vm. Die Weiterbildung soll eine private Angelegenheit bleiben. Neue gesetzliche Verpflichtungen für die Arbeitgeber sind abzulehnen. Das ist die Kernbotschaft einer zehn Punkte umfassenden Stellungnahme, die der Schweizerische Arbeitgeberverband kürzlich verabschiedet hat. Urs F. Meyer, Mitglied der Geschäftsleitung und verantwortlich für das Dossier "Berufliche Aus- und Weiterbildung", erläutert im Gespräch mit bbaktuell die Haltung der Arbeitgeber. Das Berufsbildungsgesetz (BBG) reicht nach seiner Meinung für die Regelung der beruflichen Weiterbildung völlig aus.
Interview http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba4355a.pdf
BBaktuell Ausgabe 208
Die grafisch gestaltete PDF-Version des Newsletters finden Sie unter http://www.panorama.ch/pdf/bbaktuell208.pdf, den aktuellen Veranstaltungskalender unter panorama.ch/pdf/Veranstaltungen.pdf
08. 01. 2008
jp. Daniel Sommer ist per Ende 2007 als Generalsekretär der Geschäftsstelle Swisscompetence zurückgetreten. Er hat in den vergangenen 30 Jahren die Welt der Berufsmeisterschaften (Schweizer-, Europa- und Berufsweltmeisterschaften) geprägt. Im Interview mit bbaktuell blickt er mit Genugtuung auf die Entwicklung vom kleinen Verein zur heutigen erfolgreichen Stiftung zurück und sieht in der Förderung ehemaliger Teilnehmer an Berufsmeisterschaften Potential für Swisscompetence: http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba4327a.pdf
Als Nachfolger wurde der 31-jährige Betriebswirtschafter Christian Stofer gewählt, mailto:info@swisscompetence.ch
ao. Die neueste Version des Handbuchs Verordnungen des BBT ist unter http://www.bbt.admin.ch/themen/grundbildung > Handbuch oder http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba4354a.pdf abrufbar. Neu ist, dass der Analyse eine grössere Bedeutung zukommt als bisher. Reformen, die eine Inkraftsetzung der Verordnung über die berufliche Grundbildung auf den 01.01.2011 anvisieren, werden nach der neuen Ausgabe des Handbuches gestartet.
jf. Die Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Freiburg und die private Schule für Multimedia und Kunst Freiburg AG (EMAF) haben eine neue Vereinbarung abgeschlossen. Diese soll in erster Linie gewährleisten, dass die Personen, die zurzeit die Schule besuchen, ihre Lehre bis zum Abschluss mit einem Eidg. Fähigkeitszeugnis unter bestmöglichen Bedingungen fortsetzen können, vgl. http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba4331a.pdf .Die Schüler und Schülerinnen die gleichen Bedingungen wie diejenigen, welche sich bereits in Ausbildung befinden: http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba4331b.pdf
Infos: Fritz Winkelmann, Leiter des Amts für Berufsbildung, mailto:winkelmannf@edufr.ch
jf. Die vom Genfer Staatsrat beschlossenen Berufsbildungsmassnahmen im Hinblick auf die Reintegration von Jugendlichen mit Abbrüchen ihrer Ausbildung haben absolute Priorität. Die Massnahmen beinhalten die Bildung eines interinstitutionellen Dispositifs für die Gewährleistung der Nachhaltigkeit, das Überwinden administrativer Hindernisse, welche die Fortsetzung einer Ausbildung verhindern könnten, sowie das Erstellen eines Inventars bereits bestehender Massnahmen und deren Evaluation.
Infos: Grégoire Evéquoz, directeur général de l'OFPC, 022 388 44 25, mailto:gregorie.evequoz@etat.ge.ch
df. Materialkosten und Raummieten für Lehrabschlussprüfungen werden nicht zwangsläufig den Lehrbetrieben angerechnet. Dies beschloss der Zürcher Kantonsrat an seiner Sitzung vom 10. Dezember 2007 im Rahmen der Beratungen zum kantonalen Berufsbildungsgesetz. Ebenso wurde ein Antrag gutgeheissen, wonach für Lernende, die das letzte Jahr der Schulpflicht durch den Besuch eines Berufsvorbereitungsjahres erfüllen, kein Schulgeld erhoben wird. Eine Mehrheit fand auch der Antrag, dass defizitäre Freizeitkurse von staatlichen Weiterbildungseinrichtungen nicht länger durch erfolgreiche Kurse quersubventioniert werden dürfen.
Bereits am 3. Dezember hatte der Kantonsrat die Einrichtung eines kantonalen Berufsbildungsfonds abgelehnt. Dieses Thema wird aber anlässlich der zweiten, abschliessenden Lesung am 14. Januar nochmals diskutiert.
jp. Der neu gegründete Verein "Organisationen der Arbeitswelt Wald" (OdA Wald) unterstützt die rasche Einführung des Berufsbildungsfonds Wald, der voraussichtlich Anfang 2008 für allgemeinverbindlich erklärt wird. Damit sollen vor allem die Forstbetriebe, welche Lehrlinge ausbilden, finanziell entlastet werden. Der Verein ist auch für die Festlegung von Bildungszielen und -inhalten sowie für die Erarbeitung von Erlassen für die Berufsbildung zuständig. Rolf Dürig, Leiter der Geschäftsstelle, hat für bbaktuell die Meilensteine der Aus- und Weiterbildung im Forstwesen zusammengefasst: http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba4326a.pdf
df. Die Bereiche Gesundheit sowie Soziales könnten eine gemeinsame zweijährige Grundbildung erhalten. Diesbezügliche Abklärungen liegen laut OdASanté in Form eines Berichts vor, der nun in Anhörung ist. Der Entscheid wird auf April 2008 erwartet.
Mehr: http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba4328a.pdf
ao. Berufliche Grundbildung in Vernehmlassung:
Bühnentänzer/in EFZ (Pilotprojekt), Drucktechnolog/in, Automatiker/in EFZ, Automatikmonteur/in EFZ, Elektroniker/in EFZ, Konstrukteur/in EFZ, Mechanikpraktiker/in EBA, Polymechaniker/in EFZ, Produktionsmechaniker/in EFZ. http://www.bbt.admin.ch/themen/grundbildung/00107/00158/index.html?lang=de .
Berufliche Grundbildung auf den 1. Januar 2008 in Kraft gesetzt: Zahntechniker/in EFZ, http://www.vzls.ch oder http://www.szv.ch ; Pferdefachfrau/mann, Pferdewart/in, http://www.pferdeberufe.ch ; Heizungs-, Lüftungs- und Sanitärinstallateur/in EFZ, Haustechnikpraktiker/in EBA, Spengler/in, http://www.suissetec.ch ; Kunststofftechnolog/in EFZ, http://www.kvs.ch ; Verkehrswegbauer/in, http://www.verkehrswegbauer.ch .
Die Verordnungen stehen in einigen Wochen unter http://www.bbt.admin.ch zur Verfügung, die Bildungspläne unter den oben angegeben Links.
wt. Riccardo Mero heisst der neue Leiter des Bereichs Bildung und Mitglied der Geschäftsleitung des Schweizerisch-Liechtensteinischen Gebäudetechnikverbandes (suissetec). Er wird seine Position in der Geschäftsstelle in Zürich am 1. Februar 2008 antreten als Nachfolger von Frau Prof. Seidl, die vor drei Monaten suissetec verlassen hat. Zu seinen zentralen Aufgaben wird die Umsetzung der neuen Bildungsstrukturen gehören, wie vom Verband zu erfahren war.
df. Die seit einigen Jahren rückläufige Entwicklung der Zahl der Schülerinnen und Schüler auf der Primarstufe führt nun auch zu einer Abnahme des Bestandes auf der Sekundarstufe I. Ebenfalls verringert hat sich die Zahl der Kinder in der Vorschule. Die geburtenstarken Jahrgänge haben allmählich die obligatorische Schulzeit beendet, geburtenschwächere Jahrgänge rücken nach. Auf den übrigen Schulstufen nahm die Anzahl Lernender erneut zu.
Dies geht aus den neuesten vom Bundesamt für Statistik (BFS) veröffentlichten Ergebnissen zum Schuljahr 2006/07 hervor. http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/news/medienmitteilungen.Docu... oder http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba4350a.pdf
df. 40% der erwerbstätigen Personen gelten als "inadäquat für ihre Tätigkeit", das heisst, dass ihre Grundkompetenzen (Lesen und Rechnen) die für die entsprechende Arbeit tatsächlich erforderlichen Kompetenzen übersteigen oder nicht erreichen. Es brauche 12 Schuljahre, damit wenigstens 50% der Erwachsenen die täglich benötigten Kompetenzen in Lesen und Rechnen "auf knapp zufriedenstellende Weise" erreichten.
Dies ist einer Studie des Leading Houses im Bereich der Bildungsökonomie der Universität Genf zu entnehmen, die sich auf die Ergebnisse von ALL (Adult Literacy and Life Skills) stützt: http://www.afpr.ch/pdf/afpr4256a.pdf (Text in Französisch, Zusammenfassung in Deutsch)
df. Das Eidgenössische Volkswirtschaftsdepartement hat kurz vor Weihnachten 64 Fachhochschul-Masterstudiengängen die Startbewilligung erteilt. Ab Wintersemester 2008 erweitert sich damit die Fachhochschulausbildung um eine zusätzliche, weiter führende Stufe. Häufigster Studienabschluss wird auch künftig der Bachelor bleiben, der auf dem Arbeitsmarkt einen hohen Stellenwert erlangt hat und berufsqualifizierend bleiben soll.
Mehr: http://www.bbt.admin.ch/aktuell/medien/00483/00594/index.html?lang=de&ms... oder http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba4357a.pdf
df. Der SVB (Schweizerischer Verband für Berufsberatung) muss sich aus finanziellen Gründen rascher als bisher angenommen restrukturieren und zum Mitgliederverband entwickeln. Aus diesem Grund ist auf Ende 2007 Geschäftsführer Res Marty zurückgetreten. Der Verband wird interimistisch von einem Ausschuss unter Leitung von René Zihlmann geführt. Ihm gehören zudem Präsidentin Christiane Langenberger sowie Emil Giezendanner an, weiter die Vorsitzenden verschiedener Fachgruppen. Silvia Fust-Caviezel hat per Ende Februar 2008 gekündigt. Das Sekretariat führt bis Ende März weiterhin Maya Schwan. Die Jahresversammlung findet am 21. Mai statt.
wt. Das neue Jahr bringt auch Neues für bbaktuell: Bisher wurden bbaktuell und ActualitésFPr gemeinsam von der Schweizerischen Berufsbildungsämter-Konferenz SBBK und vom Bundesamt für Berufsbildung BBT herausgegeben. Ab 1. Januar 2008 übernimmt das Schweizerische Dienstleistungszentrum Berufsbildung / Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung SDBB diese Aufgabe gemeinsam mit dem BBT. Zuständig bleibt vorläufig die bisherige Steuergruppe, ergänzt durch Heinz Staufer, SDBB.
Auch in der Redaktion ergeben sich einige Änderungen, vgl. unser Impressum.
Was gleicht bleibt: Die beiden Newsletter werden gemeinsam von Bund und Kantonen finanziert und die Redaktion versucht weiterhin, Sie möglichst vertrauenswürdig, kurz und leserfreundlich zu informieren.
Mehr zum SDBB: http://www.sdbb.ch
Die Maintenance and Facility-Management Society of Switzerland (MFS) schafft die Stelle eines Bildungsexperten (ca. 30% oder im Mandatsverhältnis).
Die detaillierte Stellenausschreibung finden Sie unter
http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba4349a.pdf
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