BBaktuell Ausgabe 200

Die grafisch gestaltete PDF-Version des Newsletters finden Sie unter http://www.panorama.ch/pdf/bbaktuell200.pdf, den aktuellen Veranstaltungskalender unter panorama.ch/pdf/Veranstaltungen.pdf


18. 09. 2007

wt. Das Bundesamt für Statistik meldet: 30% der Personen, die in den letzten fünf Jahren ein eidg. Berufsattest erworben haben, sind inzwischen in einer drei- oder vierjährigen Grundbildung oder haben diese schon abgeschlossen und damit ein eidg. Fähigkeitszeugnis erworben.

Emil Wettstein, verantwortlicher Redaktor von bbaktuell, hofft, diese Meldung 2015 in bbaktuell lesen zu können.

Ein Bund, 26 Kantone und über 600 Organisationen der Arbeitswelt: Der Information unter den Verbundpartnern der Berufsbildung kommt ein hoher Stellenwert zu. Die Einführung des neuen Berufsbildungsgesetzes, die Entwicklungen auf dem Lehrstellenmarkt und der Aufbau einer europäischen Berufsbildungsarchitektur unterstreichen zusätzlich die Notwendigkeit einer zeitgerechten und klaren Information.

Seit acht Jahren informiert bbaktuell im Auftrag von Bund und Kantonen über Aktuelles in der Berufsbildung. Über 3’000 Meldungen hat das Redaktionsteam unter Leitung von Emil Wettstein aufbereitet, übersetzt und publiziert. Wir danken allen Beteiligten für das unermüdliche Engagement.

EDK/SBBK und BBT, Herausgeber von bbaktuell

Christine Davatz, Bildungsverantwortliche und Vizedirektorin des Schweizerischen Gewerbeverbandes, der Dachorganisation der Schweizer KMU, erwartet folgende Meldung 2020:

Am traditionellen Schweizer Bildungskongress mit über 2000 bildungsinteressierten Unternehmerinnen, Unternehmern, Vertreterinnen und Vertretern aus Verbänden, kantonalen und Bundesbehörden, aus Schulen, Forschung und Politik wurden die Schweizer Berufsmeisterinnen und Berufsmeister aus über 200 Berufen, die besten Absolventinnen und Absolventen aus 100 Studiengängen sowie die besten Forscherinnen und Forscher aus 20 Bereichen geehrt und mit namhaften Preisen ausgezeichnet.

Ein Wunsch von Robert Galliker, Sekretär SBBK:

Nachdem namentlich bei den gewerblich-industriellen Berufen der Anteil der jungen Frauen lange Zeit geringfügig war, haben diese in den letzten Jahren gewaltig aufgeholt. So sind beispielsweise in den Mem-Berufen heute mehr als ein Viertel der Lernenden weiblich. Umgekehrt hat sich auch der Anteil der jungen Männer in bisher stark weiblich dominierten Berufen vor allem im Sozial- und Gesundheitsbereich deutlich gesteigert und liegt nun in diesen Bereichen bei rund einem Drittel.

Robert Galliker, Sekretär SBBK, hofft weiter, mal folgende Meldung zu finden:

Die europäische Kommission hat auf der Basis des European Qualification Framework und seines für den Schweiz geltenden Teilbereichs die Diplome der Studiengänge an höheren Fachschulen sowie die berufsbildenden Abschlüsse Fachausweis eidgenössische Berufsprüfung und Diplom eidgenössische höhere Fachprüfung anerkannt.

Urs F. Meyer, Mitglied der Geschäftsleitung des Schweizerischen Arbeitgeberverbandes, erwartet 2015 diese Meldung:

Was vor rund 10 Jahren mit der Revision des Berufsbildungsgesetzes eingeleitet wurde, ist an der heutigen Pressekonferenz der Verbundpartner Bund, Kantone und Organisationen der Arbeitswelt als Erfolg gewürdigt worden: Die Durchlässigkeit des Schweizerischen Bildungssystems ermöglicht allen Schulabgängern und Weiterbildungswilligen ihren eigenen Weg zu einer optimalen, den Fähigkeiten entsprechenden Ausbildung selbst zusammenzustellen. Dank dieser Durchlässigkeit werden die persönlichen Stärken gefördert. Durch die Gleichbehandlung der Bildungswege, auch im finanziellen Bereich, erwachsen den Lernenden keine Nachteile durch die Wahl der Grund- und/oder der Weiterbildung.

Jean Christophe Schwaab, Präsident der Jugendkommission des SGB und Abgeordneter des Waadtländer Grossen Rates, hofft auf ein Umdenken in der Bildungspolitik:

National- und Ständerat haben eine Änderung der Berufsbildungsgesetzes gutgeheissen: Ein nationaler Berufsbildungsfonds soll die 26 kantonalen Fonds ersetzen. Dieses Instrument hat sich bewährt bei der Aufteilung der Bildungskosten, bei der Unterstützung der Unternehmen und bei der Weiterbildung. Es wurde beschlossen, die kantonalen Praktiken zu vereinheitlichen, um sämtliche Unternehmen den gleichen Rahmenbedingungen zu unterstellen.

Peter Sigerist, Zentralsekretär beim Schweizerischen Gewerkschaftsbund (SGB), Ressort Bildung, und Jean-Daniel Zufferey, Leiter des Projekts "Umsetzung des Berufsbildungsgesetzes", EDK, hoffen beide auf folgende Meldung:

Am 27. Oktober 2006 beschloss die EDK in Zusammenarbeit mit den Arbeitgeberorganisationen und dem Bund, anzustreben, dass 95% der Jugendlichen einen Abschluss auf der Sekundarstufe II erreichen. Dieses Ziel wurde nun erreicht. Die dazu ergriffenen Massnahmen in den Bereichen Nahtstelle und Case Management sind damit von Erfolg gekrönt. Die EDK und das BBT danken vor allem denjenigen Unternehmen, die sich in der Ausbildung Jugendlicher mit Schwierigkeiten engagiert haben.

Am 27. Oktober 2006 hiess die Erziehungsdirektorenkonferenz (EDK) die vom Schweiz. Gewerkschaftsbund (SGB) eingebrachte Zielsetzung gut: 95 Prozent der Volksschulabgänger/innen sollen im Jahre 2015 einen Abschluss auf der Sekundarstufe II erreichen. Gestern hat das Bundesamt für Statistik (BFS) die neusten Zahlen der Abschlüsse in der beruflichen Grundbildung und der Mittelschulen veröffentlicht: 94,5% der Volksschulabgänger/innen schafften demnach einen Abschluss auf der Sekstufe II.

Claude-Alain Vuille, Generaldirektor des Centre professionnel du Littoral neuchatelois, erwartet 2015 eine Meldung zur Tertiärstufe:

Vor 10 Jahren wählten zwei von drei Jugendliche für ihre Ausbildung auf der Tertiärstufe den universitären Weg, nur ein Drittel entschied sich für die Fachhochschule.
Heute bevorzugt mehr als die Hälfte der Jugendlichen den beruflichen Weg zur Erreichung des Bachelors oder Masters: Fähigkeitszeugnis - Berufsmaturität - Fachhochschule. Vor 20 Jahren ins Leben gerufen hat die Berufsmaturität entscheidend zum Aufholen des beruflichen Weges beigetragen; er ist heute die bevorzugte Wahl junger Schweizerinnen und Schweizer, die sich zu einem Weiterstudium entschliessen, sei es in der Schweiz, oder, immer mehr, im Ausland.
EDK, BBT und SGV freuen sich darüber, weil damit eine bessere Anpassung zwischen den Qualifikationen der Jugendlichen und den Bedürfnissen der Wirtschaft erreicht wird.

Robert Galliker, Sekretär SBBK ergänzt mit folgendem Wunsch:

Wie die neuesten Zahlen des Bundesamts für Statistik zeigen, gab es im vergangenen Jahr bei der gymnasialen Maturität und bei der Berufsmaturität gleich viele Abschlüsse. Insgesamt erwerben in den beiden Bildungsgängen je 25% eines Jahrgangs die Ausweise, die zu einem Hochschulstudium (Universität oder Fachhochschule) berechtigen.

Bruno Weber-Gobet, Leiter Bildungspolitik Travail.Suisse, freut sich bereits jetzt, diese Meldung 2012 in bbaktuell zu lesen:

Das neue Weiterbildungsgesetz hat es geschafft, dass das lebenslange Lernen für alle möglich wurde. Heute nimmt jede und jeder Arbeitnehmende an mindestens drei Tagen pro Jahr an einer Weiterbildung teil. Die Arbeitgeber haben sich zwar zu Beginn der Diskussion um das Weiterbildungsgesetz gegen ein Weiterbildungsobligatorium gewehrt. Heute müssen sie aber zugeben: Die Weiterbildungsinvestition zahlt sich aus für den Betrieb, die Branche und die Angestellten.

Josef Widmer, Präsident der Schweizerischen Berufsbildungsämter-Konferenz erhofft einen massiven Rückgang der Brückenjahre:

Der Anteil der Jugendlichen, welche erst nach einem Brückenjahr den Einstieg in die Berufsbildung schaffen, ist weiterhin rückläufig. Wie das Bundesamt für Statistik mitgeteilt hat, ist die Zahl der Teilnehmenden in Brückenangeboten gesamtschweizerisch auf unter 10% gesunken. Einzelne Kantone weisen gar noch tiefere Quoten auf. Wie es in der Medienmitteilung heisst, ist der höhere Anteil der Direkteinsteiger/innen in die Berufsbildung vor allem auf zwei Gründe zurückzuführen: die grossen Anstrengungen der Kantone für die Begleitung der Jugendlichen im Übergang zwischen Volksschule und Berufsbildung und das in den letzten Jahren stark gewachsene Angebot an niederschwelligen Berufslehren.

wt. Sie haben gelesen, was verschiedene Entscheidungsträger der Berufsbildung hoffen oder erwarten.

Und Sie? Welche Meldung erhoffen oder erwarten Sie, in den nächsten Jahren in bbaktuell lesen zu können?

Bitte schreiben Sie sie in die Rubrik "bbaktuell direkt" auf www.bbaktuell.ch! Wir werden in zwei Wochen eine Zusammenfassung dieser Meldungen publizieren. Zudem: Die Verfasserinnen und Verfasser von solchen 'Wunschmeldungen' nehmen ebenfalls an der Verlosung zu unserem Jubiläumswettbewerb teil, vgl. http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba4184.pdf

wt. Wie es sich gehört, führt auch der Newsletter bbaktuell anlässlich seines Jubliäums einen Wettbewerb durch. Wenn Sie sich in der Berufsbildung auskennen, finden Sie den Weg durchs Labyrinth und damit das Lösungswort: http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba4184.pdf

Alle zur Beantwortung notwendigen Informationen standen irgendwann in bbaktuell. Wahrscheinlich haben Sie nicht mehr alle im Kopf - aber bbaktuell verfügt über ein Archiv mit den 3400 Meldungen, die bisher publiziert wurden. Und dieses Archiv ist über eine Volltextsuche erschlossen, probieren Sie es aus: http://www.bbaktuell.ch/suchen

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Am 21. Oktober 2007 wählen die Schweizerinnen und Schweizer das Parlament neu. Massgebend dabei sind immer wieder auch die Neuwählerinnen und Neuwähler. Aber interessieren sich die Jungen überhaupt für Politik? Und wissen sie Bescheid, wie man wählt und wen man wählen kann?
Der h.e.p. verlag präsentiert für die Wahlen 2007 drei Module, die die politische Bildung fördern sollen.
Ganz neu erschienen ist das Modul 3, das Wahlspiel. Das Brettspiel ist im Stil des klassischen "Gänsespiels" aufgebaut und kombiniert Würfelspiel, Einschätzungs- und Wissensfragen, wobei auch etwas Glück von Vorteil ist. Ziel des Spiels ist es, dass die Spielerinnen und Spieler ein Nationalratsmandat erwerben.
Mehr Informationen: http://www.hep-verlag.ch und http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba4178.pdf

Folio ist die Zeitschrift der Berufsfachschul-Lehrer. Der Verband BCH lässt die Zeitschrift komplett neu gestalten und legt sie ab 2008 in die Hände von Daniel Fleischmann, langjähriger Mitarbeiter von bbaktuell. Erstes Highlight: Rolf Dubs schreibt ein Jahr lang eine Kolumne.
Eine kostenlose Probenummer bestellen Sie schon heute bei daniel.fleischmann@swissworld.com. Diese Ausgabe erhalten Sie dann Mitte Februar 2008.