jf. Im Juni 2007 fiel der Entscheid zum "Haus der Kantone" in Bern. Inzwischen sind die letzten Umbauten beendet. Nach dem SDBB, das sich schon vor sechs Monaten im dritten Stock eingerichtet hat, sind nun sechs interkantonale Regierungskonferenzen (Bildung, Finanzen, Gesundheit, Justiz, Soziales und Kantonsregierungen) sowie mehrere Institutionen aus deren Umfeld an der Speichergasse 6 in Bern eingezogen. Die Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren EDK und ihre Institutionen haben ihre Räume im 4. und 5. Stock.
Lageplan: http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba4697a.pdf
Faktenblatt zum Haus der Kantone: http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba4295b.pdf
BBaktuell Ausgabe 221
Die grafisch gestaltete PDF-Version des Newsletters finden Sie unter http://www.panorama.ch/pdf/bbaktuell221.pdf, den aktuellen Veranstaltungskalender unter panorama.ch/pdf/Veranstaltungen.pdf
08. 07. 2008
df. Der Bundesrat hat für die Mehrwertsteuer einen Wechsel zu einem Einheitssatz vorgeschlagen und will dabei viele Ausnahmen aufheben - darunter die Aus- und Weiterbildung. Der Kaufmännische Verband Schweiz wehrt sich gegen den vom Bundesrat vorgeschlagenen Wechsel. Stark betroffen wäre insbesondere die höhere Berufsbildung, die weitgehend von den Absolventinnen und Absolventen privat finanziert wird. Mit der MWST-Unterstellung würden die bereits heute bestehenden steuerlichen Nachteile zusätzlich verstärkt.
Mehr: http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba4684a.pdf
df. Die Umsetzungsarbeiten für die neuen Rahmenlehrpläne Allgemeinbildung in den Kantonen sind weit gediehen. Eine Bestandsaufnahme des EHB zeigt, dass in vielen Berufsfachschulen schon auf Beginn des Schuljahres 2008/2009 mit neuen Schullehrplänen gearbeitet wird. Der Unterricht an den Berufsfachschulen vieler Kantone wird damit standardisiert. Mehr Gewicht erhält der Fachbereich "Sprache und Kommunikation". Auch das Qualifikationsverfahren wird vereinheitlicht.
Mehr: http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba4675a.pdf
df. Den IV-Stellen gelingt es gut, sich als Kompetenz- und Dienstleistungszentrum zu positionieren sowie die Wirksamkeit der beruflichen Massnahmen zu steigern. Dies sind Ergebnisse einer "Evaluation der Arbeitsvermittlung in der Invalidenversicherung" des Büro BASS im Auftrag des Bundesamts für Sozialversicherungen BSV. Im Bereich der beruflichen Eingliederung sei noch Potential vorhanden; dafür müssten die Strukturen und Prozesse aber neu gestaltet werden. Zugleich müsse der Blick auch über das System der IV hinaus geweitet und Ergänzungen zu den Eingliederungsbestrebungen der IV etabliert werden, die die Arbeitgeber vermehrt in die Pflicht nehmen ("Supported Employment").
Studie: http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba4685a.pdf
wt. Die positive Entwicklung auf dem Lehrstellenmarkt setzt sich fort: Nach dem Lehrstellenbarometer (vgl. bbaktuell 220) melden auch die Kantone nun eine entspannte Lehrstellensituation: Zum jetzigen Zeitpunkt seien noch in allen Berufsfeldern Lehrstellen offen. Mehr: http://www.news.admin.ch/message/?lang=de&msg-id=19988 oder http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba4709a.pdf
ao. Das BBT hat die Verordnung über die berufliche Grundbildung Orthopädist/in EFZ auf den 1. Januar 2009 in Kraft gesetzt. In einigen Wochen stehen die Verordnung unter http://www.bbt.admin.ch , der Bildungsplan unter http://www.svot.ch zur Verfügung.
df. In St. Gallen hat das Angebot eines "Coiffeurinstituts GmbH" Anlass zu einer Interpellation im Grossen Rat gegeben. Das Institut beschäftige Lernende zu einem Lohn von durchschnittlich 150 Franken pro Monat (die St. Galler "Richtwerte" von coiffuresuisse liegen bei durchschnittlich 500 Franken). Zudem bezahlten die meisten Lernenden für eine "Intensiv-Zusatz-Ausbildung" pro Monat 500 Franken. In ihrer Antwort vergleicht die Regierung das Coiffeurinstitut mit einer Lehrwerkstätte. Es habe die Ausbildungsbewilligung unter der Voraussetzung erhalten, dass transparent informiert werde. Die Zusatzausbildung sei nicht Teil der Voraussetzungen für das EFZ.
Schriftliche Antwort der Regierung: http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba4682a.pdf
df. In den Kantonen Luzern und Zug haben erstmals zwei Klassen der Fachmittelschule (FMS) im Beruf Fachangestellte/r Gesundheit einen Pilotlehrgang absolviert, der nach drei Jahren zum Erwerb eines Fachmittelschulausweises sowie – nach einem vierten, praktischen Jahr – eines eidgenössischen Fähigkeitszeugnisses sowie der Berufsmaturität führt. Die Zentralschweizer Interessengemeinschaft Gesundheitsberufe ZIGG und das Luzerner Kantonsspital wollen auch künftig Lernende, die eine dreijährige FMS absolviert haben, im vierten Jahr in ein Praktikum aufnehmen.
jp. Eine Studie des Schweizerischen Versicherungsverbands SVV über das System der überbetrieblichen Aus- und Weiterbildung in der Privatassekuranz sowie die sich abzeichnende Auflösung der BVF (Schweizerische Trägerschaft für Berufs- und höhere Fachprüfungen in Bank, Versicherung und Finanzplanung) im Jahr 2009 führten zur Neuausrichtung der Bildungspolitik. Peter Renfer, Beauftragter für Kommunikation beim Berufsbildungsverband der Versicherungswirtschaft VBV, berichtet über die Aufgaben des VBV und die im Herbst 2007 neu gestarteten Bildungsgänge.
Interview: http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba4636a.pdf
Informationen: http://www.vbv-afa.ch
jf. Die 2007 gegründete Konferenz der Höheren Fachschulen (Konferenz HF) vertritt die politischen Interessen der rund 140 Höheren Fachschulen der Schweiz. Zur ersten Generalsekretärin wurde Eva Desarzens-Wunderlin gewählt. Sie wird ihre Arbeit am 1. Oktober 2008 aufnehmen.
Mehr: http://www.konferenz-hf.ch/index.cfm?rub=29
df. Der Bundesrat hat die Errichtung und Führung einer zweiten privaten Fachhochschule genehmigt. Die neue Fachhochschule Les Roches-Gruyère, mit Hauptcampus in Bulle FR, bietet ab 2009 einen Bachelorstudiengang in Hotellerie an.
Mehr: http://www.news.admin.ch/message/?lang=de&msg-id=19901 oder http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba4698a.pdf
Der Antrag stellte die Gesthôtel SA, Randogne/VS, die u.a. auch Ausbildungen in der "Les Roches International Scool of Hotel Management" in Bluche/VS anbietet: http://www.lesroches.edu .
Der Bundesrat anerkennt damit die wirtschaftliche und bildungspolitische Bedeutung des Privatschulsektors. Private Anbieter müssen die gleichen gesetzlichen Aufgaben erfüllen wie die sieben öffentlich-rechtlichen Fachhochschulen und werden vom Bund beaufsichtigt, sie erhalten aber keine Bundesbeiträge. Die erste Genehmigung erhielt 2005 die private Fachhochschule Kalaidos (Wirtschaft und Gesundheit): http://www.kalaidos-fh.ch
df. Der vom Schweizerischen Verband für Berufsberatung SVB während vielen Jahren durchgeführte Studiengang entspricht bezüglich Belastung und Niveau einer Höheren Fachschule mit 2-jähriger Vollzeitausbildung. Dies ist eine der Kernaussagen einer Arbeitsgruppe (ZHAW, KFH, FAB).
Absolventinnen und Absolventen dieses Studiengangs können voraussichtlich ab Herbst 2009 an der ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften mit einem Ergänzungsstudium den Titel Psychologe/Psychologin FH BSc erwerben.
Mehr: http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba4687a.pdf
df. Die Vorbereitungen für die Schaffung einer neuen Organisation für die Berufsberatung kommen voran. Am Donnerstag, 19. Juni 2008 haben sich die Vertreterinnen und Vertreter von sieben Fach- und Regionalgruppen getroffen. Sie haben eine Projektleitung eingesetzt, die fachlich von der Beratungsfirma B'VM in Bern (Christoph Gitz) begleitet wird. Die Vereinigungen AGAB, FAB, ffbb und die Nachfolgeorganisation des SVB planen, im Herbst 2008 ihre gemeinsame Geschäftsstelle zu eröffnen und einen Newsletter herauszugeben.
Mehr: http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba4686a.pdf
df. Rudolf Strahm (ehemaliger Nationalrat und Preisüberwacher) hat ein neues "Wirtschaftsbuch" mit dem Titel "Warum wir so reich sind" verfasst. Seine Antwort auf die gestellte Frage lautet: "Dank der Berufsbildung". Strahms 300-seitiges Werk enthält über 100 Grafiken und soll helfen, die realen Zusammenhänge der schweizerischen Wirtschaft zu verstehen. Als Gefahr für die Berufsbildung bezeichnet Strahm unter anderem das Bologna-Modell.
Auszug aus dem Buch: http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba4683a.pdf
jp. SF1 hat in der Rundschau vom 25. Juni 2008 eine Reportage über die zweijährige berufliche Grundbildung ausgestrahlt. SF1 berichtet: Jugendliche mit schlechter Schulkarriere finden auch heute noch kaum eine Lehrstelle. Auf unzählige Bewerbungen erhalten sie oft nicht einmal eine Antwort. Ein möglicher Ausweg stellt die zweijährige berufliche Grundbildung dar - doch noch immer bieten Firmen diese kaum an.
Reportage: http://www.sf.tv/sf1/rundschau/index.php?docid=20080625 > Jugendliche ohne Lehrstelle: Kürzere "Attestlehre" als Chance; Play-Taste im Bild anklicken (10:50 Min.).
Mehr über die zweijährige berufliche Grundbildung bei SF Wissen mySchool "Berufsbilder aus der Schweiz": http://www.sf.tv/sf1/myschool/index.php?docid=reihe-attestberufe
Auf http://www.berufsberatung.ch/filme sind in einer alphabetischen Übersicht – nach Bildungsstufen geordnet – alle Berufsfilme aufgelistet. Neben den 50 "EinBlick auf"- Filmen, die in der Regel einen Grundberuf vorstellen, finden sich auch die bisher vier "Infos zu"-Filme, die den Berufsalltag nach einer "Attestausbildung" zeigen.
jp. Auf dem Internet-Portal http://www.kmu.admin.ch für Klein- und Mittelbetriebe des SECO kann auch ein Newsletter abonniert werden. "Trotz gestiegener Flexibilität bleibt die soziale Sicherheit in der Schweiz gross" ist ein Thema in der neuen Ausgabe 5/2008.
Mehr: http://www.kmu.admin.ch/aktuell/00493/00731/01146/index.html?lang=de
Das Amt für Berufsbildung und Berufsberatung Basel-Landschaft sucht für die Berufs- und Studienberatung Bottmingen per 1. August 2008 oder nach Vereinbarung eine/n Studien- und Laufbahnberater/in (Beschäftigungsgrad 50%).
Ihre Tätigkeit umfasst die Beratung von Schülerinnen und Schülern bei der Entscheidfindung während oder nach dem Gymnasium in Fragen der universitären oder ausseruniversitären Aus- und Weiterbildung, des Berufseinstiegs und der Laufbahnplanung.
Detaillierte Ausschreibung: http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba4703a.pdf
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