BBaktuell Ausgabe 209

Die grafisch gestaltete PDF-Version des Newsletters finden Sie unter http://www.panorama.ch/pdf/bbaktuell209.pdf, den aktuellen Veranstaltungskalender unter panorama.ch/pdf/Veranstaltungen.pdf


22. 01. 2008

df. Seit sieben Jahren beobachtet TREE, Transitions from Education to Employment, den Schulabgangs-Jahrgang 2000 im Rahmen einer national angelegten Längsschnittuntersuchung. Nun liegt eine neue Auswertung vor: Die Jugendlichen sind durchschnittlich 22 Jahre alt und zu gut 50% erwerbstätig. Rund ein Fünftel der befragten Jugendlichen steht (noch) ohne nachobligatorischen Abschluss da. 10% aller Jugendlichen hat das Ausbildungssystem verlassen und wird somit mit hoher Wahrscheinlichkeit ohne Ausbildung bleiben.
Studie: http://www.tree-ch.ch oder http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba4380a.pdf

jp. Nach über 36 Jahren Berufsbildung beim Schweizerischen Baumeisterverband (SBV) ist Anton Cotti auf Ende 2007 zurückgetreten. Im Interview mit bbaktuell hält er Rückschau: http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba4376a.pdf . Handlungsbedarf sieht er vor allem bei den aufwändigen Koordinationsmassnahmen.
Seit 1.1.08 leitet Hansjürg Winzeler die Berufsbildung an der Geschäftsstelle des SBV. Der Sekundarlehrer und Organisationsentwickler war bis im Sommer 2007 in der Schulentwicklung tätig. Er wird im Rahmen einer Neuorganisation der SBV-Berufsbildung die Reformen gemäss BBG weiterführen. mailto:hwinzeler@baumeister.ch

ja. Die Stellung der Berufsberatung und Berufsbildung beschäftigt die Behörden und Sozialpartner stark und bildet eines der Kernthemen der öffentlichen Debatten, die in Genf regelmässig unter dem Titel "Vision 3" stattfinden. Es ist eine Form der Förderung der Berufsbildung, die mehr Bekanntheit verdient. Gespräch mit der Forums-Leiterin, Yvonne-Marie Ruedin: http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba4335a.pdf

wt. In der Wintersession wurden sechs Vorstösse zur Berufsbildung eingereicht: Es geht um Arbeitsrechtliche Massnahmen beim Berufseinstieg (Geschäftsnummer 07.3790), um die Zukunft der Handelsschulen (07.3803), um die Finanzierung der Höheren Berufsbildung durch den Bund (07.3814), um die Unterstützung für die Berufsbildung in Vollzeitschulen (07.3850), um die Kostenübernahmen von Berufslehren (07.3871) und um die Antidiskriminierungskampagne (07.3879).
Texte zu diesen Vorstössen: http://www.parlament.ch > Geschäftsnummer
Übersicht über alle pendenten Vorstösse zur Berufsbildung: http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba3799a.pdf

df. Am 1. Januar 2008 ist die neue Jugendarbeitsschutzverordnung zusammen mit der Herabsetzung des Jugendschutzalters von 19 bzw. 20 Jahren auf 18 Jahre in Kraft getreten. In einer zweiten Departementsverordnung zur Jugendarbeitsschutzverordnung soll nun festgelegt werden, für welche Berufe und in welchem Umfang Nacht- und Sonntagsarbeit zugelassen wird, vgl. bbaktuell 202 und http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba4211b.pdf . Die zuständigen Organisationen der Arbeitswelt werden durch den Bund konsultiert, um die definitiven Regelungen auszuarbeiten. Hier die Forderungen zur Informatik: http://www.i-ch.ch/show.cfm?l=d&ID=news&nr=375 sowie http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba4348a.pdf

jf. Die Schweizerische Berufsbildungsämter-Konferenz (SBBK) führt seit dem 1. Januar 2008 ihre Arbeit mit einer neuen Organisation fort (vgl. bba 196/6). Fortan werden acht neue Kommissionen tätig sein. Nähere Informationen: http://www.dbk.ch/sbbk/index.php > SBBK Kommissionen.
Weitere Auskünfte: Jean-Daniel Zufferey, mailto:zufferey@edk.ch

df. In welchen Kantonen werden Weiterbildungsangebote finanziert? An welchen Berufsfachschulen wird das Sprachenportfolio 15+ eingesetzt? Wer beurteilt in den Fachmittelschulen die Lehrpersonen? Die EDK/IDES hat in einer Kantonsumfrage gegen 200 Fragen zur Bildung, darunter die Sekundarstufe II, gestellt. Ein erster Teil der Antworten ist nun über Internet zugänglich.
http://www.edk.ch/d/BildungswesenCH/framesets/mainbwch_eus_d.html

wt. Auf Anfang 2008 wurde das Amt für Berufsbildung und Berufsberatung (ABB) mit dem Amt für Mittel- und Hochschulen (AMH) fusioniert: http://www.so.ch/departemente/bildung-und-kultur/berufsbildung-mittel-un... . Ansprechpartner: http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba4377a.pdf

df. Der Zürcher Kantonsrat hat sich in zweiter Lesung nun doch für die Schaffung eines kantonalen Berufsbildungsfonds ausgesprochen. Beiträge einzahlen müssen gemäss einem Kompromissvorschlag der CVP Betriebe, die weder Lehrlinge ausbilden noch einen branchenbezogenen Fonds mitfinanzieren. Die Bürgerlichen sehen darin eine "KMU-Strafsteuer" und haben angekündigt, das Behördenreferendum gegen das Berufsbildungsgesetz zu ergreifen.

df. Nun gibt es auch Vorbereitungskurse auf den Multicheck, dessen Resultate heute von vielen Lehrbetrieben verlangt werden. Der private Bildungsanbieter Flying Teachers - "offizieller Partner von Multicheck", wie er sich selber bezeichnet - bietet Jugendlichen in Zürich und neu in Bern im Rahmen von vier Kursstunden Übungsaufgaben und Tipps an. Kosten: 170 Franken. Der Multicheck selber kostet weitere 100 Franken. http://www.flyingteachers.ch

df. Berufsbildung Schweiz BCH/FPS, die Dachorganisation für alle Berufsschullehrerinnen und -lehrer, hat am 9. Januar 2008 den neuen Newsletter "BCH News" lanciert. Er erscheint alle drei Wochen und spricht vor allem die Lehrpersonen in den Berufsfachschulen an. Verantwortlich ist Daniel Fleischmann, Journalist und bbaktuell-Redaktor. Die französische Ausgabe "FPS News" enthält auch Übersetzungen von Artikeln aus der BCH-Zeitschrift "Folio", da diese künftig nur noch in Deutsch herausgegeben wird.
Bestellen: http://www.bch-fps.ch/default.asp?PROJECTID=202

wt. Das Medienset "Jugend und Arbeit" - zusammengestellt von der Stiftung Bildung und Entwicklung, Filme für eine Welt und Alliance Sud - erarbeitet das Thema im globalen Kontext und im Zusammenhang mit weltwirtschaftlichen Entwicklungen. Das neue Bildungsangebot für Jugendliche in Berufsschulen und berufsvorbereitenden Ausbildungen wurde im Auftrag der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA produziert. http://www.jobsgoglobal.ch

Für Jugendliche hat die Schweizerische Nationalbank (SNB) ein neuartiges Lernangebot rund um ökonomische Zusammenhänge aufgeschaltet: http://www.iconomix.ch , Beschreibung: http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba4322a.pdf

wt. Das österreichische Institut für Bildungsforschung in der Wirtschaft (ibw) hat die Einstiegsqualifikationen von Lehrstellensuchenden bei über 300 Lehrbetrieben untersuchen lassen. Befragt wurde die Wichtigkeit bestimmter Qualifikationen, die Zufriedenheit mit den vorhandenen Qualifikationen und die Bedeutung schulischer bzw. beruflicher Erfahrungen. Besonders unzufrieden sind die Lehrbetriebe mit den schulischen Leistungen der Lehrstellensuchenden. http://www.ibw.at und http://www.oeibf.at . Studie: http://www.ams-forschungsnetzwerk.at/downloadpub/Endbericht-Einstiegsqua... oder http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba4367a.pdf . Ergebnisse: http://www.ibw.at/html/rb/pdf/rb_39_dornmayr.pdf oder http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba4367b.pdf

df. Bereits vor fünf Jahren schlug Helmut Pütz, Generalsekretär des Bundesinstituts für Berufsbildung BiBB ein "Berufsbildungs-PISA" vor. Das Evaluations-Projekt hätte dieses Jahr beginnen sollen. In einer "Empfehlung" meldet nun der Hauptausschuss des BiBB Bedenken an. Man befürworte zwar eine solche Studie. Die bisher präsentierten Vorarbeiten seien aber kritisch zu sehen. Namentlich werde die in der dualen Berufsausbildung vermittelte berufliche Handlungsfähigkeit zu wenig erfasst. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung BMBF dürfte in den nächsten drei Monaten über das weitere Vorgehen entscheiden. Mehr: http://www.bibb.de/de/31435.htm

df. Berufliche Qualifikationen sollen in ganz Europa verständlich und vergleichbar werden. Dies ist das Ziel des Europäischen Qualifikationsrahmens (EQR) für lebenslanges Lernen, auf den sich die Bildungsminister der Europäischen Union Anfang November geeinigt haben.
Der EQR verlangt nationale Qualifikationsrahmen; solche werden derzeit in Deutschland und in Österreich erarbeitet. Das Kernstück des EQR bilden acht Referenzniveaus, die das ganze Spektrum von den Grundkenntnissen bis hin zu Spitzenqualifikationen abdecken und sich unabhängig vom formalen Bildungsabschluss an den Lernergebnissen orientieren.
Mehr: http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba4290a.pdf

vm/jf. Das im Mai 2007 lancierte Projekt "Job-Passerelle" will behinderte Menschen in die Arbeitswelt integrieren und dabei das Risiko für Arbeitgeber vermindern. Als neuer Partner konnte nun das Online-Stellenportal "JobScout 24" gewonnen werden. Mehr: http://www.jobpasserelle.ch

Zum zweiten Mal hat 2007 die Vereinigung Cité des métiers et des formations die besten Lehrbetriebe des Kantons Genf ausgezeichnet. Zudem wurde ein Preis für die Gleichstellung vergeben: http://www.geneve.ch/dip/GestionContenu/detail.asp?mod=actualite.html&id... (französisch)

Das Online-Magazin http://www.ingenieuse.ch (französisch) lädt junge Frauen ein, die Welt des Ingenieurwesens zu entdecken.

wt. An der Bildungstagung zum Bundesgesetz über die Förderung der Hochschulen und die Koordination im schweizerischen Hochschulbereich HFKG an der Universität St. Gallen begründete Bundesrätin Doris Leuthard die Notwendigkeit, die beiden Hochschulgesetze zusammenzufassen: http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba4305a.pdf

Die ED des Kantons Bern hat einen "Stipendien-Prognoserechner" aufs Web geschaltet, mit dem man feststellen kann, ob eine Gesuchstellung für Ausbildungsbeiträge sinnvoll ist: http://www.erz.be.ch/site/sls-ausbildungsbeitraege-stipendienrechner

Die Linkliste zur Tessiner Berufsbildung des Servizio di documentazione, Divisione della formazione professionale wurde stark erweitert: http://www.afpr.ch/pdf/afpr4305b.pdf

Nach der erfolgreichen Premiere 2006 schreibt ENTERPRISE, die Stiftung für Unternehmergeist in Wirtschaft und Gesellschaft, in Zusammenarbeit mit PANORAMA wieder einen Preis für unternehmerisches Handeln im Bereich der beruflichen Aus- und Weiterbildung aus. Das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie BBT hat das Patronat übernommen. Informationen: http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba4374a.pdf