Der tertiäre Sektor der Wirtschaft, der Dienstleistungsbereich, wächst, der sekundäre (Handwerk und Industrie) stagniert. Im Letzteren werden aber nach wie vor mehr Jugendliche ausgebildet als im Dienstleistungsbereich. Es besteht ein Ungleichgewicht von Ausbildungsplätzen und der Nachfrage des Arbeitsmarktes. Auch scheinen im dritten Sektor besonders oft Jugendliche Fuss zu fassen, die eine rein schulische Ausbildung durchlaufen haben. Ist dies ein Zeichen für eine Fehlentwicklung im Berufsbildungssystem?
PANORAMA.aktuell hat Fachleute eingeladen, sich zu dieser Frage zu äussern. Der Beitrag von Jürg Schweri, Senior Researcher am EHB, und André Zbinden, Senior Project Manager am EHB, kann hier abgerufen werden. Weitere Beiträge, u.a. von Wissenschaftlern wie Rolf Dubs und Vertretern der Sozialpartner folgen in den nächsten Monaten. Sobald sie greifbar sind werden sie auf der Website http://www.panorama.ch angezeigt. Leserinnen und Leser sind eingeladen, sie dort zu kommentieren.
PANORAMA.aktuell 2009-14
Die grafisch gestaltete PDF-Version von PANORAMA aktuell finden Sie unter http://panorama.ch/pdf/2009-14DE.pdf, den aktuellen Veranstaltungskalender unter panorama.ch/pdf/Veranstaltungen.pdf
07. 07. 2009
Bildungspolitik
26,8 Milliarden Franken wendeten Bund, Kantone und Gemeinden im Jahr 2006 für Bildungszwecke auf. Davon profitieren konnten 1,4 Millionen Schülerinnen, Schüler und Studierende. Nach der sozialen Wohlfahrt mit 20,7% ist die Bildung der wichtigste Budgetposten der öffentlichen Hand (18,9%).
Weitere Kennzahlen zur Finanzierung des Bildungswesens in der Publikation "Öffentliche Bildungsausgaben 2006" des Bundesamt für Statistik
An der Jahrestagung der Schweizerischen Berufsbildungsämter-Konferenz hat sich die Präsidentin der EDK, Staatsrätin Isabelle Chassot, Erziehungsdirektorin des Kantons Freiburg, zu verschiedenen Berufsbildungsfragen geäussert. Namentlich bedauerte sie, dass der Bundesrat den fertigen Bericht über den Handlungsbedarf im Bereich der Weiterbildung weder verabschiedet noch veröffentlicht hat: "Dieser Entscheid des Bundesrates macht etwas ratlos, weil er keine Perspektive beinhaltet."
Rede im Wortlaut
Berufliche Grundbildung
In der Berufsbildung führt Intelligenz alleine nicht zum Erfolg. Ohne eine gute Motivation und ein förderndes Umfeld ist keine Leistungsexzellenz möglich. Die Studie "Hochbegabt und nur Lehrling?" zeigt, dass viele hochbegabte Jugendliche ihren "Vorsprung" im Laufe der Lehre einbüssen. Margrit Stamm, die Autorin der Studie, fordert eine Begabtenförderung im Duopack: die Etablierung von Fördermassnahmen in Lehrbetrieben und Berufsfachschule.
Mehr in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Panorama
Bezug des Heftes und Abonnentmentsbestellungen: www.panorama.ch
Über 750 Lernende aus 25 Berufsfachschulen, Betrieben und Ausbildungszentren haben im Schuljahr 2008/09 am Projekt Klimawerkstatt von myclimate (vgl. Panorama.aktuell 2009-07) teilgenommen. Am 19. Juni wurden die vier Siegerprojekte (in den Kategorien Energie, Erfinder, Sensibilisierung und Planung) von der Jury geehrt und der Öffentlichkeit vorgestellt.
Medienmitteilung
Der Verband der "Sozialen Institutionen für Menschen mit Behinderung in der Schweiz" (INSOS) ist überzeugt, dass die Anforderungen der zweijährigen beruflichen Grundbildung (EBA) für eine wachsende Zahl von Jugendlichen zu hoch sind. Im Nachteil seien insbesondere Menschen mit schwerer Behinderung. Verschiedene Verbände im Behindertenbereich fordern in einem Positionspapier unter anderem eine Bildungsstufe "unterhalb" des Attests.
Der Bundesrat hat sich in Beantwortung eines parlamentarischen Vorstosses von Nationalrätin Chantal Galladé gegen eine "Attestlehre light" ausgesprochen.
Vorstoss und Antwort des Bundesrats
Der Kanton Jura startet einen Pilotversuch "case management". Ziel ist es, dass auch gefährdete Jugendliche einen Berufsabschlusses schaffen. Zu diesem Zweck wurde Ana Laura Krähenbühl als "case manager" im Berufs-, Studien- und Laufbahnzentrum eingestellt.
Pressemitteilung (nur Französisch)
Die Lehrbetriebe müssen auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten sicherstellen, dass Lernende in Lehrverhältnissen während der Kurzarbeit durch eine/n Berufsbildner/in betreut werden. Im Kanton Luzern helfen die Ausbildungsberater/innen der Dienststelle Berufs- und Weiterbildung im Rahmen von Beratungsgesprächen und bei der Planung spezieller Ausbildungsprogramme. Es werden auch Adressen möglicher Betriebe für eine überbrückende Ergänzungsausbildung vermittelt.
Merkblatt
Die unteren und oberen zehn Prozent der leistungsschwachen und leistungsstarken Auszubildenden liegen im dritten Ausbildungsjahr um bis zu zwei Ausbildungsjahre auseinander. Das ist eines der Ergebnisse eines "Mini-Berufsbildungs-PISA", das die Universität Bremen veröffentlicht hat. (Zwischenbericht und Zusammenfassung der Studie).
Gemäss Claudia Zahner (BBT) entscheidet die Schweiz bis Ende Jahr, ob sie an einem in Europa geplanten Pisa-Test zur Berufsbildung teilnimmt, wie der deutschen "Wirtschaftswoche" zu entnehmen ist. Bisher sind Deutschland, Schweden, Norwegen, Dänemark, Finnland, Österreich und Slowenien an einer Teilnahme interessiert.
Mittelschulen
Am 26. Juni hat der Vorstand der EDK die Ausweise der Fachmittelschulen des Kantons Wallis anerkannt. Damit sind sämtliche FMS-Ausweise der 61 Fachmittelschulen der Schweiz anerkannt.
Der FMS-Ausweis ermöglicht den direkten Zugang zu einer Ausbildung an einer höheren Fachschule, insbesondere in den Berufsfeldern Gesundheit, Soziales und Tourismus. Die Fachmaturität, die im Anschluss an die dreijährige Ausbildung an einer FMS erworben werden kann, ist erst in einigen Kantonen anerkannt.
Nähere Informationen auf der Website der FMS-Rektorenkonferenz und der EDK.
Übersichten: Abgabe der ersten Fachmittelschulausweise bzw. Fachmaturitätszeugnisse in den Kantonen.
Der Verband schweizerischer Speditions- und Logistikunternehmen spedlogswiss bietet für Mittelschüler und Mittelschülerinnen (mit WMS/HMS-Diplom bzw. Maturität) ein 18-monatiges Praktikum im Arbeitsumfeld Spedition und Logistik an. Maturanden erhalten nach Abschluss ein internes Diplom von spedlogswiss. Wirtschafts- bzw. Handelsmittelschulabsolvent/innen können mit diesem Praktikum die Berufsmaturität erlangen.
Anschliessend stehen verschiedene Wege offen: Speditionsfachmann (BP), Zolldeklarantin (BP), Höhere Fachschule oder Fachhochschule Wirtschaft.
Informationen
Höhere Berufsbildung
Das Bundesamt für Statistik hat die Diplomstatistik der nicht auf Bundesebene geregelten höheren Berufsbildungen publiziert. Dazu gehören gemäss aktueller Übersicht rund 250 Ausbildungsgänge. Übersetzerin, Psychotherapeut körperzentrierte Psychotherapie oder Journalistin sind Beispiele. Der Einbezug der Ausbildungen in die Diplomstatistik hängt vom Grad ihrer Institutionalisierung ab. Nach den Kriterien der Schulstatistik dauern sie mindestens ein Jahr, basieren auf einem verbindlichen Programm und setzen eine mehrjährige Grundausbildung auf Sekundarstufe II voraus.
Hochschulen
Die Genfer 'Ecole de management et de communication' (Schule für Management und Kommunikation) hat in Zusammenarbeit mit der Universität Savoyen eine universitäre Ausbildung für Sportler/innen geschaffen, die zu Bachelor-Abschlüssen führt. Die Ausbildung ist eine Alternative zum herkömmlichen Universitätsstudium für all jene, die intensives Training und höhere Bildung vereinigen wollen oder sich auf ihre berufliche Umorientierung nach dem Sport vorbereiten möchten.
Informationen (auf Französisch)
Im 2009 wurden bisher folgende Fachhochschul-Masterstudiengänge durch das BBT bewilligt:
03.04.2009: Master in Angewandter Linguistik (ZFH)
23.02.2009: Master en Santé (HES-SO)
22.01.2009: Master en Design (HES-SO), Master en Travail Social (HES-SO), Master in Angewandter Psychologie (FHNW)
Mehr
In PANORAMA.aktuell 4/2009 publizierten wir unter dem Titel "Der Königsweg' war nie Realität" ein Interview mit Urs Kiener. Der Sozialwissenschaftler zeigte, dass der Anteil der gymnasialen Maturandinnen und Maturanden an den Fachhochschulen (FH) stark gestiegen und die Berufsmaturität nicht mehr der "Königsweg" zur FH sei. Dieser Lesart widerspricht nun Andreas Brand, Präsident der Eidgenössischen Berufsmaturitätskommission in einer Replik. Brand: "Der Königsweg' zur Fachhochschule geht nach wie vor über die Berufsmaturität. Zumindest dort, wo entsprechende Berufslehren existieren."
Beratung
In der öffentlichen Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung (BSLB) werden praktisch keine Assessment Center angeboten. Eine Ausnahme bildet das BIZ Zug, das mit Gruppen-Assessments so gute Erfahrungen gemacht hat, dass es seit Herbst 2008 auch Einzel-AC offeriert. Das Verfahren verlangt von den Beratenden aber einen Paradigmenwechsel, müssen sie dabei doch Beurteilungen vornehmen. Mehr dazu im Heft 2009/3 der Zeitschrift PANORAMA.
Bezug des Heftes und Abonnentmentsbestellungen: www.panorama.ch
Vor vielen Jahren stand Ludwig Hasler, ehemaliger Chefredaktor des St. Galler Tagblatts, in der Berufsberatung. Er war Gymnasiast. Auf die Frage, was er werden wolle, sagte Hasler: Privatgelehrter. Der Berufsberater war entsetzt, doch Hasler blieb stur - und wurde Privatgelehrter. Am 9. Juni trat er in Fribourg auf, wo über 200 Fachpersonen aus der Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung zur 1. Nationalen Tagung zusammengekommen waren. Das Thema: Berufsberatung - ein Begriff mit vielen Facetten. Haslers Referat und viele weitere Dokumente sind zu finden unter: www.sdbb.ch
Bericht über die Tagung
Arbeitsmarkt
In Deutschland kamen 2008 fast ein Drittel der Neueinstellungen über persönliche Kontakte zustande. Dies zeigen die Resultate einer Befragung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Zeitungsinserate (26%) und Kontakte zur Arbeitsagentur (vergleichbar mit RAV) oder zu den elektronischen Jobbörsen der Bundesagentur für Arbeit (16%) hatten eine tiefere Erfolgsquote. In der Schweiz ist das Beziehungsnetz wesentlich wichtiger. Erfahrungswerte aus öffentlichen und privaten Arbeitsvermittlungen zeigen, dass ungefähr die Hälfte der Stellenneubesetzungen über das Beziehungsnetz erfolgt. Diese Zahl wird durch eine Umfrage des Jobportals jobs.ch bestätigt.
Der 5. Bericht über die Auswirkungen der Personenfreizügigkeit kommt zum Schluss, die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte aus dem EU-Raum begünstige das hohe Wirtschafts- und Beschäftigungswachstum. Mit der Arbeitsmarktöffnung ist die Konkurrenz für inländische Arbeitnehmer/innen zwar tendenziell gestiegen, eine Verdrängung schweizerischer Arbeitskräfte ist aber nicht festzustellen. Die Wirtschaftskrise trifft nun die ausländischen Erwerbspersonen stärker als die einheimischen: Die Zuwanderung schwächt sich ab und die Arbeitslosigkeit der Ausländerinnen und Ausländer steigt überproportional an.
Medienmitteilung
Der neue Gesamtarbeitsvertrag GAV im Schweizer Gastgewerbe bringt vor allem Verbesserungen in der Arbeitszeit, beim Lohn sowie in der Aus- und Weiterbildung. Mit der Übernahme der Ausbildungskosten und der Kompensation von Lohnausfällen soll die ständige Aus- und Weiterbildung sichergestellt werden. Der neue GAV, der nach zwei Jahre dauernden Verhandlungen von allen sechs beteiligten Sozialpartnern unterzeichnet wurde, tritt Anfang 2010 in Kraft tritt. Er betrifft mit 200'000 Angestellten die grösste Branche in der Schweizer Wirtschaft. Wegen der Rezession wird das neue Lohnsystem allerdings erst 2012 umgesetzt.
Medienmitteilung
In der Bundesverwaltung konnten in den letzten Jahren wesentliche Fortschritte in der Umsetzung der Chancengleichheit für Mann und Frau erzielt werden. Immer mehr Frauen arbeiten in Führungspositionen. Insbesondere im obersten Kader wurde das Ziel des Bundesrates erreicht, beim mittleren Kader sind dagegen noch Verbesserungen nötig. Dazu beigetragen haben verschiedene Massnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben des Bundespersonals, wie der Bericht des Bundesrates zeigt.
Medienmitteilung, vgl. auch PANORAMA.aktuell 7/2009
Arbeitsmarktmassnahmen
Im Laufe des Sommers schliessen rund 2500 Jugendliche ihre Ausbildung ab und gelangen auf den Neuenburger Arbeitsmarkt. Angesichts der wirtschaftlich ungünstigen Lage hat der Staatsrat vorbeugende Lösungen für die diplomierten Jugendlichen gesucht, die sich bei den regionalen Arbeitsämtern anmelden werden. Der Kanton hat sich daher zum Ziel gesetzt, bis Ende Oktober 2009 250 Praktikumsplätze anzubieten.
Mehr (nur Französisch)
Das Waadtländer Arbeitsamt und die Genossenschaft "Démarche" haben ein fünftägiges Programm entwickelt, das den Teilnehmenden ermöglicht, ihre Verkaufsfähigkeiten zu erproben. Es handelt sich um ein Bewertungssystem, das auf den Beobachtungen "on the job" basiert. Diese Massnahme wird in einem Lausanner Laden durchgeführt. Seit 2008 haben bereits 150 Personen daran teilgenommen, worunter rund 75% ihr Verkaufstalent bestätigt sahen.
Mehr (nur Französisch)
Berufliche Integration
Während der nächsten drei Jahre will der Kanton Jura mit 30,6 Millionen Franken die Beschäftigung ankurbeln und die Industrie unterstützen. Gut die Hälfte der Summe wird für Infrastrukturinvestitionen verwendet. Vorgesehen sind aber auch zusätzliche Beiträge für den Vollzug des Arbeitslosenversicherungsgesetzes. So sollen die RAV für die Unterstützung der jungen und älteren Arbeitslosen mehr finanzielle Mittel erhalten. Diese Mitteilung findet sich in der neusten Nummer von "objectif emploi“, dem Publikationsorgan des kantonalen Arbeitsamtes (nur Französisch).
Integration von Behinderten und sozial Schwachen
Unter diesem Titel hat die Invalidenverscherung schweizweit eine Kampagne gestartet. Sie richtet sich an Arbeitgebende und Personalverantwortliche und unterstützt den Wandel der Invaliden- zur Eingliederungsversicherung.
Wie das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) mitteilt, ist eine Arbeitsstelle anstelle einer Rente für alle Beteiligten ein Gewinn. Für die Versicherten, weil ein Arbeitsplatz ihre Lebensqualität erhöht. Für die Arbeitgebenden, weil sie ihre Fachleute im Unternehmen behalten oder neue dazu gewinnen können. Darüber hinaus entlaste jede Eingliederung den angespannten Finanzhaushalt der IV.
Informationen
Print- und Online-Angebote
In letzter Zeit wurden folgende Dokument neu aufgeschaltet:
- Factsheet Lehrstellenmarkt (BBT)
- Neue Zwischenbilanz Masterplan Berufliche Grundbildung (BBT)
Neue Leitfäden des Kaufmännischen Verbandes Ost beantworten die häufigsten Fragen rund um den Umgang mit den Lernenden im KV oder im Detailhandel. Die Ratgeber können für jeweils 8 Franken bei KV Ost bestellt werden.
Information und Bestelladresse
Die neue Ausgabe von NetzWerk (Zeitschrift der Wirtschaftsbildung Schweiz) widmet sich in drei Artikeln Aspekten der kaufmännischen Grundbildung: Disziplinärer oder interdisziplinärer Unterricht? / Reform oder Optimierung von Bestehendem? / Problem-based Learning
Die Webseite der Schweizerischen Berufsbildungsämter-Konferenz (www.sbbk.ch) enthält Informationen zur Institution selbst sowie Empfehlungen und Richtlinien. Auf dem Portal www.berufsbildung.ch finden sich umfassende Informationen rund um die Berufsbildung in der Schweiz. Für verschiedene Zielgruppen werden das Berufsbildungssystem als Ganzes (z.B. Lexikon der Berufsbildung) und wichtige Einzelaspekte behandelt (z.B. Merkblätter). Das Portal ist unterteilt in Subdomänen, auf die andere Akteure der Berufsbildung Links setzen können. Diese Informationen stehen zu einem grossen Teil französisch zur Verfügung. Das Portal www.formationprof.ch wird Ende August fertig gestaltet sein.
Neu aufgeschaltet ist auch der Medienshop für die Bestellung der SDBB-Artikel.
Mitteilung des SDBB
Die Schweizerische Konferenz der Rektorinnen und Rektoren der Pädagogischen Hochschulen (cohep) hat eine neue dreisprachige (deutsch, französisch, italienisch) Informationssite lanciert. Sie richtet sich primär an interessierte zukünftige Studierende der pädagogischen Hochschulen - vorwiegend Maturandinnen und Maturanden - und will diesen einen Einblick in die Welt des Lehrberufs ermöglichen.
Die Veranstaltungsreihe "Forum Vision 3" des Genfer Office pour l'orientation, la formation professionnelle et continue (OFPC) behandelt aktuelle Themen aus Berufsbildung und -beratung, beispielsweise Lehrabbruch oder Beratung via Internet. Die Resultate können jeweils unter www.ge.ch/ofpc/informer/ancien_forum.asp abgerufen werden. Auf eine gedruckte Wiedergabe wird in Zukunft verzichtet.
Das neue Informationsportal JobDirectory.ch vernetzt erstmals alle offenen Stellen der Finanzbranche in der Schweiz und Liechtenstein. Seit Anfang Mai ist das neue Arbeitsmarktportal für die Schweizer Finanzbranche aufgeschaltet (deutsch und englisch, französisch ist geplant). Unter der Kategorie "Einsteiger" finden sich Angebote vom Schnuppertag in der Anwaltskanzlei über das Jahrespraktikum für Mittelschüler/innen im HR-Bereich bis zum Hochschulpraktikum/Berufseinstieg bei der Eidg. Finanzverwaltung für BWL-Absolventen.
Im Medienverzeichnis 2009/2010 des SDBB Verlags wurden zahlreiche Internetadressen aufgenommen, die das kostenpflichtige Angebot ergänzen (Bestellungen und Liste der ausgemusterten Medien).
Der neue Webshop des SDBB Verlags bietet erstmals auch sämtliche Medien des Medienbereichs Berufsbildung, des Studienwahlbereichs sowie alle französischen und italienischen Medien.
Das Buch "Berufswahl in Theorie und Praxis" wurde vollständig überarbeitet und erscheint neu im SDBB Verlag. Neu aufgelegt wurden Erwin Egloffs Berufswahltagebuch und René Zihlmanns Berufswahlbuch. Weitere Neuheiten im Juli-Programm
Personen und Institutionen
Der langjährige Chefredaktor der Zeitschrift PANORAMA und der Newsletter bbaktuell / ActualitésFPr (heute PANORAMA.aktuell / PANORAMA.actualités), Emil Wettstein, wird die Verantwortung für den Medienverbund PANORAMA auf Ende September 09 abgeben. Sein Nachfolger ist Michael Fritschi, der die neue Stelle am 3. August 09 antritt.
Michael Fritschi, 1961, lic. phil., stösst von der Berner Bedag Informatik AG, wo er in den vergangenen zwei Jahren als Projektleiter Kommunikation arbeitete, zu PANORAMA. Frühere Stationen seiner beruflichen Laufbahn sind die ICT-Fachzeitschrift Netzwoche in Basel, die Swiss Jazz School (Hochschule für Künste Bern) sowie die Gesundheits- und Fürsorgedirektion des Kantons Bern.
Vor einigen Tagen ist die Amtsleiterin des BIZ Zug, Bernadette Boog, mit 63 Jahren in den beruflichen Ruhestand getreten, mehr als 35 Jahre nach ihrem ersten Arbeitstag bei der damaligen Zentralstelle für Berufsberatung. Bernadette Boog war die erste weibliche Zentralstellenleiterin der Schweiz und damit jahrelang die einzige Frau in der SKZB (Schweizerische Konferenz der Zentralstellenleiter der Berufsberatung, heute KBSB).
Würdigung
Thomas Sturzenegger verstarb am 18. Juni 2009 in seinem 58. Altersjahr infolge eines Motorradunfalls im Berner Oberland. Nicht nur die Plötzlichkeit seines Schicksals hat die Fachleute aus der Berufs- und Laufbahnberatung tief getroffen, sondern auch das unmittelbare Gewahrsein, dass mit Thomas Sturzenegger eine sehr lebendige, tatkräftige und starke Persönlichkeit gestorben ist. Amina Maria Gerber, langjährige Kollegin von Thomas Sturzenegger, erinnert sich in einem Nachruf an ihn.
Seit dem 1. Juli 2009 stehen die Weiterbildungsangebote des Berufsbildungszentrums BBZ Bau und Gewerbe Luzern, der Erwachsenenbildung des Fach- und Wirtschaftsmittelschulzentrums Luzern, des Weiterbildungszentrums Sursee-Willisau und Teilangebote des Berufsbildungszentrums Natur und Ernährung in Hohenrain unter einem organisatorischen Dach. Geleitet wird das neue Berufsbildungszentrum mit den fünf Standorten von Rektor Thomas Habermacher und Prorektor Urs Peter.
Kursprogramm 2009/2010
Nach langjähriger Arbeit als Zentralpräsident und Vorstandsmitglied des Verbandes Schweizerischer Elektro-Installationsfirmen VSEI ist Alfons Meier anlässlich der Generalversammlung vom 20. Juni 2009 in Lugano zurückgetreten. Die Nachfolge als Zentralpräsident übernimmt Pirmin Gassmann.
Das Projekt von BBT und SBBK zur Nachqualifikation von Lehrpersonen wurde in PANORAMA.aktuell 2009-12 vorgestellt. Die SBBK hat kürzlich Franz Winniger zum Projektleiter ernannt. Er hat früher das Berufsbildungsamt des Kantons Solothurn geleitet. Seit 2008 ist er unabhängiger Berater und unterrichtet in einem Teilzeitpensum. Die Umfrage bei den Schulen wird im September und Oktober 2009 durchgeführt (vergl. Brief vom 1. Juli 2009 an die Kantone)
Der Vizedirektor wird das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie BBT Ende September 2009 verlassen. In der Funktion als Leiter Leistungsbereich Berufsbildung war Serge Imboden (1964) seit dem 1. Juli 2006 tätig. Er war vor seiner Tätigkeit beim Bund Direktor einer Westschweizer Privatschule, Leiter der Berufsbildung Swisscom und Chef der Dienststelle für Berufsbildung des Kantons Wallis. Er wird sich einer neuen Herausforderung an den Fachhochschulen im Bereich Wirtschaft, Tourismus und Informatik der HES-SO Wallis stellen. Die Stelle für die Leitung des Leistungsbereichs Berufsbildung wird demnächst ausgeschrieben.
Verschiedenes
Interkulturelles Übersetzen geht weit über eine sprachlich korrekte Übertragung hinaus. Es ist eine kulturelle Dienstleistung, bei der die Gesprächspartner auf Unterschiede bei Verhaltensweisen und kulturellen oder sozialen Werten hingewiesen werden. Interkulturelle Übersetzerinnen und Übersetzer fungieren als Mittler zwischen Zugewanderten und öffentlichen Institutionen. Ihre Teilnahme an diesem Trialog ist ein wichtiger Beitrag zur Integration.
Nancy-Galle Barras präsentiert die Arbeit der Fachkräfte des interkulturellen Übersetzens im Panorama-Dossier 3/09 über die Integration von Emigrant/innen.
Inserate
In der zweiten Jahreshälfte sind in einigen Weiterbildungsangeboten noch Plätze frei. Das Weiterbildungssekretariat nimmt gerne Anmeldungen entgegen. Vielleicht sind in Ihrer Agenda Termine frei geworden. Oder Sie werden im Sommer eine neue Mitarbeiterin, einen neuen Mitarbeiter einarbeiten. Planen Sie die SDBB-Weiterbildungen mit ein.
Liste der freien Plätze
Stelleninserate
Das Bildungsdepartement des Kantons Schwyz sucht für das Amt für Berufs- und Studienberatung per 1. März 2010 oder nach Vereinbarung eine/n Amtsvorsteher/in Berufs- und Studienberatung. Sie leiten ein 30-köpfiges Team und vertreten das Amt innerhalb des Departements und nach aussen. Sie verfügen über eine Ausbildung als Berufs- und Laufbahnberater/in und haben mehrjährige Berufs- und Führungserfahrung.
Auskünfte erteilen der aktuelle Stelleninhaber, Hans Iten, Tel. 055 412 88 99, und Departementssekretär Patrick von Dach, Tel. 041 819 19 01. Mehr Information im Stelleninserat
Das Berufsinformationszentrum (BIZ) Liestal sucht per 1. September 2009 oder nach Vereinbarung eine/n Berufs,- Studien- und Laufbahnberater/in, Beschäftigungsgrad 90%. Sie beraten Jugendliche und Erwachsene in allen Fragen der Berufs-, Studien- und Laufbahnwahl. Sie verfügen über eine vom Bund anerkannte Fachausbildung in Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung, einen Hochschulabschluss oder eine gleichwertige Ausbildung mit Beratungserfahrung.
Für Auskünfte stehen Ihnen die Leiterin der Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung Baselland, Beatrice Kunovits, oder Lars Hering zur Verfügung, Tel. 061 927 28 28.
Mehr Information im Stelleninserat
Das Berufsberatungs- und Informationszentrum (BIZ) der Region Bern-Mittelland sucht per 1. Oktober 2009 oder nach Vereinbarung eine/n
Berufs- und Laufbahnberater/in (70 - 100 %). Sie führen Beratungen mit Jugendlichen und ihren Eltern sowie mit Erwachsenen durch und leisten Realisierungsunterstützung. Sie verfügen über ein BBT-Diplom in Berufsberatung und weisen einige Jahre Berufserfahrung auf. Für Auskünfte steht Elisabeth Allemann Theilkäs, Leiterin Bereich Begleitung und Integration zur Verfügung, Tel. 031 633 80 30, elisabeth.allemann@erz.be.ch.
Nähere Informationen im Stelleninserat
Das Berufsberatungs- und Informationszentrum (BIZ) der Region Bern-Mittelland sucht per 1. Januar 2010 oder nach Vereinbarung eine/n Leiter/in des Bereichs
Berufs- und Laufbahnberatung (80%). Aufgabenschwerpunkte sind die Leitung eines Teams von rund fünfzehn Mitarbeitenden, die Organisation des zentralen und dezentralen Beratungsangebotes sowie die Leitung von bzw. Mitarbeit in Gremien, Arbeitsgruppen und Entwicklungsprojekten. Vorausgesetzt sind eine BBT-anerkannte Ausbildung in Berufsberatung und längere Berufserfahrung in der Berufsberatung oder in einem verwandten Gebiet. Für Auskünfte stehen Brigitte In-Albon, Regionalleiterin, Tel. 031 633 80 10, brigitte.in-albon@erz.be.ch, oder Stefan Krucker, Bereichsleiter Berufs- und Laufbahnberatung, Tel. 031 633 80 90, stefan.krucker@erz.be.ch, zur Verfügung.
Mehr Information im Stelleninserat
Archiv
PANORAMA.aktuell
2012
02 01
2011
21 20 19 18 17 16 15 14 13 12 11 10 09 08 07 06 05 04 03 02 01
2010
22 21 20 19 18 17 16 15 14 13 12 11 10 09 08 07 06 05 04 03 02 01
2009
22 21 20 19 18 17 16 15 14 13f 13 12 11 10 9 8 7 6 5 4 3 2 1
bbaktuell
2008230 229 228 228 228 227 226 225 224 223 222 221 220 219 218 217 216 215 214 213 212 211 210 209 208
bbaktuell
2007207 206 205 204 203 202 201 200 199 198 197 196 195 194 193 192 191 190 189 188 187 186 185 184
2006
183 182 181 180 179 178 177 176 175 174 173 172 171 170 169 168 167 166 165 164 163 162 161 160
2005
159 158 157 156 155 154 153 152 151 150 149 148 147 146 145 144 143 142 141 140 139 138 137 136
2004
135 134 133 132 131 130 129 128 127 126 125 124 123 122 121 120 119 118 117 116 115 114 113 112
2003
111 110 109 108 107 106 105 104 103 102 101 100 99 98 97 96 95 94 93 92 91 90 89
2002
88 87 86 85 84 83 82 81 80 79 78 77 76 75 74 73 72 71 70 69 68 67 66 65
2001
64 63 62 61 60 59 58 57 56 55 54 53 52 51 50 49 48 47 46 45 44 43 42 41
2000
40 39 38 37 36 35 34 33 32 31 30 29 28 27 26 25 24 23 22 21 20 19 18 17 16
1999
15 14 13 12 11 10 09 08 07 06 05 04 03 02 01


