Im Kanton St. Gallen wurde die Initiative "zur Schaffung eines kantonalen, branchenübergreifenden Berufsbildungsfonds (Lehrstelleninitiative)" am 27. September mit 37.4% JA gegen 62.6% NEIN abgelehnt. Details zur Initiative: www.ratsinfo.sg.ch > Lehrstelleninitiative
PANORAMA.aktuell 2009-17
Die grafisch gestaltete PDF-Version von PANORAMA aktuell finden Sie unter http://panorama.ch/pdf/2009-17DE.pdf, den aktuellen Veranstaltungskalender unter panorama.ch/pdf/Veranstaltungen.pdf
29. 09. 2009
Bildungspolitik
Wie bereits im letzten Newsletter berichtet, haben die Akademien der Wissenschaften ein (Weissbuch) zur Zukunft des Schweizer Bildungswesens herausgegeben, in dem die berufliche Grundbildung äusserst kurz und die höhere Berufsbildung überhaupt nicht erwähnt wird. Im Rahmen einer Tagung der Akademie der technischen Wissenschaften, die die Federführung bei der Ausarbeitung des Weissbuchs hatte, wurde es diskutiert und dabei äusserst kritisch aufgenommen, vgl. den Bericht zur Tagung und die Handouts.
George Sheldon, Leiter der Forschungsstelle für Arbeitsmarkt- und Industrieökonomik an der Universität Basel, sieht einen fallenden Bedarf an Lehrabsolventen als Folge der Verlagerung hin zu Dienstleistungsberufen. Die Arbeitgeber würden verstärkt auf Absolvierende schulischer Berufsausbildungen setzen. Der Autor beschreibt in seinem Beitrag auch mögliche Szenarien für die Zukunft der Berufslehre.
Urs Kiener, Kiener Sozialforschung, Winterthur, betrachtet die Fähigkeit zur Mobilität als zentralen Aspekt in Bezug auf die Tertiarisierung der Arbeitswelt. Er beleuchtet in diesem Zusammenhang unter anderem die Konzepte Wissensgesellschaft und Lebenslanges Lernen.
Zum Thema "Theriarisierung" sind bereits vier Dokumente erschienen, weiter folgen, vgl. die Übersicht.
Übergänge
Die Bildungs- und Kulturdirektion Uri lancierte im Herbst 2008 die Kampagne MY TOP JOB, die das Berufswahl-Spektrum der Jugendliche erweitern soll. Heute entscheidet sich die Hälfte der jungen Frauen für lediglich vier Berufe. Die jungen Männer sollen vermehrt auf Berufe im Gesundheitswesen und im Unterricht aufmerksam gemacht werden. Im Frühling 2010 wird das eigens für die Oberstufe konzipierte Theaterstück „Annete & Andreas“ mit Anregungen zur Berufswahl an den Schulen aufgeführt.
Informationen zur Kampagne
Berufliche Grundbildung
Die Lehrwerkstätte Freiburg hat eine Abteilung für Gestaltung und visuelle Kommunikation eröffnet. Dies nachdem der Kanton letztes Jahr die Ausbildungsgänge für Multimediagestalter/innen von der finanziell angeschlagenen Privatschule EMAF (école de mutimedia et d'art de Fribourg) übernommen hat. Die Lehrwerkstätte verfügt nun über vier Bildungsabteilungen, die neue Namen erhalten haben: eikonEMF - Gestaltung und visuelle Kommunikation, ergonEMF - Industrietechnologien, logusEMF - Information und Informaitonstechnologien, scolaEMF - Berufsmaturität.
Weitere Informationen
Die ETH Zürich konnte in ihren Betrieben auf Beginn Sommer 2009 55 Lehrstellen besetzen, vorzugsweise in Laborberufen (versch. Richtungen), Polymechanik, Informatik, Kaufmann/Kauffrau. Es trafen 1150 Bewerbungen ein, wovon gemäss Urteil des Leiters Berufsbildung ETH rund zwei Drittel den Anforderungen der Ausbildung genügt haben. Dieses Bild entspricht etwa den Zahlen des Vorjahres.
Der Freiburger Staatsrat hat beschlossen, während der Schuljahre 2009-10 und 2010-11 einen grösseren Teil der Kosten der überbetrieblichen Kurse zu übernehmen. Entlastet werden damit die Lehrbetriebe, deren Anteil von 75 auf 55% vermindert wird. Diese Massnahme führt zur Verdoppelung der kantonalen Subvention. Der Kanton wird seinen Betrag direkt an den Betrieb ausrichten.
Weitere Informationen
Die Verordnungen über die berufliche Grundbildung Fahrzeugschlosser/in EFZ und Glasmaler/in EFZ treten am 1. Januar 2010 in Kraft. Die Unterlagen dazu sind später auf der Website des BBT verfügbar. Die Bildungspläne werden auf folgende Internetseiten publiziert:
Schweizerischer Carroserieverband VSCI und Schweizerischer Fachverband für Glasmalerei
Die Verordnungen über die berufliche Grundbildung für Fachfrau/Fachmann Kundendialog EFZ, Industriepolster/in EFZ, Maurer/in EFZ sowie Baupraktiker/in EBA sind bis am 17. Dezember bzw. bis am 31. Dezember 2009 in der Vernehmlassung. Die entsprechenden Unterlagen sind bereits oder werden demnächst auf der Website des BBT aufgeschaltet.
In Österreich brechen Jugendliche mit Migrationshintergrund ihre Lehre überdurchschnittlich oft ab. Ein Grund dafür sind die mangelhaften Kenntnisse der Jugendlichen und ihrer Eltern über Ausbildungsmöglichkeiten und Arbeitsmarkt, wie einer Studie des Arbeitsmarktservice (AMS) zu entnehmen ist. Viele Jugendliche mit Migrationshintergrund bezweifeln zudem den Vorteil einer längeren Schul- oder Berufsausbildung und verzichten deshalb darauf.
Auch in der Schweiz brechen ausländische Jugendliche die Lehre überdurchschnittlich häufig ab, vgl. u.a. eine der Untersuchungen des Projekts LEVA.
Mittelschulen
Ende August 2009 tagte erstmals die Schweizerische Mittelschulämterkonferenz (SMAK), eine neue Fachkonferenz der EDK. Die SMAK berät die EDK in Fragen der Mittelschulen und stellt den Informationsaustausch unter den Kantonen sicher. Folgende Personen sind im Vorstand vertreten: Kathrin Hunziker (AG, Präsidentin), Séverin Bez (VD), Marc Kummer (ZH), Peter Lütolf (OW), Christoph Mattle (SG), Theo Ninck (BE), Daniel Pilly (GE) und Renato Vago (TI).
Mehr
Erster Arbeitsmarkt
Trotz Krisen sind in der Schweiz 2009 die Basislöhne bei den IT-Berufen gegenüber dem Vorjahr um 2,7% gestiegen. Ihr Median beträgt 115'000 Franken pro Jahr. Umgekehrt sind die Einkommen beim so genannten Marktsalär, welches nur die Neueinstellungen berücksichtigt, um rund 3% zurückgegangen. Diese Zahlen gehen aus der Salärumfrage des Schweizerischen Verbandes der Informations- und Kommunikationstechnologie (SwissICT) hervor. (Stichtag 1. Mai 2009).
Pressemitteilung
In der Schweiz hat sich die Rezession im 2. Quartal verlangsamt, und für das zweite Halbjahr kündigt sich eine positive Wende an. Trotz dieser ersten kräftigen Aufwärtsbewegung wird für das 2010 mit einer Abschwächung der internationalen Konjunktur und für die Schweiz mit einem kleinen BIP-Wachstum (+0,4% anstatt -0,4%) gerechnet. Düster bleiben die Aussichten auf dem Arbeitsmarkt. Die Beschäftigung dürfte weiter zurückgehen und erst im späteren Jahresverlauf 2010 wieder leicht zunehmen. Es wird mit einem Anstieg der Arbeitslosenquote auf 5,2% im Jahresdurchschnitt 2010 gerechnet werden.
Medienmitteilung SECO
Arbeitsmarktmassnahmen
Wie finden Jugendliche, die nach der Lehre keine Stelle finden ein Berufspraktikum? Seit kurzem geht der Kanton Solothurn diesbezüglich neue Wege. Er unterstützt in einer neu geschaffenen Praktikawerkstatt jugendliche Stellensuchende beim Finden eines Praktikumsplatzes, indem er eine moderne Büroinfrastruktur zur Verfügung stellt. Zusammen mit einem erfahrenen Coach kontaktieren sie dort geeignete Praktikumsbetriebe.
Weitere Informationen
Die Eidgenössische Kommission für Kinder- und Jugendfragen (EKKJ) ist besorgt über den Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit, vor allem bei 20- bis 24-Jährigen. Sie empfiehlt, Massnahmen zu verstärken, die es den jungen Arbeitslosen erlauben, ihre Ausbildung abzuschliessen. Weiter warnt die Kommission vor der gegenwärtigen Vermehrung von Berufspraktika. Dies berge die Gefahr von Billiglöhnen und es drohe eine "Berufspraktikumsfalle". Jugendliche dürften nicht die Hauptopfer der Revision des Arbeitslosenversicherungsgesetzes sein.
Pressemitteilung
Beratung und Vermittlung Arbeitsmarkt
Das Projekt „Mentoring für Migranten“ unterstützt qualifizierte Personen mit Migrationshintergrund bei der Stellensuche. Getragen wird dieses Angebot von den Wirtschaftskammern Österreichs (WKÖ), dem Arbeitsmarktservice (AMS) und dem Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF). Das Projekt helfe langfristig den Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften zu decken, erklärt WKÖ-Generalsekretärin Anna Maria Hochauser. Beim Mentoring geht es primär darum, den Migrationshintergrund als Ressource zu erkennen und berufliche Netzwerke aufzubauen. Bisher haben sich in Wien und Oberösterreich 200 Mentoringpaare gebildet.
Pressemitteilung
Im Frühjahr 2009 hat die SAD, die Swiss Academy for Development, in Zürich und Biel Roundtables zum Umgang mit kultureller Vielfalt bei der Lernenden-Selektion und im Betrieb organisiert. Daraus ist ein Bericht entstanden, der einen ganzen Strauss an Ergebnisse und Empfehlungen an alle am System beteiligten Akteure enthält.
Arbeitsgestaltung Arbeitszufriedenheit
Ferienbilder archivieren, eine persönliche Website programmieren, eine Dissertation korrekturlesen – solche und unzählige andere Aufgaben werden in Deutschland von Online-Jobbern übernommen. Das Prinzip ist einfach. Privatpersonen geben ihren Auftrag auf der Website mit dem Termin der Fertigstellung und der Bezahlung ein. Der potenzielle Online-Jobber bewirbt sich danach um die Aufgabe mit Angaben zur Person und Qualifikation. Sobald der Job erledigt ist, sendet die Jobberin/der Jobber das Resultat über die Plattform direkt zurück. Seit dem Start im Mai 2009 haben 450'000 Online-Jobber auf www.loomondo.de zugegriffen.
Print- und Online-Angebote
Das BBT hat die Informationen im Bereich Internationales auf seiner Website aktualisiert.
Auf der SBBK-Website, welche seit Juni 2009 online ist, findet man jeweils die aktuellen Kurznachrichten des SBBK-Vorstands und der Plenarversammlungen. Die Kurznachrichten sind als Information für die Mitarbeiter/innen der kantonalen Berufsbildungsämter, des BBT und der Organisationen der Arbeitswelt gedacht. Ziel der Kurznachrichten ist es, aktuelle Entscheide und wichtige Informationen schnellst möglich zu kommunizieren.
Zu den Kurznachrichten
Vieles ist neu in der beruflichen und akademischen Aus- und Weiterbildung - oder wird zumindest anders bezeichnet. Die Broschüre "Ordnung im Kürzelwirrwarr" von KV Schweiz und dem Netzwerk Berufsbildung der Arbeitnehmenden ist ein hilfreiches und übersichtliches Glossar der wichtigsten Abkürzungen.
Personen und Institutionen
Hugo Barmettler (63) tritt auf 1. Oktober 2009 die Nachfolge von Serge Imboden an. Als Berufsbildungschef gehört Hugo Barmettler der Geschäftsleitung des BBT im Rang eines Vizedirektors an. Er ist zurzeit stellvertretender Leiter des Leistungsbereichs Berufsbildung und Leiter des Ressorts Grundsatzfragen und Politik (G&P). Er ist seit 1992 in der Berufsbildung tätig, zuerst im Schweizerischen Institut für Berufspädagogik SIBP und seit 1998 im BBT. Er war von Anfang an an der Redaktion des heutigen Berufsbildungsgesetzes beteiligt.
Pressemitteilung
Liebe Leserinnen und Leser
Mit diesem Newsletter verabschiede ich mich von Ihnen.
Den Newsletter gibt es seit 1998. Seither wurden 255 Ausgaben mit 4700 Meldungen publiziert, vgl. die Entwicklung des Verbunds. Viele haben mitgewirkt, insbesonders Annemarie Abbondio, Martin Saxer, Loredana Usai, Daniel Fleischmann, Peter Müller, Jacques Amos, Josette Fallet, Rosmarie Hofmann, Viktor Moser, Sara Reist, Diana Hausammann und Mitarbeitende des SDBB. Die Zahl der Abonnemente ist von wenigen Dutzend auf 5800 gestiegen, die Leserschaft dürfte heute gegen 10'000 Personen betragen.
Wie bereits mitgeteilt übernimmt am 1. Okober Michael Fritschi, SDBB, die Verantwortung für den Fachverbund PANORAMA und damit auch für die Redaktion des Newsletters. Produktion und Inserateverwaltung liegen noch bis Ende Jahr bei uns und gehen dann ebenfalls an das SDBB.
Ich bedanke mich bei meinen Mitarbeitenden für ihr Engagement und ihr Mitdenken, den zuständigen Behörden für ihr Wohlwollen und die Finanzierung der Arbeiten und Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, für Ihr Interesse. Meinem Nachfolger wünsche ich gutes Gelingen und Spass an der Arbeit.
Emil Wettstein
Berufsbildungsprojekte Dr. Emil Wettstein GmbH
Der Regierungsrat hat Yvonne Slongo als neue Vorsteherin des Amts für Berufsbildung und Mittelschulen gewählt. Sie ersetzt Peter Tresoldi, der auf dem 31. Dezember 2009 seine Kündigung eingereicht hat, um sich selbständig zu machen.
Pressemitteilung
Inserate
Eine schöne Darstellung genügt nicht: Damit Texte verständlich sind, müssen auch Wortwahl, Satzbau und Aufbau stimmen. Dieser Ratgeber gibt praxisorientierte Tipps, um eigene Texte gezielt zu verbessern. Weitere Informationen finden Sie unter www.hep-verlag.ch oder hier
Stelleninserate
Das biz Winterthur ist ein vom Kanton Zürich und von den Gemeinden der Bezirke Winterthur und Andelfingen getragenes Dienstleistungszentrum. Es erbringt Beratungen und Realisierungsunterstützung sowie Veranstaltungen für die Bevölkerung im Bereich der Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung. Per 1. Juli 2010 oder nach Vereinbarung suchen wir eine Führungspersönlichkeit für die Leitung des biz Winterthur mit seinen über 20 Mitarbeitenden. Sie verfügen über einen BBT-anerkannten Abschluss in Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung oder einer gleichwertigen Ausbildung auf Hochschulstufe.
Ausführliche Informationen im Stelleninserat
Die Schweizerische Berufsbildungsämter-Konferenz (SBBK) sucht per 1. Januar 2020 oder nach Übereinkunft eine/n Berufsbildungsfachmann/Berufsbildungsfachfrau. Im Zentrum der Aufgaben stehen das Bearbeitung von Dossiers in Zusammenhang mit der Umsetzung des Berufsbildungsgesetzes auf der nationalen und interkantonalen Ebene und die Entwicklung, Bearbeitung und Führung von Projekten im Bereich der beruflichen Grundbildung, der höheren Berufsbildung und der Weiterbildung.
Ausführliche Informationen im Inserat
Für Auskünfte steht Ihnen Jean-Daniel Zufferey, 031 309 51 68, zufferey@edk.ch, zur Verfügung.
Die Dienststelle Berufs- und Weiterbildung des Kantons Luzern sucht eine/n Leiter/in für die fachliche und personelle Führung der Abteilung.
Mehr Informationen im Stelleninserat sowie unter www.stellen.lu.ch oder im Kantonsblatt vom 26.09.2009.
Die Abteilung Weiterbildung der Erziehungsdirektion des Kantons Bern sucht einen Erwachsenenbildner (männlich) zur Ergänzung des Kursleitungsteams der zebra-Kurse. Sie erfüllen das Anforderungeprofil des SVEB an Dozierende in AdA-Modulen, leiten selbständig im Auftragsverhältnis Kurse und sind bereit zur Zusammenarbeit im Team. Schriftliche Bewerbungen sind einzureichen bis am 30. Oktober 2009.
Kontakt: brigitte.arn@erz.be.ch, Tel. 031 633 84 76
Mehr Informationen im Stelleninserat
Archiv
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64 63 62 61 60 59 58 57 56 55 54 53 52 51 50 49 48 47 46 45 44 43 42 41
2000
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