df. Rund zwei Drittel der Ausbildungsverhältnisse in der Schweiz schliessen aus Sicht der ausbildenden Betriebe mit einem Nettonutzen ab. Bei einem Drittel der beruflichen Grundbildungen, die nach Beendigung des Lehrverhältnisses Nettokosten aufweisen, decken in den meisten Fällen kurz- und mittelfristige Erträge wie Einsparungen von Rekrutierungs- und Einarbeitungskosten die Ausbildungsauslagen. Dies bestätigt die zweite Kosten-Nutzen-Analyse der Lehrlingsausbildung aus der Sicht der Betriebe, welche die Forschungsstelle für Bildungsökonomie an der Universität Bern durchgeführt hat. In dieser Studie ergab die Hochrechnung der Daten, dass rund ein Drittel der Unternehmungen Lernende ausbildet. Bei Betrieben mit mehr als 100 Mitarbeitenden bilden über 80% aus. Demgegenüber liegt die Ausbildungsquote von Kleinbetrieben mit weniger als 10 Mitarbeitenden bei weniger als 30%.
Mehr: http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba4199a.pdf und http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba4199b.pdf
BBaktuell Ausgabe 203
Die grafisch gestaltete PDF-Version des Newsletters finden Sie unter http://www.panorama.ch/pdf/bbaktuell203.pdf, den aktuellen Veranstaltungskalender unter panorama.ch/pdf/Veranstaltungen.pdf
16. 10. 2007
df. Die Kantone haben im Jahr 2006 2,897 Mia. Franken in die Berufsbildung investiert, 1,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Kantone geben dabei pro Grundbildungsverhältnis unterschiedlich viel Geld aus: Am meisten investiert Genf (rund 25'000 Franken pro Lehrstelle), am wenigsten Appenzell Innerrhoden. Diese und weitere statistische Angaben sind der "Vollkostenrechnung der kantonalen Grundbildung 2006" zu entnehmen, die von PricewaterhouseCoopers im Auftrag des BBT erstellt worden ist.
Mehr: http://www.bbt.admin.ch/themen/berufsbildung/00104/00358/index.html?lang=de oder http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba4232.pdf
wt. Mit Case Management will der Bund den Übergang von der Volksschule über die Berufsbildung ins Erwerbsleben verbessern, vgl. Dossier "Case Management" unter http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba4220.pdf . 25 Kantone sind der Einladung des BBT nachgekommen, Konzepte für die Umsetzung des Case Managements in ihrem Gebiet einzureichen. Die meisten Konzepte können eingesehen werden: http://www.sbbk.ch/sbbk/projekte/casemanagement.php .
Das BBT hat inzwischen begonnen, die Konzepte mit den Kantonen zu besprechen, und sie aufgefordert, die Umsetzung unverzüglich an die Hand zu nehmen.
Informationen: Gerda Lüthi, BBT, mailto:gerda.luethi@bbt.admin.ch
wt. Weshalb geben Lehrbetriebe die Ausbildung auf? Wie können sie bei der Stange gehalten werden? Dies sind ebenso wichtige Fragen wie die Gewinnung neuer Lehrmeister, wenn es um das Lehrstellenangebot geht. Das Mittelschul- und Berufsbildungsamt Zürich (MBA) hat diese Fragen untersuchen lassen und dabei auch festgestellt, wie viele Betriebe trotz erteilter Bildungsbewilligung nicht oder nicht mehr ausbilden. Die Studie wurde im August 2007 vorgestellt und mit Vertreterinnen und Vertretern von Berufsberatung, Berufsbildungsforen, Lehrstellenförderung, OdA und MBA diskutiert.
Die ganze Studie unter: http://mba.zh.ch/downloads/Projektstellen/Verlust_Lehrstellen_Bericht%20... oder http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba4186.pdf
vm. Bundesrätin Doris Leuthard will mehr Frauen in den Chefetagen. In ihrem Departement soll bis 2011 in jeder Geschäftsleitung mindestens eine Frau Einsitz nehmen. Dies erklärte die Vorsteherin des Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartements (EVD) kürzlich in Horgen vor 200 Unternehmerinnen und Unternehmern, die ihrer Einladung an die Konferenz PotentiELLE gefolgt waren. Diese Konferenz forderte mehr weibliches Unternehmertum und den Ausbau der betrieblichen Gleichstellungspolitik.
Weitere Informationen über die Tagung unter http://www.potentielle.ch
ao. Der Zuger Regierungsrat hat den ersten Bildungsgang zum Homöopathen/zur Homöopathin der Höheren Fachschule für Naturheilverfahren und Homöopathie (hfnh) anerkannt. Damit übernimmt der Kanton Zug in der Ausbildung der Alternativ- und Komplementärmedizin eine Pionierrolle. Laut einer Pressemitteilung gab es schweizweit bisher keine formalisierte Ausbildung.
Pressemitteilung: http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba4225a.pdf
Fakten zur kantonalen Anerkennung Bildungsgang Homöopath/-in: http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba4225b.pdf
Infos: Beat Schuler, Leiter Amt für Berufsbildung, Projektleiter, mailto:beat.schuler@vd.zg.ch oder Esther Gerig, Amt für Berufsbildung, Projektleiterin Anerkennungsverfahren, mailto:esther.gerig@vd.zg.ch
vm. Romandie Formation bietet jährlich über 100 Kurse für Mitarbeitende und Kader an. Das Spektrum deckt die Weiterbildungsbedürfnisse von mehr als 150 Branchenverbänden ab, welche im Centre Patronal organisiert sind.
Die Seminarleiter stammen ausschliesslich aus der Berufspraxis, so dass neue Entwicklungen rasch in die Lehrpläne eingebaut werden können. Neben einem festen Angebot werden auch massgeschneiderte Kurse für öffentliche und private Unternehmen durchgeführt.
Weitere Informationen unter http://www.romandieformation.ch
vm. Unter den weiblichen Sozialhilfebezügerinnen zwischen 18 und 25 Jahren verfügen 63 Prozent über keinen nachobligatorischen Bildungsabschluss. Bei den Männern dieser Altersgruppe liegt der entsprechende Anteil bei 62 Prozent. Zusätzlich gefährdet sind junge Frauen, weil sie Mühe haben, eine feste Stelle zu finden und deshalb oft in prekären Arbeitsverhältnissen verharren. Betroffen sind namentlich Alleinerziehende. Dies geht aus einer neuen Untersuchung des BfS hervor.
Medienmitteilung: http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba4194a.pdf ; Studie: http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba4194b.pdf
am. An den Berufsfachschulen im Kanton St. Gallen wurden im Schuljahr 2006/2007 638 von rund 16400 Lernenden (3,9%) kein Sportunterricht erteilt. Aus organisatorischen Gründen und wegen Hallenknappheit war es an vier der zehn Berufsfachschulen nicht möglich, Sport für alle anzubieten. Nächstes Jahr soll die Organisation optimiert werden. In der Septembersession hat der Kantonsrat zudem neue Turnhallen in Altstätten und Sargans gutgeheissen. Sind sie gebaut, wird das Turn- und Sportobligatorium an den Berufsfachschulen des Kantons St.Gallen zu nahezu 100 Prozent erfüllt sein.
Infos: Markus Stadler, Amt für Berufsbildung St.Gallen, mailto:markus.stadler@ed-abb.sg.ch
vm. "Augenwischerei mit Berufsbildungsfonds": Unter diesem Titel zerzaust Urs F. Meyer in der Nummer 18 des "Schweizer Arbeitgeber" die im Berufsbildungsgesetz verankerten Fonds, mit welchen die Berufsbildung gefördert werden soll. Einige Branchen, so Meyer, hätten diese Fonds nun, wie gesetzlich vorgesehen, allgemeinverbindlich erklärt. Das Resultat seien endlose Abgrenzungsprobleme, insbesondere für Betriebe, welche Berufe aus verschiedenen Branchen umfassten. Der bürokratische Aufwand generiere beträchtliche nicht gedeckte Kosten. Fazit von Meyer: "Die Bestraften sind die ausbildenden Betriebe."
df. Auf sämtlichen regionalen Fernseh-Sendern der Deutschschweiz wird jede Woche ein Magazin aus den Bereichen Bildung und Beruf ausgestrahlt. Das von der Firma "Primetime" produzierte "Futura.TV" erreicht gemäss Telecontrol pro Sendung 350000 Zuschauerinnen und Zuschauer. Im Zentrum stehen Schule, Ausbildung, Job, Karriere, Weiterbildung und Lernen. Laut Chefredaktor Mario Aldrovandi können keine Sendungen gekauft werden; demgegenüber ist ein offen deklariertes Sponsoring möglich. Futura.TV schreibt noch rote Zahlen.
Mehr: http://www.futura.tv
jf. Der von der Schweizerischen Berufsbildungsämter-Konferenz Anfang 2007 herausgegebene Flyer (vgl. bba 187/10) ist neu auch in Italienisch erhältlich. Pdf-Versionen: http://www.afpr.ch/pdf/afpr4231a.pdf (Italienisch); http://www.afpr.ch/pdf/afpr3856a.pdf (Französisch); http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba3856a.pdf (Deutsch).
Die gedruckte Version kann beim Sekretariat der SBBK unter
Angabe der gewünschten Sprache und der Anzahl Exemplare bestellt werden: mailto:bernadette.benis@edk.ch .
wt/df. Das BIBB optimiert Online-Angebot zur Benachteiligtenförderung in der beruflichen Bildung und erweitert die Site durch neue Themenbereiche: http://www.good-practice.bibb.de
Die Table Ronde Berufsbildender Schulen ist die Vorständekonferenz der Berufsfachschulen. Sie hat ein Portal aufgebaut, das den Zugriff auf die gesamte Struktur der Berufsbildung in der Schweiz ermöglichen soll: http://www.berufsfachschulen-schweiz.ch
Das biz Uster sucht per 1. Januar 2008 oder nach Vereinbarung
eine Berufsberaterin / einen Berufsberater mit einem Beschäftigungsumfang von 80%.
Auskünfte erteilt Beatrice Mathys, Leiterin Abteilung Erwachsene, 044 905 45 45, beatrice.mathys@berufsberatung.zh.ch.
Ausführliche Ausschreibung: http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba4222.pdf
Das Schweizerische Dienstleistungszentrum für Berufsbildung, Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung SDBB sucht auf den 1. März 2008 oder nach Vereinbarung eine Informationsspezialistin, Forum-Moderatorin / einen Informationsspezialisten/Forum-Moderatoren mit einem Beschäftigungsgrad von 60 %.
Auskünfte erteilt Monika Göggel, 044 266 11 47, monika goeggel@sdbb.ch.
Ausführliche Ausschreibung: http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba4228.pdf
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