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1/2005 Februar 2005 Berufliche (Wieder-)Eingliederung | ![]() | |
Viktor Moser Viele Wege führen zurück Editorial Daniel Fleischmann Erfolgreich, aber zu wenig beachtet Die Arbeit der Berufsberatung im Rahmen der Invalidenversicherung wird in der Öffentlichkeit unterschätzt, obwohl "Eingliederung" ein Kernstück der IV ist. Die beruflichen Massnahmen leisten einen wichtigen Beitrag zur Senkung der Rentenkosten und tragen zur Lebensbewältigung durch die versicherten Personen bei. Panorama hat mit einer IV-Berufsberatung über die Situation gesprochen. Martin Bühler Einmal Rente - immer Rente? Nein Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen lassen sich erfolgreich wieder eingliedern, wenn sie rechtzeitig erfasst und beim Weg zurück in die Arbeitswelt professionell begleitet werden. Das Bürgerspital Basel setzt deshalb auf ein intensive Zusammenarbeit und auf eine aktive Arbeitsvermittlung. Auch neue Formen, wie etwa die Auslagerung von Arbeitsbereichen, werden ins Auge gefasst. Werner Durrer Zeit gewinnen - Wiedereingliederung verbessern Fundiertes Fachwissen, gute Kontakte zu den kleineren und mittleren Unternehmen (KMU) sowie eine schnelle Arbeitsvermittlung - das sind die wichtigsten Kriterien der täglichen Eingliederungsarbeit auf der IV-Stelle Luzern. Auf diese Weise lassen sich auch Versicherte mit bescheidenen oder kaum vorhandenen beruflichen Ausbildungen in Arbeitsstellen vermitteln Viktor Moser "Der Staat muss Arbeitsplätze schaffen" Gesellschaftliche Integration ist nur noch möglich, wenn öffentliche Sozialbetriebe genügend Arbeitsplätze anbieten können. Im Gespräch mit PANORAMA erklärt Monika Stocker, Vorsteherin des Sozialdepartementes der Stadt Zürich, weshalb sich die Wiedereingliederung nicht mehr auf den 1. Arbeitsmarkt beschränken kann. Und sie räumt gleich auch mit einigen Tabus auf. Michel Nicolet Ein Hilfsprojekt für ausgesteuerte Arbeitslose Das Genfer “Service du revenu minimal cantonal d'aide sociale” hilft Ausgesteuerten bei der sozialen Wiedereingliederung. Durch eine kompensatorische Tätigkeit kommen sie wieder in Kontakt mit der Arbeitswelt. Aber das System muss überdacht werden, damit es das Ziel wirklich erreicht. Peter Schallberger Viele Motive führen zum Ziel Die Motive für eine Unternehmensgründung sind sehr unterschiedlich. Eine Untersuchung im Rahmen des Nationalen Forschungsprogrammes 43 "Bildung und Beschäftigung" hat sechs Typen von Jungunternehmerinnen und -unternehmern definiert. Die Kenntnis der jeweiligen Motivlage ist für die Beratung hilfreich. Viktor Moser Beraten und Kontrollieren - ein Widerspruch? Unter dem Titel "Chance oder Zumutung" hat die Soziologin Chantal Magnin die Beratungspraxis der regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) untersucht (1). Werden Stellensuchende tatsächlich aktiviert? Lassen sich Beratung und Kontrolle vereinen? Diese brisanten Kernfragen erörtern die Autorin und der Vorsteher des Amtes für Arbeit Obwalden, Markus Marti. Rita Kovacs IIZ NetzWerk: Erfolgreicher Feldversuch Im Mittelpunkt der interinstitutionellen Zusammenarbeit (IIZ) stehen Menschen, die das Anrecht auf Leistungen mehrerer Sozialinstitutionen haben. Der Verein HEKS LernWerk ist Projektträger eines Feldversuchs im Kanton Aargau. Fälle einbringen können alle sozialen Institutionen - jede bleibt verantwortlich für die ihr zustehenden Aufgaben. Die Zusammenarbeit erfolgt durch Case Management. Arbeitsmarkt in Kürze Psychostress am Arbeitsplatz / Wirtschaftswachstum / Interinstitutionelle Zusammenarbeit (IIZ) / Arbeitsmarkt Europa Yvonne-Marie Ruedin Ein nationaler Diskussionstag Die Qualitätsentwicklung in der Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung stand im Mittelpunkt der Debatten der nationalen KBSB-Tagung am 17. November 2004. Rund 130 Fachleute aus den drei Sprachregionen fanden sich in Bern ein. Die Veranstaltung war eine schweizerische Premiere und stellte eine direkte Fortsetzung des AIOSP-Kongresses vom September 2003 dar. Tony Mehr Die beruflichen Pläne von Maya S. Das Kerngeschäft der Berufsberatung war während Jahrzehnten die Beratung von Jugendlichen vor der ersten Berufswahl. Dann trat in den siebziger Jahren das Bedürfnis von Erwachsenen nach Laufbahnorientierung auf. Und jetzt etabliert sich die Beratung junger Erwachsener vor Abschluss ihrer Berufslehre. Im Kanton Zürich beteiligen sich die Berufsfachschulen finanziell am Angebot. Eric Frischknecht Wachsende Bedeutung für die Berufsberatung Sie decken drei grosse Bereiche ab und heissen «Sokrates» (Schwerpunkt allgemeine Bildung), «Leonardo da Vinci» (Berufsbildung) und «Jugend» (ausserschulische Jugendarbeit). Das Bundesparlament hat für diese Programme für die Zeitspanne 2004 bis 2007 57,9 Millionen Franken bewilligt, auch wenn die Schweiz zurzeit nur «indirekter Partner» ist. Was bringen sie der Berufsberatung? Daniel Jungo Ein Schulfähigkeitstest für schulleistungsschwächere Jugendliche Die Berufsberatung ist bei der Berufswahl häufig mit der Frage nach der Berufs- und Lehreignung konfrontiert. Jugendliche sollten bei ihrer Grundausbildung weder über- noch unterfordert sein, sonst drohen Unmotiviertheit, Versagensängste oder Lehrabbruch. Schulnoten und Schulniveau bilden eine Grundlage für die Beurteilung derartiger Fragen. Ein Schulfähigkeitstest ergänzt sie nun sinnvoll. Berufsberatung in Kürze Der Einfluss von Peer-Groups / Beratungsleistungen / Ausstellung zur Berufswahl / Ruedi Winkler für Gebührenpflicht / AIOSP-Konferenz 2005 Urs Kiener Integration durch Zwischenlösungen? Fast ein Viertel der Jugendlichen in der Schweiz besucht gemäss der Studie TREE nach dem Abschluss der obligatorischen Schule eine Zwischenlösung. Drei Viertel von ihnen tritt danach in eine «zertifizierende Sek.II-Ausbildung» ein, also eine Lehre oder eine Vollzeitschule. Ist diese Quote gross oder klein? Eine Erörterung am Beispiel Vorlehre im Kanton Bern. (1). Elisabeth Zillig Neue Aera für die Höheren Fachschulen In diesen Wochen tritt die Verordnung über Mindestvorschriften für die Anerkennung von Bildungsgängen und Nachdiplomstudien der höheren Fachschulen in Kraft. Sie führt zu einer Harmonisierung des Studienangebotes. Mit jählich 6000 Diplomen wird diese Bildungsstufe etwa gleich viele Absolvierende zählen wie die Fachhochschulen. Berufsbildung in Kürze Lehrvertragsauflösung / Studierende 2000 und 2004 / Mediothek Berufsbildung / Modularisierung im Forstwesen / Transition Neue Publikationen Zu den Aufsätzen in diesem Heft | ||