Das BBT hat am 5./6. Februar eine "Standortbestimmung der Berufsbildung" durchgeführt. Ein Hauptthema bildete die Höhere Berufsbildung, zu der die "Arbeitsgruppe Masterplan zur interkantonalen Finanzierung der höheren Berufsbildung" einen Bericht vorlegte. Dem Bericht ist etwa zu entnehmen, dass die öffentliche Hand "die einzelnen Angebote ganz unterschiedlich und ohne klar definierte Regeln" unterstützt; zudem "fehlen für die interkantonale Vereinbarung Standards und Kriterien, nach denen die Kantone Anbieter in die Vereinbarung aufnehmen".
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PANORAMA.aktuell 2009-04
Die grafisch gestaltete PDF-Version von PANORAMA aktuell finden Sie unter http://panorama.ch/pdf/2009-04DE.pdf, den aktuellen Veranstaltungskalender unter panorama.ch/pdf/Veranstaltungen.pdf
21. 02. 2009
Bildungspolitik
Anfang November 2008 wurde ein neues "Forum Bildung" der Öffentlichkeit vorgestellt. Es will "zukunftsweisende Verbesserungen im Bildungswesen aus einer ganzheitlichen Sicht heraus" vorantreiben. Anhand nationaler und internationaler Best-Practice-Beispiele will das Forum aufzeigen, welche Entwicklungen Erfolg versprechen. Das Forum wird sich auch Themen der Sekundarstufe II annehmen. Präsidiert wird es von Jürgen Oelkers, Carolina Müller-Möhl, Ernst Buschor und Christian Haltner. Es ist vorerst nur in der deutschen Schweiz aktiv.
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Ab sofort ist der aktuelle Stand der kantonalen Berufsbildungsgesetzgebung bei edudoc abrufbar. Die Gesetzessammlung wird laufend auf den neuesten Stand gebracht. Des Weiteren sind unter der Rubrik "Berufsbildungsgesetz nach nBBG (in Vorbereitung)“ die von den Kantonen in den letzten Jahren veröffentlichten Botschaften und vorbereitenden Gesetze zur Berufsbildung ersichtlich. Die Daten stammen von lexfind.ch, einer Dienstleistung des Instituts für Föderalismus der Universität Freiburg, und basieren auf den systematischen Rechtssammlungen der Kantone.
Kontakt: Karin Hess, Informations- und Dokumentationszentrum IDES, hess@edk.ch
Unter der Leitung des Staatssekretariats für Bildung und Forschung hat eine Schweizer Delegation Gespräche mit der Europäischen Kommission geführt. Ziel war es, Fragen im Zusammenhang mit der Errichtung eines bilateralen Abkommens im Bildungsbereich zu bereinigen. Derzeit wird die Teilnahme der Schweiz an europäischen Bildungs- und Jugendprogrammen für jedes Projekt individuell abgeschlossen. Der Abschluss eines bilateralen Gesamtabkommens würde es erlauben, die Beziehungen zwischen den schweizerischen und europäischen Bildungseinrichtungen zu erleichtern. Ebenso würde die Mobilität für die Teilnehmenden an diesen Programmen, sprich Lernende, Studierende und Lehrkräfte, verbessert.
Weitere Informationen
Am 10./11. Februar 2009 hat die Bertelsmann Stiftung in Berlin einen internationalen Workshop über die Steuerung und Gestaltung der beruflichen Bildung durchgeführt, an dem auch BBT-Chefin Ursula Renold teilgenommen hat. Expertinnen und Experten aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft diskutierten wie und mit welchem Erfolg berufliche Bildung in Ländern mit einer dualen Tradition gesteuert wird und welche Lehren daraus gezogen werden können.
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Berufliche Grundbildung
Geberit und Cash Hôtel Service SA heissen die Gewinner 2008 des Freiburger Förderpreises für Unternehmen, die sich für Belange der Bürger einsetzen. Cash Hôtel wurde in der Kategorie der kleinen Unternehmen (unter 20 Angestellte) gewürdigt. Die Firma bildet im Durchschnitt zwei Lernende pro Jahr aus. Die Stärke von Geberit, einem Unternehmen mit 70 Stellen, ist die Weiterbildung.
Bei der Preisvergabe werden eine ganze Reihe von Kriterien berücksichtigt: Engagement für die Erhaltung von Arbeitsplätzen, Ausbildung und Innovation,
Beteiligung am regionalen Leben durch soziale Aktionen oder Unterstützung von
Sport, Kultur, Umweltschutz. Der Preis wurde 2003 vom Wirtschaftsnetz Freiburg und Region ins Leben gerufen.
Pressemitteilung (französisch)
Das Institut für Wirtschaftspädagogik der Universität St. Gallen hat die Förderung von Lernkompetenzen an zwei kaufmännischen Berufsfachschulen untersucht. Die Forschungsergebnisse legen nahe, die lernstrategischen Fördermassnahmen aller Schulstufen und im Falle der Berufsbildung aller drei Lernorte zu koordinieren. In der Zeitschrift PANORAMA legen die Forscher ihre Ergebnisse breit dar. Sie folgern u.a.: "Es reicht nicht aus, Lernstrategien zu Beginn der Ausbildung einzuführen und zu hoffen, dass die Berufslernenden diese automatisch einsetzen. Vielmehr sollten die Lehrpersonen gezielte Anwendungsmöglichkeiten schaffen."
Bezug des Heftes und Abonnementsbestellungen: www.panorama.ch
Das BBT legt die Entwürfe für die Ausbildung an Handelsmittelschulen zur Stellungnahme vor. Die Unterlagen (Richtlinien für die Organisation der beruflichen Grundbildung und des Qualifikationsverfahrens / Standardlehrplan Bildung in beruflicher Praxis) können hier heruntergeladen werden.
Vernehmlassungsfrist: 31. März 2009
Im Dezember 2008 hat die Projektleiterin Judith Renner-Bach das Projekt "Zukunft Handelsmittelschulen" in bbaktuell beschrieben.
Übergänge
Das Amt für Beratung, Berufs- und Weiterbildung (OFPC) hat 2007 eine Einrichtung ins Leben gerufen, um Jugendlichen in Schwierigkeiten bei der Suche nach einer Lehrstelle zu helfen. Im Jahre 2008 wurde die Erfahrung in Zusammenarbeit mit dem Rotary Club weitergeführt. Der Schwerpunkt wurde auf Workshops gelegt (Berufswahl, Lehrbetrieb und Folgeatelier). Während der Durchführung zwischen April und Oktober 2008, konnten die Werkstätten 53 Jugendliche im Durchschnittsalter von 18 Jahren aufnehmen, wovon 36% die Schule abgebrochen hatten. Eine erste Bilanz zeigt, dass 71% der angemeldeten Jugendlichen eine Lösung gefunden haben: 60% der Jungen und 53% der Mädchen sind in die Ausbildung zurückgekehrt.
Weitere Informationen: Grégoire Evéquoz, Generaldirektor des OFPC in Genf, 022 388 44 25, gregoire.evequoz@etat.ge.ch
Das vom Kanton St.Gallen entwickelte Instrument "Stellwerk" zur Messung von Schulleistungen ist in acht Kantonen flächendeckend eingeführt. Seit wenigen Wochen sind nun auch 38 Berufsprofile zugänglich, die Auskunft über die schulischen Anforderungen geben. Die Profile sind nicht wissenschaftlich validiert; sie erlauben den Jugendlichen nach Auskunft von Claudia Coray von Stellwerk aber eine erste Einschätzung ihrer schulischen Eignung. Eine ähnliche Funktion erfüllen auch die Kompetenzprofile, die der KGV Zürich schon vor einigen Jahren entwickelt hat. Die SBBK möchte das Thema in ein nationales Projekt überführen und hat dazu eine Überblicksstudie erarbeiten lassen.
Studie
Hochschulen
In den vergangenen Jahren ist die Zahl der gymnasialen Maturandinnen und Maturanden, die an einer Fachhochschule studieren, gestiegen. Dies hat vor allem mit dem Einbezug der Bereiche Gesundheit und Soziales in die Fachhochschulen zu tun.
2007 verfügten 32.4% der Neueintretenden über eine gymnasiale Matura, 35,2% über eine Berufsmatura. In den Bereichen Technik, Wirtschaft und Design ist der Anteil der Eintretenden mit gymnasialer Matura von 10% im Jahr 1997 auf 17% im Jahr 2006 gewachsen, "kein Erdrutsch", wie der Sozialwissenschaftler Urs Kiener in seinem Interview mit PANORAMA.aktuell ausführt. Die Berufsmaturität sei aber nie der "Königsweg" gewesen. Auch in den traditionellen Bereichen hätte der BM-Anteil immer unter 60% gelegen.
Die Universität Zürich hat die Zusammenarbeit mit den Universitäten Bern und Freiburg gekündigt. Die drei Universitäten haben seit vielen Jahren ein MAS-Postmaster-Programm in Laufbahn- und Personalpsychologie angeboten. Die zuständigen Organe der Universitäten Bern und Freiburg führen das Angebot weiter und haben eine neue Kooperationsvereinbarung verabschiedet. Die Universität Zürich plant nach Kenntnis von Professorin Alexandra Freund keinen eigenen Ausbildungsgang.
Mehr unter www.cchrm.ch und hier
Das MAZ und die Hamburg Media School bieten ab Herbst 2009 zum vierten Mal den Master of Arts in Journalismus an. Voraussetzung ist ein Hochschulabschluss (mindestens Bachelor) und das Bestehen des Aufnahmeverfahrens. MAZ-Studierende sind neun Monate an der Hamburg Media School, drei Monate in einer Redaktion oder bei einem Sender und das zweite Studienjahr am MAZ in Luzern. Alle bisherigen Absolvierenden aus der Schweiz haben nach dem Studium den Einstieg in die Medien geschafft. Anmeldeschluss 15. Juni 2009.
Weitere Informationen
Bisher bot als einzige Fachhochschule die Zürcher ZHAW einen Studiengang in angewandter Psychologie an. Ab Herbst 2009 führt auch die Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) entsprechende Veranstaltungen durch - die Bewilligung für einen Master of Science in Angewandter Psychologie liegt definitiv vor. Schwerpunkte des Studiums bilden Themen der Sicherheit, der Technikgestaltung, der Kommunikations- und Kooperationsprozesse in Teams und Organisationen und der Gesundheitsförderung.
Der Genfer Staatsrat hat ein Gesetz zur Änderung des Bildungswesens verabschiedet. Auf Schulbeginn 2009 sollen am neuen 'Institut universitaire de formation des einseignants' (IUFE) (Universitätsinstitut für Lehrerbildung) an der Universität Genf die Primar- und Sekundarschullehrer unter einem Dach ausgebildet werden. Zum Unterrichten auf Primarstufe wird das Lehrerdiplom durch einen Bachelor ersetzt, gefolgt von einem für die Ernennung obligatorischen Zertifikat. Die Ausbildung von Sekundarschullehrern kombiniert den akademischen (Bachelor + Master) und den beruflichen (integriertes Zertifikat + MAS) Weg.
Mehr dazu (französisch)
Der Universitätslehrgang Master Psychologische Psychotherapie der Donau-Universität Krems, der auch in Zürich angeboten wird, wird von der Schweizerischen Rektorenkonferenz CRUS nicht als gleichwertig mit einem Masterstudium an einem psychologischen Institut einer Schweizer Universität eingestuft. Er entspricht einem Master of Advanced Studies und führt damit nicht zu einem anerkannten Masterabschluss in Psychologie.
Entscheid der CRUS
Die Universitäten Basel, Strasbourg, Freiburg und Karlsruhe bieten gemeinsam den dreijährigen Europäischen Master in Biotechnologie an. Die meisten Veranstaltungen finden in Strasbourg statt (Unterrichtssprachen de, en, fr). Aufgenommen werden sehr gut qualifizierte Absolvent/innen von 4 Semestern (!) eines Bachelorstudiengangs naturwissenschaftlicher, technischer oder medizinischer Richtung (40 Studienplätze, 6 davon für Bewerber/innen aus der Schweiz). Die Berufschancen nach erfolgreichem Abschluss sind sehr hoch.
Nähere Informationen: Uni info der Studienberatung Basel und Website der Universität Freiburg.
Die Rektorenkonferenz der Fachhochschulen der Schweiz KFH hat einen Bewertungskatalog veröffentlicht, der die FH und ihre Organisationseinheiten bei ihrer Qualitätsentwicklung unterstützen und die Kooperation im Bereich des Qualitätsmanagements zwischen den Fachhochschulen im In- und Ausland fördern soll. Das Instrument baut auf den Qualitätskriterien der EFQM auf (European Foundation for Quality Management). Mit der Selbstevaluation können die FH feststellen, welche Qualitätsziele sie in den einzelnen Leistungsbereichen erreicht haben und wo Handlungsbedarf besteht.
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Unter der Bezeichnung "validation des acquis de l'expérience (VAE)" (Validierung von Erfahrungsleistungen) wurde erstmals in der Schweiz ein Pilotprojekt für universitäre Ausbildungen lanciert. An der Universität Genf erlaubt die VAE eine Teildispensierung vom Studienprogramm gewisser Bachelors (Informatik, Betriebswirtschaft, Politikwissenschaften, Sozialökonomie und Soziologie). Zum VAE berechtigt sind Kandidat/innen, die über mindestens dreijährige Vollzeit-Berufserfahrung im Bereich des angestrebten Diploms verfügen. Nach erfolgter Anmeldung haben die Kandidierenden ein Dossier zu erstellen, um sich über ihre Kenntnisse und Kompetenzen auszuweisen. Aufgrund dieser Unterlagen werden ihnen dann so genannte ECTS Kreditpunkte gewährt.
VAE Flyer (französisch)
Weitere Informationen
Berufe und Ausbildungen (Sek II)
Folgende Grundbildungsverordnungen sind vom BBT in die Vernehmlassung geschickt worden:
- Oberflächenpraktiker/in EBA (Stellungnahme bis 30. April 2009)
- Betonwerker/in EFZ (Stellungnahme bis 30. April 2009)
- Bauwerktrenner/in EFZ (Stellungnahme bis 30. April 2009)
- Oberflächenbeschichter/in EFZ (Stellungnahme bis 30. April)
- Fahrzeugschlosser/in EFZ (Stellungnahme bis 15. April 2009)
Nähere Informationen über diese Verordnungsetnwürfe finden sich im Versanddienst von PANORAMA.
- Zeichner/in EFZ (Stellungnahme bis 8. Mai 2009)
Die Unterlagen dazu finden sich hier
Folgende Grundbildungsverordnungen sind vom BBT auf den 1. Januar 2009 erlassen worden:
- Holzhandwerker/in EFZ
- Bühnentänzer/in EFZ
- Holzbildhauer/in EFZ (in
- Küfer/in EFZ
- Korb- und Flechtwerkgestalter/in EFZ
Verordnung und Bildungsplan finden sich später hier.
Berufe und Ausbildungen (Tertiär)
Folgende Berufsprüfungen und Höheren Fachprüfungen sind vom BBT genehmigt worden: - Polybau-Meister/in (HFP)
- Tierphysiotherapeut/in (HFP)
- Fachmann/-frau in Management von gewerkschaftlichen Organisationen (BP)
- Verkaufsfachmann/-frau (BP)
Nähere Informationen über diese Ausbildungen im Versanddienst von PANORAMA.
Beim BBT eingereicht wurde die Prüfungsordnung über die Berufsprüfung für
- Techno-Polygraf/in.
Einsprachen sind innert 30 Tagen möglich (ab 3. Februar).
Das Schweizerische Public Relations Institut SPRI bietet mit dem "PR-Praktiker" einen Lehrgang für Quereinsteiger an. Angesprochen werden PR-Interessierte ohne entsprechende Berufserfahrung, die sich rasch das nötige Wissen für eine erste Stelle in der Kommunikationsbranche aneignen möchten.
Beratung
Das SDBB ist am Sammeln von Ideen und Vorschlägen für sein Weiterbildungsprogramm 2010. Wir möchten (noch besser) auf die Anliegen der Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung eingehen. Wenn Sie die Möglichkeit der Mitgestaltung nutzen möchten, dann notieren Sie Inhalte und Ziele auf das Ideenblatt. Eingabeschluss ist der 26. März 2009.
Information über das Weiterbildungsprogramm des SDBB finden Sie unter www.weiterbildung.sdbb.ch/
Die Fachgruppe Diagnostik des SDBB hat verschiedene Labels aus dem diagnostischen Grundkoffer aktualisiert. So wurde etwa der KV-Interessentest revidiert (das Handbuch dazu erscheint im Frühling 2009) oder der VIA-IS ("Values in Action Inventory of Strenghts") neu in den Grundkoffer aufgenommen. Auch das dahinterstehende Konzept sowie die Testliste zur Übersicht über die Instrumente des Koffers wurden aktualisiert.
Mehr dazu: www.testraum.ch/koffer.htm
Wenn Berufsleute pensioniert werden, erlauben sie sich zuweilen einen kritischen Rückblick. Der Rapperswiler Berufsberater Bruno Kunz ist ein typisches Beispiel einer Generation jung gebliebener Rentner, die noch einmal Partei ergreifen. Im Interview mit Armand Pirovino lässt er wichtige Themen noch einmal Revue passieren. Er sagt: «Das Arbeitsklima in den Berufsberatungsstellen ist vielerorts schlechter geworden.» Und: «Mich ärgert masslos, dass wir die oft erst 14-Jährige bereits unter Druck setzen müssen.» Die Zeitschrift PANORAMA publiziert in ihrer Februar-Ausgabe das Interview in voller Länge.
Bezug des Heftes und Abonnentsbestellungen: www.panorama.ch
Arbeitsmarkt
Der Schweiz fehlen in gewissen Branchen die Fachkräfte - in der Informatik, aber auch in der Maschinenindustrie etwa. Die Zeitschrift PANORAMA publiziert in Ausgabe 1/09 gleich drei Beiträge zu diesem Thema, unter anderem ein Interview mit Bundesrätin Doris Leuthard und einen Fachbeitrag des Arbeitsmarkt-Spezialisten George Sheldon. Sheldon ist der Verfasser einer Studie zu diesem Thema, die vom BBT in Auftrag gegeben worden ist.
Bezug des Heftes und Abonnementsbestellungen: www.panorama.ch
Im April 2008 gab es 3'000 Ingenieurinnen und Ingenieure zu wenig, was rund einem Absolventenjahrgang entspricht. Diese Ziffer ist in einer neuen Studie des Büro BASS zu finden ("Ingenieurmangel in der Schweiz und im Kanton Graubünden"). Die Studie macht auch einige Empfehlungen zur Beseitigung des Fachkräftemangels: So sei die Einführung eines zusätzlichen Maturitätslehrgangs mit einem technischem Schwerpunkt zu prüfen. Ebenso wird empfohlen, Arbeitsmarktüberlegungen stärker in die Bildungsentscheide von Jugendlichen einfliessen zu lassen.
Der Bundesrat hat die Dauer der Kurzarbeitsentschädigung vorübergehend von bisher 12 auf 18 Monate verlängert. In den letzten Monaten war in der Industrie der Rückgang der Aufträge gross. Durch Kurzarbeit soll verhindert werden, dass Unternehmen wegen Auftragsmangel Personal entlassen. Dadurch wird Arbeitslosigkeit vermieden und das betriebsinterne Fachwissen bleibt erhalten. Die Arbeitslosenversicherung übernimmt zudem einen grösseren Teil des Lohnausfalls der betroffenen Arbeitgeber. Die neue Regelung tritt im April 2009 in Kraft und gilt bis Ende März 2011.
Medienmitteilung
Berufliche Integration
Stellensuchende aus dem Kanton Waadt können ihren Lebenslauf kostenlos ins Internet stellen. Diese neue Dienstleistung des „Service de l’emploi“ soll das Beziehungsnetz erweitern. Die arbeitslosen Waadtländerinnen und Waadtländer können auf dem Portal Keonet eine eigene Website herstellen, um ihr spezifisches Profil zu präsentieren. Auf diese Weise öffnen sie durch das berufliche Online-Netzwerk zusätzliche Wege zu offenen Stellen.
Bestimmte Gruppen von Stellensuchenden
Die angespannte Wirtschaftslage könnte sich negativ auf den Lehrstellenmarkt auswirken. Dadurch dürften gerade Jugendliche mit erschwerten Startbedingungen Mühe haben, eine Lehrstelle zu finden. Aus diesem Grund stärkt der Kanton Bern den Lehrstellenmarkt eine Reihe von Projekten; darunter «Take off erfolgreich ins Berufsleben!», das seit dem 1. Januar 2009 operativ ist. Acht Case-Managerinnen und -Manager in allen Regionen des Kantons begleiten Jugendliche mit vielfältigen Schwierigkeiten auf ihrem Weg in die Arbeitswelt - wenn nötig von der Berufswahl über die Ausbildung bis zum Eintritt ins Erwerbsleben.
Medienmitteilung
Die Weiterbildungsbeteiligung älterer Arbeitnehmender ist in der Schweiz überdurchschnittlich hoch. Zusammen mit den skandinavischen Ländern bildet unser Land im internationalen Vergleich die Spitze, was auch mit der hohen Erwerbsquote der betreffenden Personengruppe zusammenhängt. Dies geht aus einer kürzlich veröffentlichten Studie des österreichischen Arbeitsmarktservice (AMS) hervor. Generell zeigt die Untersuchung auf, dass bei älteren Arbeitnehmenden das Interesse an Weiterbildung zurückgeht. Der Akzent wir vor allem auf Aktualisierung des Wissens gelegt, so dass EDV- Und Sprachkurse im Vordergrund stehen.
Integration von Behinderten und sozial Schwachen
Der diesjährige „This-Priis“ geht an die Firmen „Lehmann Holzofenbeck“ aus Lanterswil und „Tobias Juchler & Co., Garten- und Landschaftsbau" aus Rümlang. Der „This-Priss“ würdigt innovative Integrationsbeispiele von kleineren und mittleren Unternehmen (KMU) im Profit- und Non Profit-Bereich. Bedingung: Die Arbeitsplätze dürfen nicht staatlich subventioniert sein.
Entstanden ist der mit 25000 Franken dotierte Preis auf private Initiative einer Familie mit einem cerebral gelähmten Angehörigen (This). Er ist das Herzstück einer Kampagne, mit welcher angepasste Arbeitsplätze für behinderte Menschen geschaffen werden sollen.
Medienmitteilung
Arbeitsgestaltung Arbeitszufriedenheit
Die kantonalen Arbeitsinspektorate der Westschweiz und des Tessins führen 2009 gemeinsam eine Seminarreihe zum Thema "Gesundheit am Arbeitsplatz“ durch. Angesprochen ist ein breites Publikum, von Unternehmern, Arbeitnehmenden, Verantwortlichen für betriebliche Sicherheit bis hin zu HR-Fachleuten und Sozialpartnern. Das Bildungsangebot bezweckt, die physische und psychische Gesundheit der Arbeitnehmenden zu verbessern. Neben einem Grundmodul zu "Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz“ werden Themen wie "sexuelle Belästigung“, "Schutz der Jugendlichen“ sowie "Arbeitnehmende 50+“ behandelt. Grosser Wert wird auf Prävention gelegt.
Informationen (französisch)
Print- und Online-Angebote
Der Dokumentationsdienst des Tessiner Berufsbildungsamt hat die 16. Auflage des Internetverzeichnisses zur Berufsbildung herausgebracht (in italienischer Sprache). Es enthält thematisch gegliederte Links, jeweils mit einem kurzen Kommentar zum Inhalt und unter Angabe der Sprache der Website. Interessierte können das Verzeichnis bald auch online auf der Website des Tessiner Berufsbildungsamtes einsehen.
Das Bundesamt für Statistik hat die Zahlen zum Personal der Fachhochschulen 2007 sowie zu den Finanzen der universitären Hochschulen 2007 publiziert.
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Gebäudetechnik ist das erste Heft der Heftreihe Chancen in Beruf und Arbeit, das in der 2009er Serie des SDBB Verlags erscheint, inzwischen in 3. Auflage. Ganz neu ist ein Medium, das im Laufbahnzentrum Zürich entstanden ist und das nicht ganz übersichtliche Gebiet der "Naturheilkunde und Komplementärmedizin" beleuchtet. Zudem: Von vielen sehnlichst erwartet, jetzt da - das neue Berufsfenster 2009. Schliesslich eine Reihe von Aktualisierungen im Berufs- und Studienwahlbereich.
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Personalien MT
Der Schweizerische Arbeitgeberverband (SAV) feierte im November 2008 sein 100-jähriges Bestehen. Aus Anlass dieses Ereignisses publizierte der Verband im "Schweizer Arbeitgeber" eine Reihe von Artikeln, die jetzt in einer Jubiläumszeitschrift veröffentlicht worden sind. Der Beitrag von Urs F. Meyer, dem damaligen Leiter des Bereichs Berufsbildung beim SAV trägt den Titel "Die duale Berufsbildung als Erfolgsmodell - auch in der Wissensgesellschaft?" und kann hier heruntergeladen werden.
Weitere Beiträge und namentliche eine zwölfteilige Chronik finden sich auf der Website des SAV.
Personalien OP
Carmen Baumeler übernimmt ab dem 1. September 2009 die Leitung der Sparte Forschung und Entwicklung am Eidgenössischen Hochschulinstitut für Berufsbildung EHB. Die 37-jährige Soziologin hat 2005 an der Universität Zürich promoviert. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Bildungs- und Organisationssoziologie, Wirtschaftssoziologie, neue Medien, Technik- und Wissenschaftssoziologie und sozialwissenschaftliche Methoden. Seit 2006 führt sie ein Habilitationsprojekt mit Titel "Pensionskassenregime. Eine Analyse der Entstehung von Wohlfahrtsmärkten."
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Der Zuger Regierungsrat hat Beat Wenger per 1. Februar 2009 zum Rektor des gewerblich-industriellen Bildungszentrums Zug (GIBZ)gewählt. Wenger führte das GIBZ seit dem Hinschied seines Vorgängers ad interim. Vorher leitete er als Prorektor die Höhere Fachschule für Technik und Gestaltung (HFTG). Zudem zeichnete er verantwortlich für die Weiterbildung, die Bildungsdienstleistungen (insbesondere die «knowledge-factory» am GIBZ) sowie für die Qualitätsentwicklung aller Bildungseinrichtungen im Zentrum. Das Ressort Qualitätssicherung wird er auch als Rektor behalten.
Verschiedenes
Der Kanton Jura stellt der "Association Lire et Ecrire" (Vereinigung Lesen und Schreiben) 2009 eine Subvention von 40'000 Franken zur Verfügung. Gleichzeitig wurde eine Vereinbarung zwischen der Volkshochschule und der "Association Lire et Ecrire" unterzeichnet. Dieser Schritt ist eine neue Etappe in der Koordination zur Bekämpfung des Analphabetismus.
Pressemitteilung (französisch)
Informationen: Olivier Tschopp, chef du Service de la formation des niveaux secondaire II et tertiaire, 032 420 71 60, olivier.tschopp@jura.ch
Inserate
Fördern Sie Ihre Karriere mit einem Abschluss MAS EHB in Bildungsmanagement (60 ECTS). Das Eidgenössische Hochschulinstitut für Berufsbildung (ehemaliges SIBP) bietet ein berufsbegleitendes (2-6 Jahre) Weiterbildungsstudium für Berufsbildungsverantwortliche und Schulleiter/innen an, das zum «Master of Advanced Studies EHB in Bildungsmanagement» führt. Weitere Informationen auf www.mas.ehb-schweiz.ch; Kontakt: mas@ehb-schweiz.ch | 031 910 37 57
Inserat
Das BBT hat Ende 2008 das Projekt „Qualität leben“ zur Erarbeitung eines Leitfadens für die nachhaltige Entwicklung der Qualität in Bildung und Qualifikationsverfahren der Berufsbildung initiiert.
An der Fachtagung vom 16. Juni 2009 soll der erarbeitete Entwurf des Leitfadens vorgestellt und – mit dem Ziel der Weiterentwicklung – breit diskutiert werden.
Nähere Informationen
Nach der ersten erfolgreichen Begegnungsveranstaltung mit Autorinnen und Autoren organisiert der hep verlag auch dieses Jahr einen ähnlichen Anlass. Der kostenlose Begegnungstag für ABU-Lehrpersonen kann als berufliche Weiterbildung angerechnet werden. Weitere Informationen finden Sie unter http://www.hep-verlag.ch oder hier
Im Weiterbildungsprogramm 2009 des SDBB hat es noch freie Plätze. Hier finden Sie eine Auflistung. Bei Interesse melden Sie sich bitte direkt unter www.weiterbildung.sdbb.ch/ an. Bei Fragen: weiterbildung@sdbb.ch oder Tel: 031 320 29 44
Der SDBB ist bereits am Sammeln von Ideen und Vorschlägen für 2010. Wir möchten (noch besser) auf die Anliegen der Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung eingehen. Wenn Sie die Möglichkeit der Mitgestaltung nutzen möchten, dann notieren Sie Inhalte und Ziele auf das Ideenblatt. Für allfällige Rückfragen sind wir dankbar für Mail und Telefonnummer. Eingabeschluss ist der 26. März 2009.
Archiv
PANORAMA.aktuell
2012
02 01
2011
21 20 19 18 17 16 15 14 13 12 11 10 09 08 07 06 05 04 03 02 01
2010
22 21 20 19 18 17 16 15 14 13 12 11 10 09 08 07 06 05 04 03 02 01
2009
22 21 20 19 18 17 16 15 14 13f 13 12 11 10 9 8 7 6 5 4 3 2 1
bbaktuell
2008230 229 228 228 228 227 226 225 224 223 222 221 220 219 218 217 216 215 214 213 212 211 210 209 208
bbaktuell
2007207 206 205 204 203 202 201 200 199 198 197 196 195 194 193 192 191 190 189 188 187 186 185 184
2006
183 182 181 180 179 178 177 176 175 174 173 172 171 170 169 168 167 166 165 164 163 162 161 160
2005
159 158 157 156 155 154 153 152 151 150 149 148 147 146 145 144 143 142 141 140 139 138 137 136
2004
135 134 133 132 131 130 129 128 127 126 125 124 123 122 121 120 119 118 117 116 115 114 113 112
2003
111 110 109 108 107 106 105 104 103 102 101 100 99 98 97 96 95 94 93 92 91 90 89
2002
88 87 86 85 84 83 82 81 80 79 78 77 76 75 74 73 72 71 70 69 68 67 66 65
2001
64 63 62 61 60 59 58 57 56 55 54 53 52 51 50 49 48 47 46 45 44 43 42 41
2000
40 39 38 37 36 35 34 33 32 31 30 29 28 27 26 25 24 23 22 21 20 19 18 17 16
1999
15 14 13 12 11 10 09 08 07 06 05 04 03 02 01


