BBaktuell Ausgabe 190

Die grafisch gestaltete PDF-Version des Newsletters finden Sie unter http://www.panorama.ch/pdf/bbaktuell190.pdf, den aktuellen Veranstaltungskalender unter panorama.ch/pdf/Veranstaltungen.pdf


03. 04. 2007

df. Das Berufsbildungsgesetz verlangt in Artikel 18 "besondere Bestimmungen über die fachkundige individuelle Begleitung von Personen mit Lernschwierigkeiten in zweijährigen beruflichen Grundbildungen". Der Bund hat nun einen Leitfaden zur "individuellen Begleitung" erlassen. (Man spricht offiziell nicht mehr von "fachkundiger individueller Begleitung".) Im Zentrum der IB steht die Stärkung der Eigenverantwortung - sei es über Coaching, Psychotherapie, medizinische Abklärung, Sozialarbeit, Lerntherapie oder anderes mehr. Auch Berufsbildnerinnen und -bildner sollen IB beantragen können.
Leitfaden: http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba3899a.pdf; die Zeitschrift Panorama publiziert in ihrer Ausgabe vom April einen längeren Beitrag zum Thema; Beispiel einer IB-Broschüre (Kt. Luzern): http://www.beruf.ch/index.cfm?site=beruf.ch&page=590&lang=D oder http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba3899b.pdf

jf. Damit sich die künftigen Entschädigungen der Kantone an die Organisationen der Arbeitswelt auf einer soliden Grundlage bewegen, haben die Schweizerische Berufsbildungsämter-Konferenz (SBBK) und das Netzwerk der Wirtschaft für Berufsbildungsfragen (SQUF) gemeinsam ein Konzept zur Finanzierung der überbetrieblichen Kurse (ÜK) erarbeitet. Es beruht auf der Anzahl der lernenden Personen und auf einer Pauschale (gestützt auf die vom SQUF erfassten effektiven Kosten) pro Lernende/r pro ÜK-Tag. Dieser Pauschalbeitrag pro Beruf setzt sich aus Subventionsbeiträgen der Kantone und des Bundes zusammen.
Mehr: http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba3906.pdf

df. Martin Wild-Näf, seit 1. Januar 2007 Direktor des Eidgenössischen Hochschulinstituts für Berufsbildung EHB, hat seinen Rücktritt erklärt. Er wird das Institut nach erfolgreichem Abschluss der Aufbauphase Mitte Jahr verlassen und sich einer neuen Aufgabe zuwenden; über diese sind im Moment keine konkreten Angaben möglich. Ad interim übernimmt Dalia Schipper, welche die nationale Sparte Weiterbildung im Institut leitet, die operative Leitung des EHB.
Medienmitteilung: http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba3897.pdf

df. Der Kanton Genf möchte es arbeitslosen Personen über eine vorübergehende Beschäftigung oder ein Berufspraktikum zur Wiedereingliederung ermöglichen, erneut Arbeitslosenentschädigung des Bundes durch den Erwerb neuer Beitragszeiten zu beanspruchen. Entsprechende Regelungen sind im Einführungsgesetz zum Arbeitslosenversicherungsgesetz des Kantons Genf enthalten, das zurzeit revidiert wird. Der Bundesrat hat an seiner jüngsten Sitzung festgestellt, dass diese Praxis bundesrechtswidrig wäre.
Mehr: http://www.admin.ch/aktuell/00089/index.html?lang=de&msg-id=11765 oder http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba3903.pdf

df. Die Kantone üben in einem Papier, das sie für ein Hearing der WBK Ständerat zusammengestellt haben, dezidiert Kritik an der BFI-Botschaft. Mit dem für die Berufsbildung vorgesehenen Wachstum bleibe der Bundesanteil weiterhin deutlich unter den gesetzlich vorgeschriebenen 25%. In den Jahren 2008-11 fehlten den Kantonen kumuliert 594 Mio. Franken. Statt 6% Wachstum verlangen die Kantone mindestens 8%; andernfalls seien die wissenschaftsaussenpolitischen
Prioritäten zu überprüfen.
Download: http://www.edk.ch/Aktuell_d_f_e/mainStellungnahmen_d.html oder http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba3904.pdf
Die WBK Ständerat nimmt das Geschäft am 16. April 07 in Angriff.

df/ao. Eine zweijährige Grundbildung im Informatikbereich stösst auf viel Interesse: Bei einer Umfrage von I-CH erklärt sich die Hälfte der 200 antwortenden Betriebe bereit, Lehrstellen dafür anzubieten oder dies wenigstens zu prüfen.
Der Berner Verband I-Bern GmbH möchte bereits diesen Sommer einen Pilotversuch starten, die private Schule "Wiss" in Zürich plant ebenfalls einen Versuch. Nach Auskunft von Christoph Thomann, Leiter der Reformkommission, sollen möglichst schon auf 2008 in der ganzen Schweiz Pilotprojekte angeboten werden.Mehr: http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba3901.pdf

Die Kantone sind gebeten, zur geplanten Aufhebung der Reglemente über die Ausbildung und die Lehrabschlussprüfung für die Berufe Bahnbetriebsdisponent/in, Bahnbetriebssekretär/in, Bahnbüroangestellte/r und Zugbegleiter/in Stellung zu nehmen. Frist: 1. Juni 2007.

wt. Die Association Romande de Conseil en Orientation Scolaire et Professionnelle, der Zusammenschluss der kantonalen Vereinigungen der Berufberaterinnen und Berufsberater der Westschweiz, hat seit einigen Monaten einen neuen Vorstand und ein neues Programm. Am 27. April 2007 führt sie eine Tagung zur Zukunft der Berufsberatung durch - PANORAMA wird darüber berichten.
Kontakt: Pascal Huguenin-Elie, Präsident, mailto:pascal.huguenin-elie@arcosp.ch
Mehr: http://www.arcosp.ch und http://www.afpr.ch/pdf/afpr3830.pdf

wt/df. Rund ein Fünftel der ständigen Wohnbevölkerung oder 1,5 Mio. Personen befanden sich 2005/06 in Ausbildung. Details dazu findet man wie jedes Jahr im Band "Schülerinnen, Schüler und Studierende" des Bundesamtes für Statistik, vom dem kürzlich die Ausgabe 2005/06 publiziert wurde: http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/15/22/publ.html?publi... oder http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba3874.pdf

Gemäss neuster Erhebung des Bundesamts für Statistik (BFS) befanden sich 2006 205'300 (Vorjahr 199'700) Jugendliche und junge Erwachsene in einer beruflichen Grundbildung. 75'600 (73'800) traten neu in eine Berufsbildung ein und 59'400 (58'700) schlossen ihre Ausbildung mit Erfolg ab. An der Prüfung scheiterten 7'700 (7'000).
Medienmeldung zur Statistik der beruflichen Grundbildung (früher: Lehrvertragsstatistik): http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba3902b.pdf ; Tabellen: http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/15/04/key/00/allgemei... oder http://www.bbaktuell.ch/zip/bba3902c.zip

df. Das BBT hat zum Masterplan Berufsbildung eine Zwischenbilanz (Stand Februar 2007) auf Internet aufgeschaltet. Sie listet bereits in Kraft getretene und geplante neue Bildungsverordnungen auf. Download: http://www.bbt.admin.ch/themen/grundbildung/00107/index.html?lang=de oder http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba3902d.pdf

Das BBT hat Merkblätter zur Akteneinsicht sowie zu Beschwerden gegen die Nichtzulassung zur Prüfung und Verweigerung des eidg. Diploms bzw. Fachausweises publiziert: http://www.bbt.admin.ch/themen/hoehere/00160/index.html?lang=de

Im Jahr 2005 wurden in der Schweiz 7,004 Milliarden Arbeitsstunden geleistet, das sind 0,4 Prozent mehr als 2004. Die wöchentliche Normalarbeitszeit der Vollzeitarbeitnehmenden liegt bei 42 Stunden und 20 Minuten. Dies geht aus den neusten Ergebnissen der Arbeitsvolumenstatistik des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervor: http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba3902a.pdf

jf/wt. Wie weit sind die 26 Kantone mit der Erarbeitung der neuen Gesetze? Wann werden sie in Kraft treten? Einer kürzlich aktualisierten Liste auf der SBBK-Homepage ist zu entnehmen, dass 16 Gesetze 2008 und eines 2009 in Kraft gesetzt werden: http://www.csfp.ch/download/nBBG/kant_gesetze.pdf
Übersicht über die kantonalen Berufsbildungsgesetze bzw. Verordnungen: http://www.csfp.ch/sbbk/vorschriften/umsetzung_nBBG.php

Das Centre d'information des professions santé-social des Kantons Waadt ermöglicht interessierten Jugendlichen, online 24 kurze Filme zu den Berufen der Bereiche Gesundheit und Soziales anzusehen: http://www.cips-vd.ch/modules/flashplayer/default.asp

Das deutsche Bundesinstitut für Berufsbildung hat einen Satz von "Schaubildern" zur Berufsbildung publiziert, die detailreich über die Struktur und Entwicklung der Berufsbildung in Deutschland Auskunft geben: http://www.bibb.de/de/10274.htm oder http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba3905.pdf

df. Kürzlich startete in Österreich das "Begutachtungsverfahren" über die beiden ersten Modul-Lehrberufe Energie- und Gebäudetechnik sowie Werkstofftechnik; die Verordnungen werden im Sommer erlassen. In Zukunft sollen hauptsächlich die Berufe in den Bereichen Elektronik, Metall sowie Information & Kommunikation modularisiert werden, nicht aber sämtliche Lehrberufe. Man erhofft sich davon eine Flurbereinigung der Lehrberufslandschaft durch Reduktion von Einzellehrberufen und mehr Flexibilität bei der Einführung neuer Ausbildungsinhalte in bestehende Ausbildungen. Ein modularer Lehrberuf besteht aus einem Grundmodul, mindestens einem Hauptmodul und aus einem oder mehreren Spezialmodulen.
Mehr: http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba3879a.pdf und http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba3879b.pdf

wt. Das geräumige Haus an der ligurischen Küste, etwa 25 km westlich von Genua, ist nach verschiedenen Renovationsarbeiten wieder geöffnet. Es bietet bis zu 75 Personen Platz und steht dem Stiftungszweck entsprechend zur Durchführung von Projekt- und Kurswochen aller Art für Klassen von Berufsbildungsschulen, Musikschulen und andern Aus- und Weiterbildungsinstitutionen im Bereich Sport, Kultur und Soziales zur Verfügung. Reservationen können direkt in Varazze (mailto:casa@varazze.ch ) oder beim Geschäftführer der Stiftung, Urs Wyler, erfolgen (mailto:stiftung.casa@varazze.ch oder T. 031 380 14 10). Mehr: http://www.varazze.ch
Download des Flyers mit weiteren Informationen zu diesem von Bund, Kantonen und Berufsfachschulen geförderten Begegnungsort: http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba3908.pdf

Im Amt für Berufsbildung des Kantons Luzern ist auf 1. September 2007 eine Stelle als Leiter/in Abteilung schulische Bildung / stellv. Amtsvorsteher neu zu besetzen. Die detaillierte Stellenausschreibung finden Sie unter: http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba3910.pdf

Das Schweizerische Dienstleistungszentrum Berufsbildung, Berufs-, Laufbahn- und Studienberatung (SDBB), Abteilung Qualifikationsverfahren, sucht zwei Sachbearbeiterinnen oder Sachbearbeiter (total 170%). Eintritt auf 1. August bzw. 1. Oktober 2007.
Die detaillierte Stellenbeschreibung finden Sie unter http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba3898.pdf