilung und Bericht (in Französisch)
Beratung und Vermittlung Arbeitsmarkt
Bezügerinnen und Bezüger von Arbeitslosengeldern sind mit den Dienstleistungen der Arbeitslosenkassen zufrieden. Das hat eine Umfrage ergeben, die das Seco im Frühling 2009 durchführen liess. Die Beratung wird von 77 Prozent der Befragten als gut bis sehr gut bewertet. Rund 85 Prozent würden die gleiche Kasse wieder wählen. Bezügerinnen und Bezüger von Arbeitslosengeldern legen besonders Wert auf Regelmässigkeit, Schnelligkeit und Korrektheit der Auszahlungen, rechtzeitige Zustellung von Unterlagen, Übersichtlichkeit und Verständlichkeit der Abrechnung sowie Informationen, Beratung und Freundlichkeit.
Medienmitteilung Seco
Wie zuvor bereits in den Kantonen Neuenburg und Jura wird nun auch in der Waadt die Berechtigungsdauer für Arbeitslosen-Taggelder von 400 auf 520 Tage erhöht. Die Erhöhung gilt ab dem 1. Dezember 2009 bis 31. Mai 2010 und betrifft über 30-jährige Arbeitslose. Sie soll deren erhöhtes Risiko, langzeitarbeitslos zu werden, minimieren. Diese Massnahme hat der Bundesrat in seiner Sitzung vom 11. November 2009 beschlossen. Der Bundesrat kann in einem Kanton oder in einem Teilgebiet davon die Höchstzahl der Taggelder für höchstens sechs Monate um 120 erhöhen, wenn die nationale Arbeitslosenquote deutlich überstiegen wird und durchschnittlich mindestens 5 Prozent erreicht.
Medienmitteilung Seco
Arbeitsgestaltung Arbeitszufriedenheit
Der Bundesrat hat zwischen dem 1. Juli 2008 und dem 1. Juli 2009 31 Gesamtarbeitsverträge (GAV) auf Bundesebene allgemeinverbindlich erklärt. Das bedeutet, dass der GAV für alle Betriebe einer Branche verbindlich ist, selbst wenn sie nicht Mitglied des Berufsverbands sind. Insgesamt waren schweizweit 58 888 Arbeitgebende und 580 884 Arbeitnehmende einem allgemeinverbindlichen GAV unterstellt. Die bedeutendsten allgemeinverbindlich erklärten GAV betreffen das Gast- sowie das Bauhauptgewerbe. Sie allein umfassen rund 33 315 Arbeitgebende und 290 570 Arbeitnehmende.
Meldung in "Die Volkswirtschaft"
Print- und Online-Angebote
Der Kanton Freiburg hat im Internet ein "Wiederankurbelungs-Portal" eröffnet. Es handelt sich dabei um eine Anlaufstelle, die Unternehmen und Privatpersonen zu Fragen berät, die sich im Zusammenhang mit den vom Kanton beschlossenen 24 Wiederankurbelungsmassnahmen stellen.
Pressemitteilung
Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) gibt jährlich ein Verzeichnis der anerkannten Ausbildungsberufe heraus. Die soeben erschienene Ausgabe 2009 wurde überarbeitet. Die gedruckte Ausgabe wurde zur besseren Übersichtlichkeit von fast 600 auf rund 350 Seiten reduziert. Sie wird vom W. Bertelsmann Verlag, Bielefeld, herausgegeben (ISBN: 978-3-7639-4227-5).
Inserate
Welches sind die zentralen Faktoren des beruflichen Orientierungsprozesses? Wie zufrieden sind Lehrlinge mit ihrer Berufswahl und in der Berufslehre? Welche Art von Kompromissen müssen die Jugendlichen beim beruflichen Entscheidungsprozess eingehen? Auf diese und weitere Fragen gibt das Buch in getrennt lesbaren Kapiteln Auskunft. Weitere Informationen finden sie unter www.hep-verlag.ch oder hier.
Kompetente Fachleute in Gesundheitsberufen sind auch künftig gefragt!
Das Departement Gesundheit der ZHAW bietet Aus- und Weiterbildungen an in den Bereichen
- Ergotherapie
- Hebamme
- Pflege
- Physiotherapie
Weitere Informationen zu unseren Studiengängen und Weiterbildungen sowie Daten von Infoveranstaltungen erhalten Sie unter www.gesundheit.zhaw.ch, info.gesundheit@zhaw.ch, Telefon 058 934 63 02 oder hier.
Stelleninserate
Im Rahmen eines bis Ende 2012 vom Bund unterstützten Projekts hat die Bildungsdirektion des Kantons Zürich den Auftrag, ein "Case Management Berufsbildung" im Kanton Zürich aufzubauen. Zuständig für das Projekt ist das Amt für Jugend und Berufsberatung (AJB) in Zusammenarbeit mit dem Mittelschul- und Berufsbildungsamt (MBA).
Das MBA sucht deshalb per 1. Februar 2010 eine/n Case Manager/in in der beruflichen Grundbildung. Weitergehende Informationen entnehmen Sie bitte dem Inserat.
Die etablierten, stark nachgefragten Dienstleistungen des Eidgenössischen Hochschulinstituts für Berufsbildung (EHB) im Bereich der Berufsreformen werden 2010 unter das Dach eines neuen Kompetenzzentrums gestellt. Gestalten Sie mit uns die Zukunft! Schauen Sie sich das ganze Inserat an.
Archiv
PANORAMA.aktuell
2010
15 14 13 12 11 10 09 08 07 06 05 04 03 02 01
2009
22 21 20 19 18 17 16 15 14 13f 13 12 11 10 9 8 7 6 5 4 3 2 1
bbaktuell
2008230 229 228 228 228 227 226 225 224 223 222 221 220 219 218 217 216 215 214 213 212 211 210 209 208
bbaktuell
2007207 206 205 204 203 202 201 200 199 198 197 196 195 194 193 192 191 190 189 188 187 186 185 184
2006
183 182 181 180 179 178 177 176 175 174 173 172 171 170 169 168 167 166 165 164 163 162 161 160
2005
159 158 157 156 155 154 153 152 151 150 149 148 147 146 145 144 143 142 141 140 139 138 137 136
2004
135 134 133 132 131 130 129 128 127 126 125 124 123 122 121 120 119 118 117 116 115 114 113 112
2003
111 110 109 108 107 106 105 104 103 102 101 100 99 98 97 96 95 94 93 92 91 90 89
2002
88 87 86 85 84 83 82 81 80 79 78 77 76 75 74 73 72 71 70 69 68 67 66 65
2001
64 63 62 61 60 59 58 57 56 55 54 53 52 51 50 49 48 47 46 45 44 43 42 41
2000
40 39 38 37 36 35 34 33 32 31 30 29 28 27 26 25 24 23 22 21 20 19 18 17 16
1999
15 14 13 12 11 10 09 08 07 06 05 04 03 02 01


