BBaktuell Ausgabe 201

Die grafisch gestaltete PDF-Version des Newsletters finden Sie unter http://www.panorama.ch/pdf/bbaktuell201.pdf, den aktuellen Veranstaltungskalender unter panorama.ch/pdf/Veranstaltungen.pdf


19. 09. 2007

ao. Mit der Aktion "Fairplay 01.11." wurde in der Deutschschweiz seit 1989 recht erfolgreich versucht, Jugendlichen und Lehrkräften eine systematische Berufs- und Lehrstellensuche mit weniger Zeitdruck zu ermöglichen. bbaktuell wollte wissen, wie die Situation heute aussieht und hat dazu die Kantone befragt. Resultate: http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba4119.pdf

ao. Die Entwürfe zu einer Prüfungsordnung über die Berufsprüfung Automatikfachfrau/Automatikfachmann sowie Prozessfachfrau/Prozessfachmann können beim BBT bezogen werden.
Die Vernehmlassung zum neuen Bundesgesetz über die Förderung der Hochschulen und die Koordination im schweizerischen Hochschulbereich ist eröffnet. Das Gesetz wird das heutige Universitätsförderungsgesetz und das Fachhochschulgesetz ablösen. Es wird künftig die einzige Grundlage des Bundes für die finanzielle Förderung der kantonalen Universitäten und Fachhochschulen sowie für die mit den Kantonen gemeinsam wahrgenommene Koordination des Schweizer Hochschulbereichs sein.
Vernehmlassungsunterlagen: http://www.sbf.admin.ch/htm/themen/uni/hls_de.html oder http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba4167.pdf

df. Zum zehnten Mal hat die "Hans Huber Stiftung zur Förderung der beruflichen Ausbildung" Preise für grosse Verdienste verliehen. Hauptpreisträger ist Herbert Bolliger, Präsident der Generaldirektion des Migros-Genossenschafts-Bundes aus Oberrohrdorf. Weitere Preisträger sind Patrick Bregenzer (Bresga Innenausbau AG) aus St.Gallen sowie Alwin Lehner und Raimund Winkler (Alpla-Werke) aus Hard/Vorarlberg.
Aus Anlass des Jubiläums hat die Stiftung eine schön gestaltete Porträtsammlung der bisherigen Preisträger publiziert.
Mehr: http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba4182.pdf

df. Bei der Validierung von Bildungsleistungen sind auch Qualifikationen im Bereich Allgemeinbildung zu berücksichtigen. In einer Studie des EHB finden sich Empfehlungen dazu. Diese wurden jedoch nicht in den nationalen Leitfaden "Anrechnung von Bildungsleistungen" übernommen.
Das EHB empfiehlt Rolle und Signifikanz der Allgemeinbildung bei Erwachsenen zu erfassen und Zielkompetenzen zu bestimmen. Zudem sei der Platz der Allgemeinbildung in Validierungsverfahren zu definieren. In der Studie des EHB wird vorgeschlagen, Pilotprojekte zu lancieren, die die Allgemeinbildung explizit berücksichtigen.
Kontakt: mailto:berno.stoffel@ehb-schweiz.ch

df. Robert Koller übernimmt per 1.1.2008 als Direktor die Leitung des Schweizerischen Bildungsservers educa.ch. Organisatorisch ist er in das Schweizer Medieninstitut für Bildung und Kultur in Bern eingebunden (vgl. http://www.educa.ch > impressum).
Koller arbeitete nach eigener Lehrtätigkeit als Primarschullehrer in der Entwicklung von ICT-Lehrgängen und als Kursleiter. Zurzeit ist er Geschäftsleiter der koller.ch AG, eines Unternehmens für Informatikausbildung und Softwareentwicklung.

df. Am 18. September wurde die "Konferenz HF" gegründet, der von Anfang an 100 der rund 160 Höheren Fachschulen angehören werden, private wie öffentlich-rechtliche, aus der Deutschschweiz und aus der Westschweiz. Als Präsident der neuen Konferenz wurde Hans Peter Ruggli gewählt, Inhaber der IBZ Schulen. Die Geschäftsstelle wird vorerst vom Leiter des Projektes, Martin Eppler, geführt. Die Konferenz finanziert sich über die Mitgliederbeiträge.
Mehr: http://www.konferenz-hf.ch; http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba4130a.pdf und http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba4130b.pdf
mailto:martin.eppler@bluewin.ch

jf. Der Genfer Regierungsrat schlägt dem Grossen Rat des Kantons ein Gesetz vor, das die vom Kanton unterstützten Institutionen der Gesundheit und des Sozialwesens (inklusive Kinderkrippen) verpflichtet, zusätzliche Lehrstellen für die Berufe Fachfrau/mann Gesundheit und Fachfrau/mann Betreuung zu schaffen, vgl. http://www.geneve.ch/grandconseil/data/texte/PL10080.pdf oder http://www.afpr.ch/pdf/afpr4082.pdf . Insbesondere sollen auch zweijährige Grundbildungen ermöglicht werden.
Diese Initiative ist laut Mitteilung aus Genf einmalig in der Schweiz. Auf Beginn des Schuljahrs 07/08 sind auch zwei Klassen für Lernende in der betriebsorientierten Grundbildung eröffnet worden. Bisher konnten diese Berufe im Kanton Genf nur in vollschulischer Form erlernt werden.
Mehr: Grégoire Evéquoz, directeur général de l'Office pour l'orientation, la formation professionnelle et continue, mailto:gregoire.evequoz@etat.ge.ch

wt. Verschiedene Berufswahlschulen im Kanton Zürich bieten "Berufsvorbereitungsjahre" an, die - bei genügender Leistung - als erstes Jahr einer zweijährigen Grundbildung anerkannt werden können. Der Kanton Zürich hat sie nach mehrjähriger Pilotierung ins Regelangebot aufgenommen. Darstellung dieses Modells am Beispiel der Ausbildung zur/zum "Hauswirtschaftspraktiker/in": http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba4095a.pdf

wt. Ein Zürcher Coiffeursalon bietet jungen Frauen eine einjährige Vorlehre an, die sie auf die Berufsausbildung vorbereitet. Zielgruppe sind Jugendliche mit schulischen Lücken, vor allem im sprachlichen Bereich, die sonst keine Aussicht auf einen Ausbildungsplatz haben. Was ungewöhnlich sein dürfte: Die Stadt Zürich übernimmt die Kosten der Ausbildung im Coiffeursalon. Mehr dazu: http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba4129.pdf
Weitere Informationen: Stephan Fischer, mailto:stephan.fischer@zuerich.ch

df/wt. Die Koordinationsstelle für Bildungsforschung hat einen Bericht zur Lehrerinnen- und Lehrerbildung in der Schweiz vorgelegt. Er untersucht erstmals flächendeckend die Studiengänge für Lehrpersonen in der Schweiz, zieht eine erste Bilanz der Lehrerbildungsreform der letzten zehn Jahre und unterbreitet Vorschläge für eine Dauerbeobachtung des Lehrerbildungssystems.
Kurzfassung und Bestellung: http://www.skbf-csre.ch

"BIBBpraxis" ist eine kostenlose elektronische Zeitschrift, die sich vor allem an Praktiker/innen richtet und über Resultate der Tätigkeit des deutschen Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) berichtet: http://www.bibb.de/de/366.htm . "BIBB-Report" erscheint vier bis sechs Mal pro Jahr und behandelt jeweils vertieft ein Thema, z. B. die "Situation der Altbewerber in Deutschland": http://www.bibb.de/de/26174.htm oder http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba4075b.pdf . Eine neue Broschüre des BiBB beschreibt, wie in Deutschland Ausbildungsordnungen entstehen: www.bibb.de/pub/ausbildungsordnungen

Gefördert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds publiziert Österreich ebenfalls eine elektronische Zeitschrift: erwachsenenbildung.at, vgl. http://erwachsenenbildung.at

Die Wirtschaftskammern Österreichs werben bei den Betrieben für die Berufsmatura als Weg der die Türen zu Fachhochschulen und Universitäten öffnet: http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba4058a.pdf oder http://www.ausbilder.at

Im Rahmen des Projekts good pr@ctice, in dem das BBT Lehrpersonen bei der Entwicklung von ICT-Produkten unterstützt, wurden von Yvonne Rajakumar Hinweise zur Entwicklung von Lernmedien aus der Genderperspektive entwickelt, vgl. http://www.educa.ch/dyn/183592.asp oder http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba4058b.pdf

Das Mittelschul- und Berufsbildungsamt Bern hat einen Flyer zur beruflichen Grundbildung mit Eidgenössischem Attest publiziert: http://www.erz.be.ch/site/sls-eba-flyer-3.pdf

df/wt. 11 bis 15% der Studierenden machen nach ihrem Abschluss ein Praktikum (Fachhochschulen 5%). Diese Quote ist in den letzten 15 Jahren stabil geblieben, wie eine Untersuchung des Bundesamtes für Statistik eine Meldung von bbaktuell (195) bestätigt.
Mehr: http://www.news.admin.ch/message/?lang=de&msg-id=14130 oder http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba4116.pdf

Das Bundesinstitut für Berufsbildung Bonn hat die neue Ausgabe der "Schaubilder zur Berufsbildung" ins Netz gestellt. Die Bilder sollen helfen, "die zahlenmässigen Proportionen vor Augen zu halten": http://www.bibb.de/de/10274.htm und http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba4116d.pdf

http://wikimindmap.org erlaubt die Darstellung der Umgebung eines wikipedia-Schlagworts als Mindmap, vgl. beispielsweise: http://wikimindmap.org/viewmap.php?wiki=de.wikipedia.org&topic=Berufsbil...

Die Eidgenössische Kommission für höhere Fachschulen (EK HF) begutachtet zuhanden des BBT die Gesuche um eidgenössische Anerkennung von Bildungsgängen und Nachdiplomstudien der höheren Fachschulen und stellt dem BBT Antrag auf Genehmigung.
Für die Durchführung dieser Anerkennungsverfahren sucht die EK HF Leitexpertinnen und -experten, welche die Verfahren führen und die Fachexpertinnen und Fachexperten anleiten, vgl. http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba4166.pdf
Bewerbungen:
Bewerbungen sind bis spätestens 12. Oktober 2007 einzureichen.
Kontaktperson: Martin Stalder, Tel.031 323 75 67, Martin.stalder@bbt.admin.ch

Die Handlungs- und Kompetenzorientierung schärft die Arbeitsmarktfähigkeit der Absolventen und gleichzeitig auch das Profil der Höheren Berufsbildung. Was bedeutet diese Neuausrichtung für die Akteure der Berufsbildung? Die KV-Bildungstagung am 26. Oktober 2007 lässt prominente Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft die Fragestellungen erörtern und vermittelt in Workshops Impulse für die Gestaltung von Lehrgängen, Prüfungen und betrieblichen Weiterbildungen. Weitere Informationen und Anmeldung unter http://www.kv-bildungstagung.ch und unter http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba4137.pdf