df. Bei der Finanzierung der Angebote in der höheren Berufsbildung sind in Zusammenhang mit der ab 1. Januar 2008 in Kraft getretenen Systemänderung (Bundesbeiträge in Form von Pauschalen an die Kantone) eine Reihe von Fragen zu klären. Mittelfristig (bis 2010/2011) werden diese Fragen teilweise mit einer neuen interkantonalen Vereinbarung beantwortet werden können, welche auf den Ergebnissen einer von den Verbundpartnern gemeinsam durchgeführten Masterplanung aufbauen. In der Zwischenzeit hat die eine Kommission der SBBK (Schweizerische Berufsbildungsämter-Konferenz) Vollzugshilfen zuhanden der Kantone erarbeitet. Zudem wurde eine dreiköpfige Clearing-Stelle errichtet, in der Serge Imboden (BBT), Robert Galliker (EDK) und Christine Davatz (SGV) einsitzen.
Mehr: http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba4558a.pdf sowie http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba4558b.pdf
BBaktuell Ausgabe 219
Die grafisch gestaltete PDF-Version des Newsletters finden Sie unter http://www.panorama.ch/pdf/bbaktuell219.pdf, den aktuellen Veranstaltungskalender unter panorama.ch/pdf/Veranstaltungen.pdf
10. 06. 2008
jp. Seit einigen Jahren untersuchen fünf Forschungszentren und -netzwerke spezifische Fragen der Berufsbildung, die sog. Leading Houses. In bbaktuell 207 hat Gerhard Steiner die Arbeit des Leading House "Lernstrategien" dargestellt: http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba4306.pdf . Nun berichten Yves Flückiger und Jean-Marc Falter über ihre Forschung zu den Übergängen von Schule über Berufsbildung ins Erwerbsleben, von Erhebungen über die Kompetenzen von Erwachsenen und von Weiterbildung in Unternehmen.
Interview: http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba4503a.pdf
df. Das BBT hat entschieden, dass in Bereichen, in denen noch keine zweijährige berufliche Grundbildung existiert, noch bis 2012 Anlehren weitergeführt werden können, nicht nur bis 2008 wie ursprünglich vorgesehen. Zurzeit sind zwanzig EBA in Kraft gesetzt, 15 sind in Bearbeitung, weitere sind geplant. Mehr: http://www.bbt.admin.ch/themen/grundbildung/00655/index.html?lang=de .
Für Jugendliche, die die Berufsattestausbildung nicht schaffen, bietet INSOS, der gesamtschweizerisch tätige Branchenverband von Institutionen für Menschen mit Behinderung, seit Sommer 2007 die "Praktische Ausbildung" an. Diese wird von 58 Institutionen mit 368 Lehrverhältnissen getragen: http://www.insos.ch/de/aktuell/projekte/index.asp?navanchor=2110014 > Praktische Ausbildung (PrA) nach INSOS
jf. Anlässlich der Plenarversammlung vom 15./16. Mai 2008 in Stein am Rhein hat der SBBK-Vorstand seine Stellungnahme zur Frage der beruflichen Bildungsangebote ohne eidgenössischen Abschluss dargestellt. Die SBBK hat sich als strategische Zielsetzung vorgenommen, sich aktiver als bisher für die Schaffung von zweijährigen Grundbildungen mit eidgenössischem Berufsattest (EBA) einzusetzen. Vor allem empfiehlt sie den Kantonen, bis 2012 auf die Schaffung kantonaler Ausbildungen vollständig zu verzichten und damit den Druck auf die Wirtschaft, sich in diesem Bereich zu engagieren, aufrecht zu halten.
Mehr: http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba4615a.pdf
wt. Es gibt international fünf bis sechs "Journals", in der sich Wissenschaftler über Fragen von "Vocational Education and Training" austauschen. Sie sind stark vom angelsächsischen Berufsbildungssystem geprägt und enthalten relativ wenig Beiträge aus der empirischen Forschung. Das BBT hat deshalb beschlossen, eine Zeitschrift zu lancieren, in der das System im Vordergrund steht, das in der Schweiz (und in einigen weiteren Staaten) verbreitet ist, und in dem es in erster Linie um Ergebnisse der empirischen Forschung geht. Zweimal jährlich sollen je 5 bis 6 Beiträge in englischer Sprache publiziert werden, erster 'Editor' wird Prof. Stefan Wolter sein.
Die erste Ausgabe erscheint im Frühjahr 2009, vgl. die Website des Verlags: http://www.sensepublishers.com/ERVET.htm
jp. In den Berufswahlschulen Bülach und Uster im Kanton Zürich wird im Schuljahr 2008/2009 erstmals der neue Rahmenlehrplan für das Berufsvorbereitungsjahr erprobt. Im nächsten Schuljahr soll er in allen Schulen mit kantonal mitfinanzierten Berufsvorbereitungsjahren eingeführt werden. Der Rahmenlehrplan wurde im Projekt "Reform der Brückenangebote im Kanton Zürich" zusammen mit der Pädagogischen Hochschule Zürich entwickelt. Er ist nach sieben Lernfeldern strukturiert, die je auf ein ausserschulisches Handlungsfeld vorbereiten. Damit wird u.a. ein starker Praxis- und Arbeitsweltbezug hergestellt.
Mehr: http://www.mba.zh.ch/brueckenangebote > Downsloads oder http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba4644a.pdf .
Auskunft: mailto:jolanda.loetscher@mba.zh.ch. Vgl. auch bbaktuell 201/8 und http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba4095a.pdf
df. Das Bundesamt für Statistik hat "Neue Szenarien für das Bildungssystem" publiziert. Zwischen 2008 und 2011 wird die Zahl der Eintritte in die Sekundarstufe II 11% zurückgehen. Bezüglich der Berufsbildung enthalten die Prognosen sehr grosse Unsicherheiten: Angesichts der in den letzten Jahren festgestellten Tendenzen, wie der vermehrte Besuch von allgemein bildenden Schulen, könnten die Erstjahresbestände bei der beruflichen Grundbildung bis 2017 auf 68'000 zurückgehen (-16% im Vergleich zu 2008), wobei grosse regionale Unterschiede bestehen dürften.
Die Zahl der Abschlüsse dürfte 2011 mit 19'000 gymnasialen Maturitäten (+10% im Vergleich zu 2007) und 12000 Berufsmaturitäten (+8% bis +18% je nach Szenario) ihren Höhepunkt erreichen.
Mehr: http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba4650a.pdf sowie http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/15/08.html > Szenarien 2008-2017
ao. Die Verordnung über die berufliche Grundbildung Berufsfeld Landwirtschaft und deren Berufe wird auf den 1. Januar 2009 in Kraft gesetzt. Darunter fallen: Gemüsegärtner/in EFZ, Geflügelfachfrau/Geflügelfachmann EFZ, Landwirt/in EFZ, Obstfachfrau/Obstfachmann EFZ, Weintechnologin/Weintechnologe EFZ, Winzer/in EFZ.
Bildungspläne: http://www.sbv-bildung.ch/de/grundbildungreformefz.asp .
Die Verordnung über die berufliche Grundbildung Anlagenführer/in EFZ ist in Vernehmlassung. Frist: 1. September 2008.
Infos: http://www.bbt.admin.ch/themen/grundbildung/00107/00158/index.html?lang=de
Gemäss Richtlinien der Europäischen Union müssen Berufsfahrer/innen im Personen- und Güterverkehr per 1. September 2009 einen "Fähigkeitsausweis" erwerben. Dieser Ausweis ist keine berufliche Ausbildung, sondern dient der Umsetzung der EU-Richtlinien in der Schweiz. Inhaber/innen des eidg. Fähigkeitszeugnisses Lastwagenführer/innen (EFZ) erhalten den EU-konformen, zeitlich befristeten Fähigkeitsausweis Berufsfahrer/in ohne zusätzliche Prüfung (Art. 6, Abs. 2 CZV). Quelle: Kurzinfo SDBB-Bulletin bzw. Vereinigung der Strassenverkehrsämter, http://www.cambus.ch oder http://www.asa.ch
df. Die vorgeschlagene Reform der Berufsmaturität wird von verschiedenen Konferenzen abgelehnt. Die SDK (Schweizerische Direktorinnen- und Direktorenkonferenz der Berufsfachschulen) hat an ihrer Generalversammlung vom 29. Mai 2008 beschlossen, man soll auf die Revision der BM verzichten und die bestehende Verordnung konsequent umsetzen. Ähnliche Beschlüsse liegen von der Schweizerischen Konferenz der kaufmännischen Berufsfachschulen oder der Vorsteherkonferenz der gewerblich-industriellen Berufsmaturitätsschulen im Kanton Bern vor. Die Vernehmlassung dauert bis 15. August 2008.
ao. Andreas Zysset, derzeit Leiter der Abteilung Berufsschulen im Mittelschul- und Berufsbildungsamt (MBA) des Kantons Bern, übernimmt ab Schuljahr 2008/09 die Leitung der Lehrwerkstätten Bern (LWB). Die LWB, die grösste staatliche Lehrstellenanbieterin im Kanton, möchte ihre Strategie als Lehrwerkstätten für leistungsstarke, technisch orientierte Jugendliche sowie für Jugendliche mit Startschwierigkeiten weiter verfolgen. Der heutige Direktor, Peter Scheidegger, wechselt zum MBA und übernimmt die Leitung und Begleitung verschiedener Projekte.
Infos: Theo Ninck, Vorsteher MBA Kt. Bern, mailto:theo.ninck@erz.be.ch
Pressemitteilung: http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba4648a.pdf
jf. Guy Curtet, seit 2002 Präsident der Schweiz. Konferenz kaufmännischer Berufsfachschulen (SKKBS), tritt aus gesundheitlichen Gründen von seinem Amt zurück. Bis zur Generalversammlung 2008 präsidiert Frau Esther Ott-Debrunner vom Berufszentrum Wirtschaft Weinfelden die Konferenz ad interim. Infos: mailto:esther.ott@bbz.ch
jp. Der Schweizerischer Verein für Technische Inspektionen (SVTI), der Verband der Betriebsleiter und Betreiber schweizerischer Abfallbehandlungsanlagen (VBSA), Association Romande des Thermistes (ARTh) und das Heizwerkführer Forum (HWFF) haben den Entwurf zu einer Änderung der Prüfungsordnung über die Berufsprüfung Heizwerkführer/in mit Eidgenössischem Fachausweis eingereicht.
Unterlagen: Bundesamt für Berufsbildung und Technologie, Effingerstr. 27, 3003 Bern.
Einsprachefrist bis 3. Juli 2008
jf. Anlässlich der Frühlingskonferenz vom 21. Mai 2008 hat die Schweizerische Konferenz der Leiterinnen und Leiter der Berufs- und Studienberatung KBSB zwei Vorstandsmitglieder verabschiedet, ihre Nachfolger gewählt und Isabelle Zuppiger Ritter, Leiterin Fachbereich Berufsberatung im Amt für Jugend und Berufsberatung des Kantons Zürich, zur neuen Präsidentin berufen.
Pressemitteilung: http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba4645a.pdf
jf. Die Europäische Zeitschrift für Berufsbildung publiziert in der Ausgabe Nr. 42/43 2007/2008 Artikel zum Thema: "Der Europäische Qualifikationsrahmen".
Zusammenfassungen der Artikel: http://www.trainingvillage.gr/etv/Upload/Information_resources/Bookshop/...
Das Netzwerk Berufsbildung der Arbeitnehmenden (getragen vom Schweizerischen Gewerkschaftsbund und von Travail.Suisse) informiert über Entwicklungen in der Berufsbildung und über Standpunkte der Bildungsgewerkschaften in einem elektronischen Newsletter. Vgl. die beiden ersten Ausgaben: http://www.bildungsgewerkschaften.ch
jp. Der Berner hep verlag erhielt zum vierten Mal die "Goldene Schiefertafel" von "Jugend und Wirtschaft". Die Auszeichnung 2008 geht an: Detailhandel - Wirtschaft DHA - Grundlagen - ein praktisches Lesebuch für die Lernenden der zweijährigen Lehre im Detailhandel.
Mehr: http://www.hep-verlag.ch/course/view.php?id=609
jf. Der SDBB-Verlag bietet das Lexikon der Berufsbildung in drei Sprachen als Taschenbuch und elektronisch an. Neu kann online von einer Sprache in die andere übersetzt werden. Nach der Suche eines deutschen Stichworts kann das Sprachsymbol FR oder IT angeklickt werden und es erscheint die französische oder die italienische Version des Begriffs. Damit das Lexikon Referenzwerk der Berufsbildung bleibt, wird es zusammen mit dem BBT laufend überarbeitet: http://www.lex.dbk.ch (deutsch), http://www.lex.csfp.ch (französisch) und http://www.les.csfp.ch (italienisch).
Taschenbuch-Bestellung: http://www.shop.dbk.ch
Eine Bildungsinstitution führen oder eine Ausbildungseinheit leiten? Dieser Diplomlehrgang ist Teil des "MAS FH in Bildungsmanagement" und richtet sich an Ausbildungs-, Schulleiter/-innen und Weiterbildungs-Verantwortliche mit eidg. FA Ausbilder/-in, die sich intensiv mit ihrer Führungsaufgabe auseinandersetzen möchten. Der DAS startet im September 2008 – jetzt anmelden!
Weitere Informationen unter: http://www.freyakademie.ch und http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba4552a.pdf
Für die Weiterentwicklung des Dienstleistungsbereichs (Testatkurse, à la carte-Angebote, Beratungen, Projektbegleitungen etc.) sucht das Eidgenössische Hochschulinstitut für Berufsbildung EHB am Standort Zollikofen aufgrund einer internen Rochade auf den 1. August 2008 oder nach Vereinbarung eine/n Projektverantwortliche/n (80 % - 100 %).
Detaillierte Ausschreibung: http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba4649a.pdf
Wir führen berufliche Abklärungen durch mit Personen, die durch Krankheit oder Unfall aus dem Berufsleben gerissen wurden. Im Team erarbeiten wir neue berufliche Perspektiven und beurteilen die Arbeitsfähigkeit.
Detaillierte Ausschreibung: http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba4653a.pdf
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